Who Am I – Kein System ist sicher (2014) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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5,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Vor wenigen Tagen hatte ich die Chance mir den Hacker-Thriller „Who Am I – Kein System ist sicher“ mit einigen großen Stars des deutschen Kinos zu sehen. Das passte mir persönlich ganz gut, da ich noch mich noch bis 30. September gedulden muss, um endlich die 2. Staffel der großartigen Serie „Mr. Robot“ sehen zu können. 🙂

„Who Am I – Kein System ist sicher“ behandelt ein kleines Team von Hackern, die Benjamin neu in ihre Gruppe aufnimmt. Benjamin ist eigentlich ein Niemand. Ein Außenseiter, ein Loser. Nun ja, bis auf die Tatsache, dass er wohl der größte Hacker aller Zeiten ist. So schustert sich die Gruppe einen Namen und möchte allen voran eines: Die imaginäre Rangliste anführen und Eindruck beim noch viel größeren Hacker aller Zeiten, MRX, schinden. All das ist verbunden mit einigen Problemchen, viel Technomucke und erstaunlich wenig Codezeilen.

Der Film ist äußerst stylisch, schön düster, unterhaltsam und auch musikalisch sehr ansprechend. Auch die Story kann ich erhobenem Hauptes abnicken. Einzig die Geschwindigkeit, die den Film erst so unterhaltsam macht, ist zugleich sein größtes Manko. Dadurch entstehen Lücken in der Story. Fehlende Hintergründe der Hauptcharaktere lassen diese nicht am eigenen Herzen anwachsen, obgleich man es doch so gerne möchte. Dazu fehlt in Sachen Hacken schlichtweg das Hacken. Ja, hier und da werden Drähte angeschlossen und hin und wieder sieht man auch jemandem am PC sitzen. Doch in Sachen Code tut sich doch recht herzlich wenig. Auch hier fehlen die Hintergründe, die für mich interessant gewesen wären. Was genau tippen die da eigentlich? Und wenn es letztendlich nur Käse gewesen wäre, was uns die Produzenten da vorsetzen – in einem Hackerfilm will ich wissen was da läuft.

Nun ja, für einen Großteil des Feelings sind letztendlich die Schauspieler verantwortlich. Ein jeder besitzt seine wunderbaren Eigenheiten, allen voran Wotan Wilke Möhring als total durchgedrehter Motherfucker. Ja, anders kann man das nicht sagen. 🙂 Tom Schilling fand ich auf seine Art und Weise cool und verstörend zugleich und Elyas M’Barek mag zwar irgendwo den Ton angeben, doch so richtig interessiert sich dafür niemand.

„Who Am I – Kein System ist sicher“ trumpft mit einigen coolen Szenen, beispielsweise der Situation bei der NBD (ihr könnt euch denken um wen es geht) oder die schlussendliche Wendung, die den Film für dann auch als äußerst empfehlenswert herausstellte. Zusammenfassend ist „Who Am I – Kein System ist sicher“ eine durchweg gelungene deutsche Produktion, die vielleicht nicht mit der Serie „Mr. Robot“ mithalten kann, aber dennoch einen Platz in den Herzen aller Cyber-Verrückten finden sollte.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Aber logo!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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