The Ides of March (2011) Filmkritik

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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3,67 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Eigentlich war ich nie der große Politthriller-Fan, bis ich blind zu „The Ides of March“ gegriffen habe und mehr als begeistert war. Doch immer der Reihe nach! In „The Ides of March“ erleben wir den jungen und engagierten Stephen Meyers (Ryan Gosling), der die Wahlkampagne für den Präsidentschaftskandidaten Mike Morris (George Clooney) organisiert. Leidenschaftlich tritt er für seine politischen Ideale ein. Stephens Laufbahn zeigt steil nach oben. Auch eine Affäre mit der jungen Praktikantin Molly lässt ihn seine Ziele nicht aus den Augen verlieren. Doch sein Ehrgeiz ist zugleich auch Stephens große Schwachstelle, die ein alter Hase der Gegenseite gnadenlos ausnutzt, um ihm eine perfide Falle zu stellen. Und so sieht er sich plötzlich gezwungen zu entscheiden: zwischen Karriere und Idealen, Herz und Verstand, Sieg oder Untergang…

„The Ides of March“ ist ein insgesamt eher ruhiger Film, der durch seine Thematik, die darauf aufbauende Geschichte und seine großartigen Darsteller auf ganzer Linie überzeugen kann. Die Einführungsphase, die sich über die komplette erste Hälfte des Films zieht, zeigt uns die schöne und scheinbar heile Welt der Politik, sowie den Kampf zweier Parteien für ihren Präsidentschaftskandidaten mit all den Marketingstrategien und vollstem Körper-, bzw. Kopfeinsatz. Mit Beginn der zweiten Hälfte folgt aber der große Paukenschlag. Hinter den Fassaden bröckelt es an allen Stellen. Ryan Gosling wird der Boden unter den Füßen weggezogen. Von jetzt an scheint es so, als kämpfe jeder für sich. Wahre Absichten werden an den Tag gelegt und mit den eigenen Idealen und Überzeugungen wird ganz schnell abgerechnet. Nun zählt es nicht mehr, was man will, sondern was getan werden muss, um das Ziel zu erreichen. Hier geht man – zumindest psychisch – über Leichen.

Ryan Gosling und George Clooney, der zugleich Darsteller, Drehbuchautor und Regisseur ist, zeigen auf beeindruckende Art und Weise 2 Seiten von sich. Zu Beginn könnte man meinen, dass die beiden beste Freunde wären. Doch sobald auch nur eine Kleinigkeit schief läuft und das Ziel zu schwinden droht, schlägt man ganz schnell über die Stränge. Diese beiden Darsteller, sowie auch der großartige Philip Seymour Hoffmann, tragen diesen Film. Sie lassen uns tief in die Abgründe der menschlichen Seele blicken. Und obwohl am Ende scheinbar jeder genau das bekommt, was er will, ist niemand der Gewinner. „The Ides of March“ ist eine gelungene Charakterstudie, die einem nicht nur die Augen für die Politik öffnen soll, sondern generell an den gesunden Menschenverstand appelliert. Dass man genau dafür seinen Kopf einschalten und gänzlich auf Action oder dergleichen verzichten muss, ist nur ein geringer Preis, den man bereit sein sollte zu zahlen, um mit ganz großer Schauspielkunst belohnt zu werden.

Fazit

„The Ides of March“ ist intelligentes und großartiges Kino zum Mitdenken und -fühlen.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    😀 Geht mir genau so wie dir… und das in jeder Beziehung. Kein Fan von Polit-Filmen jeglicher Art und hellauf begeistert von dem Streifen hier. Wirklich gut!!!

  2. donpozuelo sagt:

    Dafür sind meine Archive ja da!!! 😉

    Und *schnapp und weg* ist gerade bei so guten Filmen immer die richtige Vorgehensweise! 😉

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