We Are Your Friends (2015) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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DJ zu sein ist nicht leicht, das stellte 2008 bereits der Film „Berlin Calling“, mit Paul Kalkbrenner in der Hauptrolle, heraus. Nun ist Zac Efron als Cole Carter am Start und erkämpft sich als kleiner Laptop-DJ unter vielen seine Fans und Brötchen. Denn mit seinen 3 Kumpels zieht er bis dato nur durch die Clubs, um an Freigetränke zu gelangen. Das geht solange, bis er auf James Reed (Wes Bentley) trifft, DEN Top-DJ.

Party, no more

Cole Carter weiß, wie man den Feierlustigen einheizt. Doch mit den eigenen Tracks mag es noch nicht so ganz klappen. James Reed hilft ihm in dieser Hinsicht auf die Sprünge. Doch nicht nur da ebnet er Cole den Weg. Schließlich sitzt James‘ Freundin Sophie (Emily Ratajkowski) Cole schon bald auf dem Schoß. Nach und nach gerät das bis dahin aufgebaute Gerüst ins Wanken, bis wir als Zuschauer einen kleinen Stil- und Stimmungsbruch mitverfolgen, der nach der ersten farbenfrohen halben Stunde etwas fehl am Platz wirkt. Wo am Anfang noch wunderschöne Filmspielereien an der Tagesordnung waren – bestes Beispiel hierfür eine unter Drogen fantasierte Comic-Tanzszene – nimmt sich der Film in seiner zweiten Hälfte etwas zu ernst.

Von der Party rein in die Depression – „We Are Your Friends“ zeigt uns eben auch die Schattenseiten des DJ-Daseins mitsamt Alkoholexzessen, Drogenräuschen und auch den daraufhin folgenden Tod. Zudem leidet auch die Beziehungskiste zwischen Cole, seinen Freundin sowie Sophie und James. Erst am Ende – wie es sich für einen vorhersehbaren Film gehört – darf dann wieder Party gemacht werden, indem Cole auf einen Track zurückgreift, der unserem guten Paul Kalkbrenner entsprungen sein könnte.

Leben

„We Are Your Friends“ zeigt uns Leben in Reinform. Alles was man so zu sehen bekommt, kann oder wird tatsächlich so stattfinden. In dieser Hinsicht ist der Film natürlich absolut klasse. Dazu bin ich jetzt schon absoluter Fan des treibenden Soundtracks, der allerdings im Film besser kommt als ohne die dazugehörigen Szenen.

Schöner allerdings hätte ich es noch gefunden, spielte der Film einfach nur 1 1/2 Stunden Party ab. Das wäre absolut in meinem Sinne gewesen, da ich unheimlich viel Spaß mit der ersten Hälfte hatte. Doch wie das Leben nun einmal so ist, es zieht einen immer wieder zurück auf den Boden der Tatsachen.

„We Are Your Friends“ ist im Nachhinein betrachtet wirklich gelungen. Während des Geschehens – allem voran in der zweiten Hälfte – war ich mir dem nicht so sicher. Von daher mein Tipp: Film ansehen, eine Zeit lang wirken lassen und erst dann darüber reden. Viel Spaß!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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