Street Kings Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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Frisch auferstanden aus dem roten Sessel, berichte ich hiermit über den Film „Street Kings“, der aktuell in den Kinos läuft. LAPD-Cop Tom Ludlow sind in diesem Film alle Mittel recht, um den Tod seines früheren Partners zu rächen. Quer durch Los Angeles ist er den Mördern auf der Spur und wird dabei von Captain Biggs mit Argusaugen beobachtet, der nur darauf wartet, dass Ludlow auch illegale Aktionen startet. Sein Vorgesetzter, Captain Wander, versucht ihn davor zu bewahren und stellt ihm einen jungen Cop an die Seite, doch Ludlow hat Blut geleckt …

Marmorgesicht Reeves ist zurück.

Auch in diesem Film stellt Keanu Reeves wieder unter Beweis, dass er mehr drauf hat, als nur einen Gesichtsausdruck. Hier zeigt er mindestens zwei. Allerdings passt es diesmal auch recht gut zu seiner Rolle. Dem trinkenden Cop, dauergeplagt von irgendwelchen Problemen, die dem Drehbuchautor aus der Feder entsprungen sind. Gesicht hin oder her, selbst bei Forest Whitaker wollen wir mal ein Auge zudrücken. Die Charaktere in diesem Film überzeugen alle in ihren Rollen. Keanu Reeves, wie schon erwähnt, als trinkender, sorgengeplagter Cop, der einfach nur knallhart durchgreift. Forest Whitaker, ein leicht undurchschaubarer Chef mit kleinen Macken, sowie viele weitere interessante Kollegen.

FSK18 trallalla

Endlich mal wieder ein knallharter 18er im Kino. Ja, hier sind Headshots nichts ungewöhnliches. Leichen, Blut, etc. alles dabei und von daher auch wirklich nicht für unter 18-jährige geeignet. Hier klebt der richtige Sticker am Eingang. Allerdings halten sich diese Szenen mehr zurück, als eigentlich erwartet. Der Trailer ließ vieles vermuten und auf noch mehr hoffen, doch der Film gibt sich mit relativ wenig Actionszenen zufrieden. Wenn es dann allerdings kracht, dann gewaltig. So bleibt letzten Endes mehr Platz für die Story. Nach und nach baut sich in diesem Film eine gewisse Spannung auf. Diese ist dann zwar nicht auf höchstem Niveau, hält aber bei der Stange. So frägt man sich bis kurz vor dem Ende, was da jetzt wirklich los ist in dem Film. Wer mit wem, und warum und wieso überhaupt? Das Ende ist dann by the way überraschend. Ich hatte hier etwas anderes erwartet. Was allerdings nicht heißen muss, dass es ein schlechtes Ende ist 😉

Street Kings besitzt genau das Szenario, das man von Copfilmen dieser Art gewohnt ist. Die gesamte Farbgebung des Filmes, die Musik, die Szenerie – alles weist einen sofort auf die Kategorie Copfilm hin. Die Kameraführung ist gut. In den Actionszenen verpasst man nicht zuviel. Hier wird auch einfach mal drauf gehalten. Die Schnitte sind teilweise zackig, teilweise bieten sie schöne Übergänge. Je nach Geschwindigkeit und Art der jeweiligen Szene. Hier ist alles stimmig. Zur Musik noch einmal: Diese hält sich dezent im Hintergrund. Ich könnte gerade nicht sagen, was ich da gehört habe. In anderen Filmen wird diese nicht so pflegeleicht eingesetzt wie in „Street Kings“. Ich erinnere mich hierbei gerne an den Film „Heat“, wo die Musik einen großen Teil des Filmes ausgemacht hat. Viele der Stücke findet man z. B. heute noch in Nachrichtensendungen und Co. Ich denke, dass es bei „Street Kings“ nicht der Fall sein wird.

Fazit:

Street Kings bietet gewohnte Actionkost für einen Film dieser Art. Copthriller sind und bleiben wohl immer in. Dieser Film reiht sich im oberen Mittelfeld ein. Ich hatte viel Spaß dabei, mir den Film anzusehen und mitzufiebern. An die Klasse eines „Heat“ kommt „Street Kings“ allerdings nicht annähernd. Dazu fehlt das gewisse Etwas. Trotzdem sehr nettes Popcornkino und einer der besseren Filme dieses bisher eher schwachen Kinojahres.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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