Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht Filmkritik

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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4,20 von 5 Sterne (5 Bewertung(en))

Neue und alte Helden finden sich in Episode VII, dem Erwachen der Macht, wieder. J.J. Abrams („Star Trek Into Darkness“) trat ein schweres Erbe an, als er auf dem Regiestuhl für „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ Platz nahm. Würde er George Lucas Ehre machen? Würde J.J. Abrams die Reihe zurück auf die helle Seite der Filmcharts führen? Weg von Ausrutschern wie Jar Jar Binks oder merkwürdig abgerundeten Raumschiffen? Ja, J.J. Abrams würde all das und noch mehr tun. Er kam, sah und siegte.

Alles beim Alten

Oh mein Gott, wie wohl ich mich bereits in den ersten Minuten des Films fühlte. Die allzu bekannte Laufschrift, die Star Wars-typischen Szenenwechsel, der geliebte Soundtrack von John Williams, die beeindruckend-verzaubernden Landschaftsaufnahmen und eine allzu vertraute Stimmung, die ich zuletzt in Episode IV – VI erleben durfte. Hier scheint alles an Ort und Stelle, hier scheint alles absolut perfekt.

Und dieses Gefühl des Perfektionismus lässt bis zum Abspann nicht nach. Natürlich gibt es hier und da kleinere Neuerungen, die zumeist mit dem Schauspiel der frischen Charaktere zu tun haben, doch insgeheim ist das der Star Wars Film, den die Fans verdient haben. Vielmehr noch, es ist Episode IV, nur eben neu.

Ja Moment mal, was schreibe ich denn da? Ich schreibe die Wahrheit. Episode VII hält derart an den alten Filmen fest, dass er die Story von Episode IV rücksichtslos übernommen hat – mehr möchte ich aus Spoiler-Gründen nicht darüber schreiben. Einzig neu sind die Charaktere, die – wenn wir uns ehrlich sind – den Kultcharakteren nachempfunden sind und in deren mitunter riesengroße Fußspuren treten. Parallelen ziehen sich durch den gesamten Film und hauptsächlich die zahlreichen Nebenstränge mit detailverliebten Anspielungen auf die früheren Kultfilme lenken zuweilen davon ab.

Das Erwachen der Macht

Die Macht ist stark in J.J. Abrams. Er weiß mit ihr umzugehen, setzt sie selten aber stets gezielt ein. Seine Protagonisten dürfen sowohl vertraute Kräfte benutzen, als auch neue – optisch beeindruckende – einsetzen. Mindestens genauso schön: Auch bei den Machtkämpfen findet sich die eine oder andere Hommage an Episode IV.

„Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ macht einem vieles klar: Die jungen Helden übernehmen langsam aber sicher das Ruder, während die geliebten alten Helden (nicht ohne Würde) nach und nach an Screentime verlieren. Episode VIII wird sich 2017 vermutlich weiterhin an der alten Filmreihe orientieren, von deren Ablauf aber mehr und mehr Abstand nehmen und ihren eigenen Weg gehen. Rey, Finn und Poe Dameron sind auf ihre ganz eigene Art und Weise so interessant wie sympathisch, während Adam Drivers Kylo Ren noch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Was genau in den vergangenen 30 Jahren nach dem Ende von Episode VI passiert ist, bleibt weitestgehend im Dunkeln, stört aber erstaunlicherweise kaum.

Ich mochte „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ wirklich sehr. Der Film wusste stets zu unterhalten und kopierte frech aber fröhlich von seinen Vorgängern, was im Nachhinein aber einfach nur ok ist. Hier und da ein Auge zugedrückt – J.J. Abrams, du hast das prima hinbekommen! „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ ist eine äußerst gelungene Fortsetzung, die ich gestern ganz sicher nicht zum letzten Mal gesehen habe.

Die Frage aller Fragen: Kann ich mir den Film auch ansehen, wenn ich noch keinen der vorherigen Star Wars Filme gesehen habe? Definitiv ja. J.J. Abrams webte intelligent platzierte Rückblicke bzw. Infos ein, die für Neueinsteiger ausreichend sein sollten, während Fans der Reihe mit einem Lächeln darüber hinweg sehen.

Tipp: Vor dem Kinostart noch einmal das Wichtigste aus Episode I – VI erfahren, verpackt in 9 Minuten.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Jupp… volle Zustimmung. Das mit dem Kopieren wird ja wirklich und überall erwähnt – und die einen finden es gut, die anderen finden es schlecht. Ich mochte es auch sehr, weil gerade auch die neuen Charaktere und die „neuen“ Welten so viel zum Filmvergnügen beitragen. Daisy Ridley ist einfach nur der Hammer, aber selbst so ein alter Harrison Ford hat noch einmal richtig Spaß gemacht.

    Also ich habe schon wieder Karten für morgen gekauft 😀

  1. 22. Dezember 2015

    […] (8/10) / Der Kinogänger (9/10) / ERGOThek / Filmherum (4.5/5) / Medien-Journal (9/10) / Singende […]

  2. 22. Mai 2017

    […] aus der Blogosphäre: CineKie: 8/10 Punkte ERGOThek Filmherum: 4,5/5 Punkte Filmosophie Der Filmtipp: 5/5 Punkte Der Kinogänger: 9/10 […]

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