Jack Reacher: Kein Weg zurück (2016) Filmkritik

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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Zum noch frischen Digital-Release (09.03.2017) von „Jack Reacher: Kein Weg zurück“ gibt es nun meine persönlichen Eindrücke in Form einer Filmkritik, die, wie Jack Reacher auch, mit harten Bandagen kämpft.

Im zweiten Teil der Filmreihe gibt sich Tom Cruise erneut die Ehre als Ex-Militär, Haudrauf und Hobbydetektiv Jack Reacher. Den Buchvorlagen im Ansatz entsprechend löst er Fälle, die sonst keiner auf sich nimmt oder schlichtweg gar nicht erst mitbekommt.

Im Film geht es um eine weitreichende Verschwörung inmitten höchster Regierungskreise, Verrat, Mord und ein kleines blondes Mädchen. All diese Zutaten wirft Regisseur Edward Zwick in einen Topf, rührt einmal kräftig um und lässt daraufhin ein Gemisch aus Unterhaltung und Missmut auf die Zuschauer niederregnen. So ist der Film zuweilen sehr unterhaltsam und vorsichtig spannend, doch manchmal auch etwas unlogisch und vorhersehbar. Damit präsentiert man uns erwartungsgemäß ein Sequel, das allen voran Fans des ersten Films nicht enttäuschen wird. Mehr vom immer gleichen – die Formel geht auf.

Die Story selbst war mir persönlich nach gerade einmal 30 Minuten völlig egal. Denn wenn sich etwas in den Vordergrund drängt, dann ist das die Omnipräsenz von Tom Cruise, den zumindest ich immer wieder gerne sehe. So spielt Cruise einmal mehr sich selbst. Und als Fan frage ich mich nicht erst jetzt: Ist er nun Ethan Hunt (Mission: Impossible Reihe), Jack Reacher oder Roy Miller (Knight and Day)? Tom Cruise ist eben Tom Cruise, in seiner Reacher-Rolle nur noch etwas nachdenklicher und zurückhaltender, es sei denn er trifft auf die bösen Buben. Letztere begrüßt er mit seinen Fäusten – Abklatschen für große Jungs. Etwas enttäuschend fällt in diesem Zusammenhang der Oberschurke auf. Ähnlich unverwundbar wie Reacher treffen beide natürlich auch im Showdown wieder aufeinander. Natürlich. Natürlich. Natürlich. 🙁

Genug gemosert, schließlich hat mich der Film schlussendlich gut genug unterhalten, dass eine Empfehlung für Reacher- und Cruise-Fans nicht ausbleibt. Cobie Smulders als weiblicher Sidekick kann sich dank ihrer erfrischenden Art mit Tom Cruise messen. So bilden beide schlussendlich ein wirklich sehenswertes Gespann mit ungefährlicher Knistergarantie.

Die Action wurde gut eingefangen, ist aber nie übermäßig brutal. Generell fängt der Spannungsfaden irgendwann an aufzudröseln, schließlich ist Reacher unsterblich – das habe ich längst verstanden. Es bleibt Unterhaltung, die Gehirnschmalz erfordert und gleichzeitig aber darauf besteht, dass man nicht weiter darüber nachdenken sollte. Das soll mal einer verstehen.

Mehr zum Film

Werde ich mir den Film nochmal ansehen? Vielleicht.

Als alter Score-Fan gibt es auch noch ein paar wenige Worte dazu: Im Film funktioniert so manch ein Theme ganz hervorragend, während der Score ohne die dazugehörigen Bilder mehr auf dem Austauschbar-Gleis um Mitfahrer bittet. Zuweilen unnötig patriotisch, selten erwartet episch. Henry Jackman, das kannst du doch besser..?!

© Paramount Pictures

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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