Hooligans 3 – Never Back Down (2013) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,75 von 5 Sterne (4 Bewertung(en))

Wer von euch erinnert sich noch an den Film „Hooligans“ aus dem Jahr 2005, in dem sich Frodo, Entschuldigung, Elijah Wood mächtig mit den gegnerischen Hooligans von Millwall kloppt? Der Film war so verstörend wie genial, vor allem aber eines: Abschreckung. Zumindest sollte er das sein. Von vielen Kids einfach nur als cool angesehen, verkam der Film etwas zum geilen Schlägerfilm, was er indirekt zwar ist, von der Message her aber nicht sein sollte.

Nun ja, gestern habe ich mir Teil 3 angesehen, betitelt „Hooligans 3 – Never Back Down“. Teil 2 habe ich nicht gesehen, und so trug ich etwas Sorge, dass ich diesen Film nicht verstehen könnte. In der Tat ist es aber so, dass Teil 3 (anscheinend) mehr an Teil 1 anknüpft und (scheinbar) Teil 2 auslässt. Da ich „Hooligans“ damals direkt zur DVD-Veröffentlichung sah, ist es schon eine ganze Zeit lang her und die Geschehnisse sind mir nicht mehr wirklich bewusst. Dennoch kamen mir einige Anspielungen in Teil 3 bekannt vor, wenngleich ich sagen muss, dass der Film auch ohne Vorkenntnisse funktioniert.

Im 3. Teil verfolgen wir die Geschichte von Danny (Scott Adkins), der vor langer Zeit aus der Westham Firm ausgestiegen ist und seinen toten Bruder rächen will. Um den Mörder seines Bruders aufzuspüren, bleibt ihm jedoch nichts anderes übrig, als wieder einzusteigen und die Schlägergruppe an die Spitze zurückzuführen.

Die Geschichte wirkt etwas aufgesetzt und dämlich, da führt nichts dran vorbei. Und allgemein kann man hier von einem klassischen B-Movie sprechen, der überraschenderweise besser ausgefallen ist, als erst gedacht. So gefallen die zahlreichen, gut eingefangenen Kämpfe, die jedoch nichts mehr mit den klassischen Kämpfen aus „Hooligans“ zu tun haben. Jetzt prügelt man sich Underground und erklimmt bei Siegen eine Leiter. Deshalb wirkt der Film weniger wie einer der von Hooligans an sich handelt, als eine Art „Fight Club“. Dennoch flüstert die Thematik leicht im Hintergrund, orientiert sich etwas mühsam am ersten Film und vernachlässigt höchstens den Aufhänger, sprich den Tod des Bruders.

Scott Adkins ist bekannt für seine Kampf-Rollen in diversen Filmen. Mir ist er zum ersten Mal in „Undisputed 2“ aufgefallen, in dem er Marmorfresse Michael Jai White ganz schön einheizt. Hier darf er ein klein wenig schauspielern, bleibt dabei aber stets auf B-Movie-Niveau und tut es damit dem Rest des Casts gleich. Und damit meine ich vor allem den übermächtigen Endgegner, der noch weniger facettenreich ist als Kristen Stewart.

Gesehen habe ich die SPIO/JK-Fassung, die mich etwas enttäuscht hat. Hier und da ein wenig Blut, Faustschläge ins Gesicht,… und dann? Ich habe schon deutlich härtere Filme ohne SPIO/JK-Freigabe gesehen, wenngleich es hier an der Thematik gelegen haben mag. Wer weiß. Jedenfalls empfand ich (mittlerweile abgehärteter Filmgucker) den Film nicht als sonderlich brutal.

Fazit

„Hooligans 3 – Never Back Down“ bemüht sich darum, an Teil 1 anzuknüpfen, ist in Wahrheit aber ein eigenständiger und durchaus gelungener Underground-Fight-Movie im Mittelfeld.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. Chris sagt:

    Überrascht mich, da dachte ich, dass wirklich ein absoluter Schund heraus kommt!:-) Würde aber viel lieber deine Kritik zum Finale von Breaking Bad lesen, hab es aber noch nicht gesehen!Zu Weihnachten werd ich die Staffel aber hoffentlich zu Weihnachten bekommen, oft genug angedeutet hab ich es bei meiner Freundin jedenfalls, dass ich die unbedingt möchte!:-D

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