Riddick (2013) Filmkritik

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Vin Diesel ist Riddick. Seit „Pitch Black“ ist er der schweigsame und undurchschaubare Antiheld mit dem Hang zum Töten. Im 3. Ableger der Reihe strandet er auf einem einsamen Planeten, voll mit Monstern und später auch Kopfgeldjägern. Kommt euch das bekannt vor? Sicher, der Film nimmt Anleihen am ersten Teil und lässt die wirksame Optik des zweiten Teils völlig außer Acht. Nun muss ein Schritt zurück nicht immer schlecht sein. „Pitch Black“ war Science-Fiction-Grusel in Hochform! Doch kann „Riddick“ da mithalten?

Da sehe ich rot. Ein Blick auf den Planeten und schon wird klar, dass man außer Rottönen und tiefster Nacht nicht viel zu sehen bekommen wird. Enttäuschend ist das nicht, die Effekte dafür umso mehr. Wenn ich mich recht entsinne, ist „Pitch Black“ aus dem Jahr 2000 deutlich besser gemacht. Denn wenn nun Hoverbikes über den Wüstensand rasen, hat das eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Landspeeder aus „Star Wars“ Episode 4. Es sieht nett aus, aber man weiß einfach, dass es (billig) getrickst ist. Dafür wissen allerdings die ganzen üblen Wesen auf diesem Planeten zu gefallen, die zum Teil sehr an die des ersten Films erinnern.

Riddick selbst ist so schweigsam wie eh und je und seine coolen Sprüche waren auch schon mal besser. Dennoch lebt Vin Diesel diesen Charakter nach wie vor. Schade nur, dass man etwas zuviel auf Comedy setzte. So zieht sich Riddick eine wilde Hundeart als Haustier groß oder einer der übelsten Bösewichte bekommt ständig nur auf die Fresse und ist eigentlich ein riesengroßer Angsthase. Hier hätte etwas mehr Ernsthaftigkeit nicht geschadet. Beinahe hat es den Anschein, als wollte man den Film massentauglicher gestalten, als im letztendlich gut tat.

Der Sinn und Zweck des Films erschließt sich mir nicht. Riddick strandet unfreiwillig, kämpft wieder einmal gegen Söldner und Monster, nur um dann erneut mit einem Cliffhanger auf den nächsten Teil hinzuweisen. Somit bietet der Film weder Mehrwert für die Reihe, noch ein eigenständiges Konzept, das zu überzeugen weiß.

Trotz meiner negativen Wortwahl hatte ich einigermaßen Spaß mit dem Film. Er ist vorhersehbar, teilweise schlecht gemacht und nicht wirklich gut durchdacht, aber Vin Diesel rockt als Riddick einfach gewaltig. Und sozusagen als Bonus darf man sich über ein paar nette Soft-Gore-Szenen freuen.

Fazit

Der wohl schwächste Teil der Reihe bietet keinerlei Mehrwert und wirkt von Anfang bis Ende wie ein Schnellschuss. Dennoch dürften Riddick-Fans auch hier die eine oder andere nennenswerte Szene als indirekten Erfolg verbuchen können.

Just zur Info: Gesehen habe ich den Extended Cut, der den Film um ein paar Brüste bereichert, sowie die Geschichte noch etwas mehr in die Länge zieht.

In Kauflaune? Ab dem 14. Februar 2014 könnt ihr euch die Blu-ray (Extended Cut) und DVD krallen!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. donpozuelo sagt:

    Ich fand’s auch echt schade, dass diese Necromonger-Story aus Teil 2 so schnell abgefrühstückt wurde und der Rest des Films eigentlich nur ein Remake des ersten Teils ist.

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