The King’s Speech (2010) Filmkritik

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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(5 votes, average: 4,80 out of 5)

Lang rede der König! In „The King’s Speech“ mimt Colin Firth mit spürbarer Hingabe König George VI., kämpft mit der Thronfolge, dem bevorstehenden 2. Weltkrieg und einem Sprachfehler. Doch das alles scheint er mit der Hilfe eines Mannes in den Griff zu bekommen: Sprachtherapeut Lionel Logue (Geoffrey Rush).

„The King’s Speech“ ist nicht etwa die gähnend langweilige Geschichte eines x-beliebigen Monarchen, sondern die Entstehung einer weitreichenden Freundschaft, ganz im Sinne von „Ziemlich beste Freunde„. Hier prallen zwei Welten aufeinander: Der korrekte Engländer und der nicht ganz so korrekte Australier. Doch Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Und so entsteht eine Freundschaft bis zum Tod, basierend auf der wahren Begebenheit.

Ob König George VI. nun wirklich fluchen und singen musste, um das Stottern zu übergehen, sei einmal dahingestellt. Aber nach Nachforschungen meinerseits, scheint sehr viel Wahres an der Geschichte dran zu sein. Somit steigerte sich meine Begeisterung über den Film im Nachhinein sozusagen ins Unermessliche. Und das, obwohl ich vom ganzen königlichen Brimborium in England eigentlich nicht viel halte.

„The King’s Speech“ wäre allerdings ein nicht ansatzweise so gelungener Film, würden Colin Firth und Geoffrey Rush ihren Charakteren nicht derart viel Ausdruck verleihen. Es macht regelrecht Spaß beiden beim Acting zuzusehen. Man lacht mit ihnen und man fühlt mit ihnen mit. Denn wie im echten Leben gehen auch sie durch dick und dünn. Dabei ist es Colin Firth, dem die Unsicherheit durch sein Stottern regelrecht ins Gesicht geschrieben steht. Was für eine Leistung! Und last but not least wäre da noch eine äußerst wichtige Person, die den Stein erst ins Rollen bringt: Helena Bonham Carter aka Queen Elizabeth. Sie ist die wohl tougheste Königin, die ich je erlebt habe. Und dank ihrem Mundwerk das krasse Gegenstück zu Colin Firth, bzw. dem König. Wie war das noch mit dem Gegensätze ziehen sich an..?

Der Film ist so wohl durchdacht und über die gesamte Spielzeit derart stimmig, dass es beinahe schon beängstigend ist. Und obwohl er zeitlich noch vor dem 2. Weltkrieg spielt, wirkt er zuweilen so, als würde er in der Gegenwart spielen. Das Resultat ist dadurch allerdings nicht Unglaubwürdigkeit, sondern Zeitlosigkeit.

Fazit

„The King’s Speech“ ist ein wunderbarer Film mit viel (Fingerspitzen-)Gefühl und großartigen schauspielerischen Leistungen. So wie ich das sehe, wurde sowohl für die Geschichte, als auch für die Charaktere gut recherchiert, was sich von Anfang bis Ende bemerkbar macht.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ich mache mir mit meinen Aussagen zu „The King’s Speech“ ja nie wirklich Freunde, aber ich mochte den Film nicht so sehr. Rush fand ich gut und der Rest hat mich kaum berührt. Ich fand einfach, dass es keine aufregende Geschichte war, die mir da erzählt wurde. Irgendwie konnte ich mich nie so richtig in die Charaktere einfühlen…

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