Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels Filmkritik

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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Der Kofferraum geht auf, 2 Männer werden herausgezerrt, ein Hut fliegt davon. Einer der beiden Männer wird gegen das Auto geworfen, steht auf, setzt sich im Schattenbild den Hut auf. Es ist Harrison Ford, der Indiana Jones. Knappe 20 Jahre später ist er wieder zurück. Seit der ersten Ankündigung zu Teil 4 habe ich auf diesen Film gefiebert, gebetet, dass er so gut wird wie die ersten drei Teile. Mittwoch, den 21.05.2008 um 20 Uhr gehörte ich, wie viele andere auf dieser Welt zu den Leuten, die die offizielle Vorpremiere genießen durften. Und eins vorneweg: Ich bin begeistert!

Noch lange kein alter Hut
Trotz seinen mittlerweile 66 Jährchen macht Harrison „Indy“ Ford eine sehr gute Figur. Einem kleinen TV-Making Of habe ich entnommen, dass Harrison Ford in Indiana Jones Teil IV alle Stunts selbst gemacht hat. Und ja, da waren einige beachtliche Szenen dabei, die so manch anderer mit 66 Jahren erst mal nachmachen muss. Hier wird gelaufen, gesprungen, geklettert, gefallen, geschlagen, geworfen und gepeitscht, was das Zeug hält! Mit dabei an seiner Seite, Karen Allen aus dem ersten Teil und Shia LeBouf (Transformers, Disturbia). Vor allem bei letzterem hatte ich Angst, dass er aus diesem Indy-Teil eine Lachnummer macht. Shia LeBouf hat mich damals in Transformers sehr enttäuscht, denn dort sorgte gerade er dafür, dass der Film lediglich ein Kinderabenteuer wurde. Egal! Hier macht er seine Sache weitaus besser. Er passt sich gut in den Film mit ein und bleibt dezent im Hintergrund. Indy ist der Star – so soll es sein!

Ich hasse Schlangen!
Das wunderbare an diesem Film sind die vielen kleinen Details, die an vergangene Teile erinnern. Fans der ersten Teile werden hier ihre pure Freude haben! Auch die vielen kleinen Gags und der trockene Humor, den ich aus den ersten Teilen sehr geschätzt habe, kommen hier nicht zu kurz. Es wurde an alles gedacht. Der gesamte Aufbau des Filmes orientiert sich an den Vorgängern, alles wirkt vertraut und man fühlt sich sofort wieder zurückversetzt. Wer etwas anderes sagt, hat echt keine Ahnung. Sicherlich kann man Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels nicht mit Teil 1, 2 oder 3 gleich setzen, aber auf seine eigene Art und Weise handelt es sich hierbei um eine würdige Indy-Fortsetzung. Man muss bedenken, dass die Thematik leicht an die heutige Zeit angepasst werden musste. Ebenso einige Grundelemente des Films an sich, die sich über die Jahre hinweg entwickelt haben. Doch über diese Kleinigkeiten sieht der Fan locker hinweg. Sobald die Indy-Fanfare ertönt ist man mittendrin.

Man könnte vieles über diesen Film schreiben. Der große Unrealismus – nach kurzem Nachdenken erkennt man aber, dass die ersten drei Filme teilweise alles andere als real waren. Die Thematik – wie gesagt, angepasst an unsere Zeit und trotzdem interessant umgesetzt. Die Indiana Jones Filme waren nie dazu da, die Realität wiederzugeben. Vielmehr sind sie dazu da, Spaß zu machen. Und genau das schafft auch Teil 4.

Zumindest schwieriger als früher
Auch wenn Harrison Ford mittlerweile Opi Jones genannt werden kann, gibt er dem Film wieder seine persönliche Note. Ohne Harrison Ford wären die Indiana Jones Filme wahrscheinlich sowieso nie das geworden, was sie heute sind: Kult! Seit langer Zeit habe ich es nicht mehr erlebt, dass ich mich nach so vielen Jahren in einer Fortsetzung sofort wieder heimisch fühlte. Der Film fing an und das Indy-Fieber hat mich von Anfang an die knappen 2 Stunden über vollends gepackt. Der Film macht einfach unglaublich viel Spaß! Bei Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels handelt es sich um eine der besten Spätfortsetzungen seit langer, langer langer Zeit!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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