Lost Staffel 6

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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Nun ist meine Lost-Erfahrung also vorbei. Weder mit Paukenschlag, noch mit Trompeten. Staffel 6 arbeitet einzig und allein auf ein ganz bestimmtes Ziel hin, das für mich persönlich – Trommelwirbel – unbefriedigend war.

Mit dem Ende der 5. Staffel ging scheinbar nur den Lostis ein explosives Licht auf. Die Macher hingegen versanken daraufhin knietief im Mystischen und verpassten es dabei, sämtliche noch offenen Fragen zu klären. Beispiele: Was bedeuten die Zahlen 4-8-15-16-23-42? Wie konnte Jacob die Insel verlassen? Warum zum Henker kann Desmond was er kann? Wieso gibt es das Rad und warum sorgt es für Zeitreisen? Und auch die zuletzt aufgeworfene Frage – was hat es mit dem Insel-Badewannenstopsel nun wirklich auf sich? – wurde nicht mehr geklärt. Anstelle dessen gleiten wir in Richtung Tod, Jenseits, Erlösung und den Sinn des Lebens, der scheinbar nur durch die Insel gefunden werden konnte. Und ganz nebenbei: Den Sinn des Lebens behalten die Macher letztendlich doch noch für sich.

Staffel 6 knickte ein, und das von der ersten Episode an. Man kann es allerdings nicht als Ermüdung bezeichnen, sondern vielmehr als die Verlagerung des Fokus auf einen „neuen“, modifizierten Konsens, der mir im Nachhinein tierisch auf den Wecker geht. Für mich persönlich zerschmetterte die letzte Staffel dann doch so einiges, was die 5 zuvor aufzubauen wussten. Nicht nur, dass ich mit der Episode „Das Ende Teil 2“ bis zur letzten Sekunde darauf wartete, dass wirklich noch etwas anderes geschehen würde, ich fühlte mich danach schlichtweg verarscht: Habe ich jetzt wirklich soviel Zeit IN DAS gesteckt?

Verdrängen wir nun einmal, dass die 6. Staffel nur noch belanglosen Käse erzählt. Die „Parallelwelt“, in der sich die Inselbewohner wiederfinden und erinnern müssen, glänzt ohne wirkliche Höhepunkte, erzählt allerdings dennoch ein nettes kleines Was-wäre-wenn. Die Absichten der Charaktere wirken nur selten durchdacht und unterscheiden sich damit grundsätzlich von den Verhaltensweisen, die die Lostis in den Staffeln zuvor an den Tag legten. Nennen wir das Kind beim Namen: Die stets erhofften Auflösungen blieben aus und ein alternativ verheerend überraschendes Ende durfte ebenso wenig Einzug halten. „Lost“ ist damit für mich gestorben, genauso wie Jack, Kate, Locke, Sawyer,…

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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4 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    😀 Du hast also die dunkle Seite der Macht gewählt, junger Padawan 😀

    Ich mochte das Ende. Ich fand’s auch irgendwie nie schlimm, dass sie nicht wirklich alles auflösen. Ich glaube, das wäre letztendlich genauso enttäuschend gewesen. So bleibt immer noch genügend Raum für Spekulationen, für ein Zurückkehren zur Serie, um sich auf einige Sachen genauer zu konzentrieren. Ich mochte das…

    • Dominik sagt:

      Ein Zurückkehren zur Serie? Nach dem Ende nicht mehr, sorry. Auch hoffe ich, dass keine weitere Staffel folgen wird… Das Ende hat mir wirklich den Reiz an der Serie genommen. Verdammt schade! 🙁

  2. bullion sagt:

    Hab ich’s dir nicht gesagt? 😉

    Ich fand das Ende auch ziemlich enttäuschend, so rein inhaltlich. Emotional hat es mich dennoch abgeholt. Kann aber gut verstehen, dass du sauer bist. War ich auch.

    • Dominik sagt:

      DAS hast du mir nicht gesagt. Du sagtest, dass du gespannt wärst, was ich dazu sagen würde. 😉

      Emotional hat mich das Ende auch berührt, ja. Trauertränen wg. Käse-Ende. 🙁

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