Oblivion (2013) Filmkritik

Oblivion
Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
Besucher: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 3,49 von 5 Sterne bei 83 Bewertung(en)

Oblivion – Epic Fail. Ein Epic Fail wäre es definitiv, würde man sich diesen Sci-Fi-Kracher nicht ansehen! Vor, während und nach meinem Besuch der Vorpremiere ließ mich das Gefühl nicht los, als würden sich viele bewusst diesen Film mit Tom Cruise – möglicherweise aufgrund von Tom Cruise – nicht ansehen. Ich sage euch: Seht euch den Film an!

Story

Auf einer apokalyptischen Erde, die im Laufe der Zeit fast bis zur Unkenntlichkeit verwüstet wurde, wird ein Mann mit einer Vergangenheit konfrontiert, die ihn dazu ermutigt, den Kampf um die Rettung der verbliebenen Welt aufzunehmen. Es ist ein Kampf um Wiedergutmachung und Einsicht. Jack Harper (Tom Cruise) ist einer der wenigen Flugdrohnen-Monteure, die noch auf der Erde stationiert sind. Nach jahrelangen Kämpfen um lebenswichtige Ressourcen mit den furchterregenden Scavs ist Jacks Arbeit nun fast abgeschlossen. Ein Patrouillen-Flug in atemberaubenden Höhen verändert sein bisheriges Leben jedoch auf einen Schlag: In einem auf die Erde gestürzten Raumschiff entdeckt er eine wunderschöne Fremde (Olga Kurylenko). Dieser Vorfall löst eine ganze Kettenreaktion von Ereignissen aus. Plötzlich muss Jack alles in Frage stellen, was er je zu wissen glaubte. Und er muss erkennen, dass das Schicksal der ganzen Menschheit auf dem Spiel steht…

Episch

Das wohl passendste Wort für diesen Film ist „episch“. Der Grund dafür ist einfach: Der Soundtrack von M83 ist gigantisch, die Effekte sind grandios und der überraschende Storytwist ist fantastisch. „Oblivion“ ist nicht das, was man im Trailer sieht. Dieser zeigt vll. 20% der Geschichte und lässt nicht einmal annähernd erkennen, welches epische Werk einen hier erwartet. Schon wieder dieses Wort, episch. Ich muss mich dafür entschuldigen. Es ist schwierig davon loszukommen, wenngleich man sehr viel bemängeln könnte, wenn man denn wollte. So ist „Oblivion“ im Endeffekt eine großartige Zusammenfassung anderer Sci-Fi-Filme. Man hat es nämlich tatsächlich geschafft, die herausragendsten Aspekte aus all den (scheinbaren) Vorbildern herauszupicken, nur geringfügig anzupassen und letztendlich in einem neuen Licht glanzvoll zu präsentieren. Dazu gesellt sich M83’s packender Score, der sich vor allem von Daft Punk’s Score zu „Tron: Legacy“ inspirieren hat lassen. Somit wird der nimmersatte Sci-Fi-Fan sicherlich mehr als enttäuscht oder mindestens genauso fasziniert von diesem Film sein wie ich. Es kommt einfach ganz darauf an, ob man sich auf dieses sehr eigenständige Nachmach-Werk einlassen kann und/oder will. Ich sage: Lasst euch darauf ein!

Bis zum großen Storytwist, von dem ich natürlich nichts verrate, erleben wir Tom Cruise, der in erster Linie sich selbst und dann Jack Harper spielt. Für die Rolle als Weltraumheld mit Heimweh musste er sich nicht sonderlich anstrengen, überzeugt aber dennoch. Zumindest dann, wenn man Tom Cruise mag. Und auch der weitere Cast, allen voran Morgan Freeman, weiß zu gefallen. Vor allem Herrn Freeman wurden die vielversprechendsten Worte in den Mund gelegt, die man so nur aus episch anmutenden Werken kennt. Und schon wieder dieses Wort, episch. Und das, obwohl ich euch sage, dass „Oblivion“ nichts weiter ist, als die perfekte Symbiose aus den großartigsten Momenten vergangener Sci-Fi-Geschichte. Wie konnte ich nur..?

„Oblivion“ mag bei weitem nicht perfekt sein, aber er tut alles in seiner Macht stehende, um geliebt zu werden. Und ich liebe diesen Film. Ich liebe die Idee, die Umsetzung, das Zusammenspiel der Charaktere, die fantastischen Effekte, das umwerfende 4K-Bild mitsamt den detailverliebten Szenerien und Sets, die Musik – einfach alles. Ich habe mir bereits kurz nach dem Film geschworen, dass ich ihn weiterempfehlen muss, koste es was es wolle. Vermutlich verstoße ich mit meiner Sternewertung gegen jegliche Kritikerehre, was mir letztendlich aber völlig egal ist. Joseph Kosinskis Film ist episch, manchmal etwas über-episch. Aber was soll’s? „Oblivion“ unterhält von der ersten bis zur letzten Minute, lässt einen aus dem Kinosessel aufstehen und bestens gelaunt nach Hause kommen. Und ist es nicht genau das, was einen großartigen Film ausmacht?

Fazit

„Oblivion“ ist beste Unterhaltung für die Sinne und alles darüber hinaus. Der Film lebt von seinen Bildern, der packenden Geschichte und dem fantastischen Score.

