Merida – Legende der Highlands (2012) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
Besucher:1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
3,46 von 5 Sterne (13 Bewertung(en))

Ein kleiner, kesser Rotschopf will partout keine Prinzessin sein, sondern lieber kämpfen und jagen. Natürlich führt genau das zu jede Menge Ärger mit ihrer Mutter und dem halben Königreich, wäre da nicht ein kleiner Hexenzauber, der alles besser macht. Oder etwa doch nicht?

„Merida – Legende der Highlands“ aus dem Hause Disney/Pixar ist ein gewohnt gelungener Animationsfilm mit einer vertrauten Geschichte, die das Märchen-Einmaleins von oben nach unten abarbeitet. Anders allerdings ist das Setting: Das nordische Hochland ist perfekt eingefangen und sorgt für so manch witzige Einlage, die irgendwo anders gar nicht möglich gewesen wäre. So begeistern natürlich einmal mehr die Pixar-Animationen mit all den Bäumen, Figuren und natürlich auch Haaren. Mit Meridas roter Lockenpracht hat Pixar wieder einen kleinen Schritt nach vorne gemacht in Richtung Perfektion. Auch die diversen Charaktere an sich waren wundervoll abwechslungsreich. Vor allem der kastenförmige König hatte die besten Lacher auf seiner Seite.

Das Märchen mitsamt Hexe, viel Spaß und nordischen Eigenheiten hat mir sehr gut gefallen. Das lag vor allem an der liebevoll erzählten Geschichte und den zahlreichen Gags, die tatsächlich immer funktionierten. Aber wie schon erwähnt, störte mich eine Kleinigkeit dann doch. Märchen folgen mehr oder weniger immer dem gleichen Schema. Zwar versucht „Merida – Legende der Highlands“ genau diesem Problem etwas aus dem Weg zu gehen, so ganz funktioniert hat das aber nicht. So kenne ich bereits die Prinzessin, die keine sein will, aus anderen Geschichten und Filmen. Auch die Verwandlung der Mutter in eine Bärin gab es in ähnlich tierischer Form bereits mehrere Dutzend Mal. Andererseits war ich mit mehreren lachenden Kindern im Kino und bin mir ziemlich sicher, dass es denen pupsegal war, eine lediglich aufgewärmte Geschichte präsentiert bekommen zu haben. Somit halten wir fest: „Merida – Legende der Highlands“ ist trotz meinem Kritikpunkt aktuell ganz klar der Hit für Groß und (vor allem) Klein.

Fazit

„Merida – Legende der Highlands“ ist ein fantastisch gemachtes und extrem unterhaltsames Märchen für Jung und Alt. Das schottische Setting mitsamt all seiner Mythologie tut dem Film extrem gut und lässt beinahe darüber hinweg sehen, dass die Geschichte selbst nicht wirklich neu ist.

PS: Der Kurzfilm „Mondlicht“ vor „Merida“ ist absolut sehenswert und fast noch besser als der Film selbst. UND: Nach dem Abspann sollte man unbedingt sitzen bleiben. UUUUND: Der 3D-Effekt im Film war ok. Wie so oft nichts besonderes, aber auch nicht umsonst.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

Jetzt bei Amazon einkaufen und sparen

Das könnte dir auch gefallen!

7 Responses

  1. maloney sagt:

    Jap toller Pixarfilm im Disneyformat 😀

  2. Owley sagt:

    Ich verstehe nicht ganz. Du beklagst dich, dass ein Film, der ein Märchen sein soll, auch effektiv ein Märchen ist? 🙂 Imho unterscheidet sich der Film doch deutlich von Disney-Märchen, weil er eben so unkonventionell erzählt wird – trotz einiger Parallelen.

    „Der Kurzfilm “Mondlicht” vor “Merida” ist absolut sehenswert.“

    Für diese Vergewaltigung von Filmtiteln solltest du verprügelt werden. 🙂

    • Ich beklage mich doch nicht, dass der Film ein Märchen ist. Vielmehr prangere ich an, dass man es nicht schaffte, aus der 08/15-Märchenschiene herauszukommen.

      Vergewaltigung von Filmtiteln? Ich bitte dich. Eigentlich müsste man da die ganzen Übersetzer zu Brei schlagen. 😉

  3. donpozuelo sagt:

    Der Kurzfilm war wirklich klasse. Hat mir auch gut gefallen. Den Disney-Anteil des Films fand ich auch nicht so okay, aber immerhin erschaffen sie ja mit Merida eine Prinzessin, die sich ein klein wenig vom Märchen-08/15 unterscheidet. Sie sucht wenigstens nicht verzweifelt nach dem Prinzen, der sie retten soll. Das fand ich schon gut.

    Und ich wiederhole mich bei dem Thema nur zu gerne: Die animation war der Hammer… die Haare sind absolut krass.

  4. Ich musste meine Kritik jetzt ein klein wenig anpassen. Irgendwie kam es so rüber, als wäre „Merida“ komplett von einem anderen Märchen abgekupfert, was aber nicht der Fall ist. Ich hoffe, dass mein neuer Text das nun besser darstellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.