Kokowääh 2 (2013) Filmkritik

Filmherum:2/52 von 5 Sterne von Dominik
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Ich bin wohl einer der wenigen, denen „Kokowääh“ gefiel. Und so freute ich mich sehr darüber, auch Teil 2 sehen zu können, obwohl ich im Vorfeld sehr viel schlechtes darüber hörte. Viel gedacht habe ich mir dabei aber nicht. Schlussendlich konnten ja viele auch mit Teil 1 nichts anfangen. Tja, und nun? Jetzt gibt es ein Wort, das mir auf der Zunge liegt. Ein einziges Wort, das den Film treffend beschreibt: Unnötig.

In der Fortsetzung erleben wir immer noch die „Abenteuer“ der Darsteller aus Teil 1. Es gibt ein paar wenige Neuerungen wie beispielsweise das Baby Louis von Henry (Til Schweiger) und Katharina (Jasmin Gerat), aber sonst blieb eigentlich alles beim alten. Scheinbar hat niemand etwas aus Teil 1 gelernt, in dem doch so gerne darüber gesprochen wurde, wie wichtig Verantwortung ist. Und so durchlebt man in Teil 2 eigentlich das selbe noch einmal von vorne. Henry ist demnach immer noch der „typische Mann“ und auch sonst ziemlich dämlich, während Katharina sich immer noch/wieder über alles aufregen muss. Es wird natürlich auch wieder fremd gegangen und genauso (unnötig) über Verantwortung und Treue philosophiert, nur dass man es den Darstellern diesmal nicht mehr abkauft.

Der Film ist demnach unnötig, weil nichts essentielles geschieht. Die Geschichte wird nicht im geringsten vorangetrieben. Während Teil 1 noch auf das Kuckuckskind setzen konnte, gibt es hier spürbar keinen Aufhänger mehr. Und so wirkt der Film stellenweise verloren und (nicht zuletzt aufgrund der Laufzeit von 2 Stunden) gar langweilig, da schlichtweg kein Ziel und keine Besserung in Aussicht sind. Dazu gesellen sich Gags, die manchmal unter der Gürtellinie spielen, manchmal aber auch schlichtweg bis zum Erbrechen ausgereizt werden, Stichwort „Duschlampe“.

Um ehrlich zu sein, gäbe es noch viel mehr zu kritisieren, wie beispielsweise Schweighöfers übertriebenes Acting, aber die Aussage, dass der Film keinen Mehrwert bietet, sollte eigentlich schon reichen. Und so möchte ich auch nicht auf den Schweiger-typischen Musikeinsatz eingehen, der immer wieder laut aus den Boxen tönt, mich persönlich aber nicht so sehr störte.

Wenn ihr also Teil 1 wirklich mochtet, solltet ihr definitiv einen großen Bogen um Teil 2 machen. Zwar könnt ihr bei „Kokowääh 2“ so wie ich sicherlich das eine oder andere Mal (teils herzlich) lachen, aber schlussendlich seid ihr nach dem Abspann enttäuscht. Schade eigentlich, da Schweiger allen Unkenrufen zum Trotz auch gute Filme machen kann.

Gesehen habe ich den Film auf Blu-ray, die heute mit der DVD im Handel erschienen ist.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. Ich stimme zu und gleichzeitig nicht 😉

    Ich sage, wer den ersten mochte, wird den auch nicht grässlich finden.

    Die Sache mit der Dusch-lampe fand ich auch extrem affig (noch affiger die Idee extra im Abspann zu erwähnen), dazwischen waren aber auch richtig nette Szenen – keine grosse Literatur, aber amüsant und mehr hätte ich von dem Film auch nicht erwartet.

  2. Christian sagt:

    Mit diesem idiotischen Machwerk hat die Riege um Schweiger bewiesen, wie dämlich und unnötig sie ist (inkl Schweiger).
    Zusammenfassung:
    Patchwork funktioniert und alle lieben sich,
    eine Dusch-lampe kauft man nicht bei Türken,
    alle sind in pastell udn wohlgelaunt,
    Bootsfahrten macht man wie Huckleberry,
    und am Ende werden (in gesamteuopäischer Muslimtradition) 2 Kinder vom Vater verheiratet.
    Schweiger ist ein totaler Voll….. Finci, Gerath, Schweighöfer und alle die sonst noch dabei sind ebenfalls!

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