Superheldenwahnsinn

Superheldenfilme und kein Ende in Sicht! Mindestens für die nächsten 5 Jahre werden wir mit Superheldenfilmen versorgt, ob wir das nun wollen oder nicht. Allen voran Marvel und DC drücken einen Film nach dem anderen raus, arbeiten dabei Helden nicht selten neu auf,… ob das nun sein muss oder nicht. Für Comicfans wie mich mag das ja eine kleine Offenbarung sein, doch andererseits muss ich gestehen, dass ich dem ganzen Heldengeschehen allmählich müde werde. Wann durfte ich zuletzt etwas wirklich aufregend neues aus diesem Genre erleben (ausgenommen der wahrlich großartig-einzigartige „Deadpool„)?

Natürlich, Comics wird es noch sehr lange geben, demnach auch zahlreiche Geschichten, die geradezu nach Verfilmung schreien. Doch was ist mit der Exklusivität? Nehmen wir „Deadpool“, bzw. die Trailerparade im Vorfeld. Da lief zum einen der kommende „Captain America 3: Civil War“, der sich bereits in den 2 Minuten 30 anfühlte wie jeder Avengers- und Cap-Film zuvor. Ein paar neue Helden (Black Panther), ein neu-vertrauter Storyansatz und immer effektreichere Action – voilà – ein jeder stürmt ins Kino. Auch „Batman v Superman“ blieb nicht aus. Diesmal schlüpft Ben Affleck in die Rolle des Dunklen Ritters, was ich persönlich ja ziemlich gut finde. Dennoch störe ich mich sehr an Doomsday, dem monstermäßigen Bösewicht im Film, ganz zu schweigen von Lex Luthor. Das war doch alles schon mal mehrfach da…

Rückblick

Ich muss zugeben, dass mir der letzte Avengers-Film stellenweise äußerst gut gefiel. Einen Preis für den besten Film aller Zeiten verdient er deswegen allerdings nicht im geringsten. Es handelt sich um – zum Teil – schnöde, auf Hochglanz polierte Unterhaltung. Ich als selbsternannter Filmkritiker und leidenschaftlicher Filmliebhaber störe mich eigentlich nicht wirklich daran, schließlich darf es gerne auch Hirnausaction mit Hulk-Bonus sein. Doch grundsätzlich – vielleicht werde ich einfach nur älter und damit anspruchsvoller – will ich mehr Abwechslung, mehr frische Ideen, mehr von dem, was noch lange Zeit im Kopf herumspukt.

Voraussicht

Worauf ich hinaus will? Ich mag Superheldenfilme für das, was sie sind: Unterhaltung. Nicht mehr, nicht weniger. Und hin und wieder gibt es auch Lichtblicke, wie eben zuletzt „Deadpool“, der durch seinen völlig anderen Einschlag frischen Wind in das Genre brachte. Doch so manch ein Reboot (gerne auch das Reboot vom Reboot (Spider-Man)), muss nun wahrlich nicht sein. (Natürlich muss es aus Sicht des fließenden Dollars sein.) Auch freut sich die nächste und übernächste Generation über den gerade aktuellen Batman. Doch in all dem Reboot- und Sequelwahn verlieren sich die Macher nur zu gerne in der Sicherheit des Hypes.

Superheldenfilme werden ganz offensichtlich weit über meine Zeit hinaus gedreht. Zumindest würde es mich doch schwer wundern, wenn es nicht so wäre. Ich für meinen Teil hoffe, dass es in dieser Zeit zumindest weitere Player auf dem Spielfeld geben wird. Wie wäre es mit Verfilmungen zur großartigen Comicserie „Invincible“? Wo bleiben eigentlich die Jungs und Mädels aus „Jupiter’s Legacy“? Und wie wäre es zur Abwechslung mal mit tiefgründigeren, erwachseneren Comicverfilmungen ganz im Sinne eines erfolgreichen „Blau ist eine warme Farbe„?

Wie steht ihr der ganzen Sache gegenüber? Dürfte es eurer Meinung nach gerne noch mehr Superheldenfilme geben? Gerne auch mehrere Sequels im Jahr oder reicht es euch schön langsam auch? Ich freue mich über eure Meinungen.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. Velverin sagt:

    Am Anfang fand ich noch super, aber mittlerweile ist es mir zu viel des Guten. Vor allem bei Marvel wird es langsam wie mit dem Comic Universum zu arg verbunden, wenn man einen Film mal nicht gesehen hat, wird es mittlerweile glaube ich relativ schwer noch reinzufinden.
    Weshalb ich mir wünschen würde, dass Warner es mit seinen DC-Filmen nicht auch so macht, aber der Wunsch wird eher nicht Erfüllung gehen.

  2. Eigentlich dachte ich bis vor 2 Jahren noch, dass sich bei mir keine Übersättigung einstellen würde was die Superheldenfilme betrifft, aber die Übersättigung ist eben doch da. Das ist mir besonders stark bei Marvels Phase II aufgefallen. Ich fand Thor II grottig, Iron Man III grottig und die Avengers : Age of Ultron im Nachhinein gesehen auch eher schlecht. Dabei habe ich Iron Man I-II gefeiert und viele andere aus dem Universum. Aber die haben sich im Speziellen in immergleichen Szenarien verrannt, die irgendwie bedeutungslos wirken.
    Sowas wie den erneuten Spiderman.Reboot finde ich ganz bescheuert und beschließe nicht ins Kino zu gehen.

    Andererseits bin ich relativ leicht zu locken mit den neuen Helden, weil mich die alten langsam enttäuschen. Ich freue mich sehr auf Black Panther und Doctor Strange – also so ganz gestorben ist das für mich nicht. Mal sehen was kommt. Aber sie könnten ruhig einen Gang zurückschalten, damit die Verfilmungen noch was besonderes haben.

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