Project Almanac (2015) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

David ist ein schlauer Junge. Als er zum MIT zugelassen wird, freut er sich zwar, doch das erwartete Stipendium bleibt aus. Damit setzt er den Grundstein für eine etwas andere Suche nach Geld.

Sein technisches Verständnis bekam er von seinem Vater vererbt, der – so stellt sich schnell heraus – im Keller eine halbfertige Zeitmaschine versteckt hat. David und seine Freunde bauen diese nach der Anleitung seines Vaters fertig – und siehe da – die Zeitreise ist geboren. Erst sind nur Tage, dann Wochen, aber schon bald auch Jahre möglich, durch die sie (zumeist gemeinsam) reisen.

Zisch und weg

„Project Almanac“ ist in erster Linie ein Jugendfilm mit durch die Reihe weg sympathischen aber auch austauschbaren Charakteren. Und da sich dieser Zeitreisefilm irgendwie mehr – wenn auch genauso beiläufig – um Party und Liebe kümmert, vernachlässigt er die eigentliche Prämisse zum Teil doch gehörig.

Die Zeitreisen selbst sind relativ unspektakulär ausgefallen. Ein wenig Krachen hier, ein Zischen da – und schon wachen die Jugendlichen in einer anderen Zeit auf. Was erst mit Party und Spaß beginnt, endet schon bald mit dem – bei Zeitreisefans beliebten – Schmetterlingseffekt, auf den allerdings kaum bis gar nicht eingegangen wird, bzw. ist gerade er nur selten nachvollziehbar. Und allgemein erfährt man ungemein wenig über die Umstände der Zeitreisen. Alles passiert halt einfach so, irgendwie egal warum. Ich als großer Zeitreise-Fan war daher extrem enttäuscht. So wird beispielsweise nicht erklärt, warum nicht ein und dieselbe Person aus unterschiedlichen Zeiten am selben Ort sein kann, es geschieht einfach irgendetwas. Das ist so schade wie nachvollziehbar. Denn die Jugendlichen haben schließlich etwas anderes im Kopf und die Handkamera stets davor.

Found-Footage

Der Found-Footage-Stil kommt scheinbar nicht aus der Mode. Was allerdings zuletzt beim „ähnlichen“ Film „Chronicle“ ziemlich gut funktionierte, ist hier schon sehr seltsam. Denn nur selten ist nachvollziehbar, warum die Kamera an diversen Stellen überhaupt dabei sein muss, bzw. warum sie eben genau an diesem oder jenem Ort ist. Andererseits schafften es die Macher schon, Geschichte und Filmstil einigermaßen gut aufeinander abzustimmen.

Fazit

Wie schon viele vor mir muss ich eingestehen, dass der Film ungehörig viel Potential verschenkt hat. Zeitreisen sind ja schön und gut, allerdings nicht, wenn sie so beiläufig abgehandelt werden. Doch so sehr mich das oder die austauschbaren und flachen Charaktere auch gestört haben, das Ende hat mir – im Gegensatz zu zahlreichen vor mir – ganz gut gefallen.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Vielleicht.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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