Hacksaw Ridge – Die Entscheidung (2016) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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Ich habe mich gefreut. Ich habe mich wirklich gefreut, als ich mitbekommen habe, dass das Kriegsfilm-Genre doch noch nicht tot ist. Kriegsfilme habe ich mir seit jeher „gerne“ angesehen. Und schließlich gibt es zahlreiche Paradebeispiele wie „Der Soldat James Ryan“ oder „Wir waren Helden“, letzterer mit Mel Gibson. „Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“ hingegen ist von Mel Gibson. Und dass dieser Mann Filme machen kann, hat er bereits mehrfach unter Beweis gestellt. So verwundert es nicht, dass „Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“ einen äußerst sehenswerten Vertreter des Genres abgibt, sei es nun in Sachen schauspielerische Talente, allen voran Andrew Garfield, oder die Kriegsszenen an sich: Brutal, schmutzig und (natürlich) patriotisch.

Die Sache mit dem Patriotismus haben die Amerikaner ja sozusagen mit Löffel und Bajonett gefressen.
„Hacksaw Ridge – Die Entscheidung“ macht in der Hinsicht (leider) keine Ausnahme. Amerika über alles! Natürlich sind die Japaner die Bösen; doch immerhin lässt sich Mel Gibson kurz dazu herab, und wenn es auch nur für wenige Sekunden ist, auf ein Einzelschicksal eines japanischen Soldaten einzugehen – Dramatik und echte Gefühle inklusive.

Als Kriegsfilm-Veteran hat man ja so seine Erfahrungen mit dem Patriotismus. Und so schafft man es recht schnell darüber hinwegzusehen. Und siehe da: Mel Gibson liefert ein einwandfreies Kriegsfilm-Drama, dem Andrew Garfield seine ganz persönliche Note verleiht. Der Ex-Amazing-Spiderman fungiert hier als Held in schmutziger Rüstung. Als Verweigerer an der Waffe erhält er schnell den Respekt von seinen Kameraden und Vorgesetzten, den er verdient hat. Und da all die Geschehnisse im Film auf einer wahren Begebenheit beruhen, ist das hier dargestellte gleich noch einmal so einschüchternd wie erstaunlich.

Einwurf: Vince Vaughn als Sergeant Howell ist eine katastrophale Fehlbesetzung. Der Mann kann einfach nur Komödien. Punkt, Ende, aus.

Die Kriegsszenen sind so spektakulär wie ekelerregend.
Hier abgerissene Beine, dort blutige Einschüsse – Mel Gibson ist wahrlich nicht dafür bekannt, mit dem Kunstblut zu sparen. Die Szenerie ist einfach nur grauenvoll-realistisch und damit auf eine verstörende Art und Weise auch schön.

Interessant waren auch diverse Kameraden des Kriegshelden. Unter anderem der „Terminator“ Smitty Ryker, perfekt verkörpert von Luke Bracey oder auch der erst coole und nackte „Hollywood“, dem dann allerdings schnell die Puste ausgeht, sobald er erst einmal unter Beschuss steht. Doch so gut die Nebendarsteller (zum Teil) auch sein mögen, sie sind schlicht und ergreifend nur Kanonenfutter, so böse das in diesem Zusammenhang auch klingen mag. Natürlich ist genau das dem wahren Hergang geschuldet, doch hätte man diesen Umstand im Vorfeld auch gerne etwas weniger offensichtlich gestalten können.

Nun gut, was soll ich sagen? Mir hat der Film gefallen. Ich mochte die dramatische Grundnote des Films, der sich überwiegend mit der Person Desmond Doss (Andrew Garfield) befasst. Mel Gibson gibt den Genrefans genau das, was sie gerne sehen möchten und vielleicht noch mehr. Mit seiner Darstellerwahl hat er jedenfalls voll ins Schwarze getroffen.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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