© 2013 Universal Pictures International

Dominik

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6 Responses

  1. Diese Lobeshymne ist ja noch weitaus euphorischer als bei Popkulturschock! Mich hast du definitiv angefixt und ich muss mir schwer überlegen, ob es mich nicht doch einmal wieder ins Kino verschlagen sollte… Geschaut wird der Film aber auf alle Fälle (und ich mag Tom Cruise, grundsätzlich) und ich bin jetzt gespannter als zuvor – mit epischen Filmen kann ich ja tendenziell sowieso viel anfangen 😉

    • Oh ja, wenn du Cruise magst und auf epische Filme stehst, sollte Oblivion perfekt für dich sein. Und wegen der Euphorie,… Ich werde sie einfach nicht los. Ein gutes Zeichen. 🙂

      Noch ein guter Rat: unbedingt in der 4K-Auflösung ansehen. Das Bild ist der Hammer!

    • Lucas sagt:

      Kinofilme werden immer in 4k im kino gezeigt schon seid bestimmt 20 Jahren oder so ^^

  2. donpozuelo sagt:

    Ich kann deine Euphorie nachvollziehen. Es sieht wirklich grandios aus auf der großen Leinwand (und ich bin so unendlich dankbar, dass sie den Film nicht in 3D rausgebracht haben). Cruise ist toll, aber wer es mir richtig angetan hat, war Andrea Riseborough. Mit der guten Frau würde ich sofort in so ein Sky-Tower ziehen 😉

    Aber ansonsten… klar, es gibt die ein oder anderen Storylöcher, die den Film nicht ganz so perfekt aussehen lassen. Aber im Gegensatz zu „Tron: Legacy“ ist das schon ein großer Schritt weiter für Kosinski. Ich hoffe nur, dass sie jetzt nach dem Film seine Graphic Novel endlich mal veröffentlichen.

    • Das habe ich ja glatt vergessen zu erwähnen: KEIN 3D! Alleine dafür hätte ich 6/5 Sterne vergeben sollen. 😉

      Auf die Graphic Novel würde ich mich übrigens auch sehr freuen. Und ich denke, dass diese nicht lange auf sich warten lässt, sollte der Film ein Erfolg werden.

  3. mr. stone sagt:

    Story/Film (1 P):
    Was für eine Grütze. Es fällt mir wirklich sehr schwer irgendetwas Gutes über den Film zu sagen, denn im Grunde ist Oblivion in allen Belangen eine Katastrophe. Einzig und allein die Kameraarbeit ist zu gebrauchen und wirft hin und wieder ein paar sehr schöne Einstellungen ab.
    Bereits der Anfang läst Fürchterliches erahnen. Die Welt ist im Arsch und verdeutlicht wird dies mit theatralischen Kamerafahrten und pathetischer Musikuntermalung durch die trostlose Einöde, aus der weinerlich als einzige Bauten das Washington Monument und das Kapitol herausragen. Später taucht selbstverständlich auch noch die Fackel der Freiheitsstatue auf und eine typisch amerikanische Football-Anekdote darf ebenfalls nicht fehlen…

    „Na gut“ denkt man sich, bleibt sitzen und wartet… und wartet… und wartet… und wartet… bis weiterhin nichts passiert und wartet geduldig weiter. Während all dieser Warterei versucht man sich am Apple-Design der Zukunft zu erfreuen, die Star Wars-Dronen zu akzeptieren, einen Zugang zu den fürchterlich farblosen Figuren zu finden und sich vom inspirationslosen Schauspiel beeindrucken zu lassen, bis dann…

    „Wow“ der erste Twist kommt, welchen man bereits aus dem Trailer kennt. Gut, dass der Film ein zackiges Pacing hat und nicht bereits ca. eine Stunde bis dahin ins Land gestrichen ist. Man wartet also weiter, versucht der aufgesetzten Action, die lediglich dem Selbstzweck dient etwas abzugewinnen und schaut bereits zum wiederholten Male auf die Uhr, bis dann…

    „Gähn“ der nächste Twist kommt, der so überraschend wie das Mittagsprogramm auf RTL 2 ist. Also wartet man vergeblich weiter und siehe da… noch etwas Selbstzweck-Action, ein Showdown à la Independence Day und Matrix: Revolutions mit 2001 Homage, die zu diesem Zeitpunkt einer Beleidigung gleichkommt und ein Ende so aufgesetzt, unstimmig und lächerlich, dass man sich halb schlapp lachen muss, gleichzeitig aber unterschwellig von der tränendrüsigen Musik zu Mitgefühl gezwungen wird.

    Auf all die unsinnigen Kleinigkeiten, wie ein über den Wolken „schwebendes“ Haus mit Außenpool, um den es anscheinend trotz nicht zu verachtender Höhe recht warm ist, da nackig geplanscht werden kann und auf welches im weiteren Verlauf Regen prasselt, obwohl es sich über (!) den Wolken befindet, gehe ich nicht weiter ein; das würde das Review sprengen.

    Fazit: Sci-Fi-Gurke, die sich für innovativ und frisch hält, aber alles (!) aus Filmen, wie „Moon“, „Star Wars“, Independence Day“, „Wall-E“, „Matrix: Revolutions“, „2001“, „Planet Der Affen“ (Original und Remake) & „Rückkehr Zum Planet Der Affen“ klaut, in ein minimalistisches, weißes Apple-Design taucht und seine desaströs simple Story mit billigsten und unnötigen und vorhersehbaren Twists in die Länge zieht, dadurch kompliziert und anspruchsvoll erscheint, es aber nicht ist und mit aufgesetzter Action versucht zu glänzen, jedoch langweiliger kaum rüber kommen könnte.

    P.S. Wenn ich doch bloß gewartet hätte, bis der Stinker in den Videotheken zu finden ist… dann hätte er mich nur 1-2 € gekostet…
    So muss ich sagen, dass der Kellner des chinesischen Restaurants, in dem ich mit meiner Freundin zuvor gegessen habe, wesentlich unterhaltsamer war. Auch die Speisen und deren Zubereitung boten mehr Überraschungen und waren ansehnlicher, als dieses „Machwerk der Einfallslosigkeit“.

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