Fast & Furious 7 (2015) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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Dominic Toretto (Vin Diesel) sagt, er habe keine Freunde, sondern Familie. Der Familien-Gedanke war in der „Fast & Furious“-Reihe seit jeher mehr oder weniger stark ausgeprägt, zu Beginn sehr stark, zum Ende hin immer weniger. Und mit dem vorzeitigen Ende und dem sich hier in der Kritik befindlichen Teil 7, ist Familie nichts weiter als ein Wort zwischen Knall und Fall.

„Fast & Furious 7“ knüpft nahtlos an Teil 6 an, sowohl die Geschichte, als auch die – spätestens seit dem Vorgänger – physikalisch unmögliche Action. So liegt nun also Owen Shaw im Krankenhaus und sein älterer Bruder, Deckard Shaw (Jason Statham), will sich an Familie Toretto rächen, da seiner eigenen Familie weh getan wurde. Ein Glück, dass Deckard eine Art Superkiller ist, ähnlich unzerstörbar wie Dominic Toretto und Hobbs (Dwayne Johnson). Fortan jagt also Deckard die Crew, während diese wiederum einem Computerbauteil hinterher jagt, mit dem man mehr überwachen kann, als es die NSA je für möglich hielte.

Die Geschichte wirkt im Film so löchrig wie sie sich hier liest. Sie darf als notwendiger aber baufälliger Sockel eines sich zum Umfallen neigenden Actionturms gesehen werden. Zwar wusste man geschickt auf Geschehnisse aus den Vorgängern einzugehen und diese sogar Bildlich noch einmal so bekannt wie markant einzufangen, aber selbst die ganzen neuen und alten Querverweise täuschen nicht über einen eigentlich unnötigen Film hinweg. Denn wie oft habe ich die Familie nun schon sagen hören, „nur noch ein letztes Mal“…

Dieses aktuell letzte Mal ist natürlich geprägt durch Paul Walkers Tod. Er verstarb während der Dreharbeiten und noch nicht vollendete Szenen konnten Dank Aufnahmen mit seinen beiden Brüdern letztendlich abgeschlossen werden. Und so verwundert es auch nicht, dass ein so schönes wie trauriges Ende einzig und allein ihm gewidmet ist, womit sich vor allem Vin Diesel für alle Zeit von seinem wahren Freund und Bruder im Geiste verabschiedet.

Fliegende Autos soweit das Auge reicht. Die glänzenden Prollschlitten setzen Punktlandungen zu jeder Zeit, ob nun mit oder ohne Fallschirm. Mehr computergenerierte und damit zweifelhaft reale Action ist zum jetzigen Stand der Technik und Naturgesetze schlichtweg nicht möglich. Und so hilft beim Ansehen des Films nur eines: Nimm es wie ein Mann (oder eine relativ männliche Frau) und vergiss alles, was du im Physikunterricht gelernt hast. „Fast & Furious“ kann sich selbst scheinbar nur noch übertreffen, indem er von mal zu mal unrealistischer wird. Wirklich spektakulär ist da eigentlich nur noch die Spannung am Ende, wenn man Paul Walkers Abschiedsfight verfolgt und hofft, dass man ihn nicht auch im Film sterben lässt.

„Fast & Furious 7“ ist Käse hoch 7, aber nichts desto trotz unterhaltsamer Käse und für mich eine viertel Meile besser als der zuvor unrealistischste Teil der Serie, sprich Nummer 6.

Würde ich mir den Film noch einmal ansehen? Ja.

© 2015 Universal Pictures International

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Jupp… das mit dem Käse hoch 7 stimmt. Und es stimmt auch, dass es trotzdem verdammt unterhaltsam ist. Sind wir mal wieder einer Meinung 😀

  2. donpozuelo sagt:

    Schmerzlich! Aber vielleicht werde ich es überleben 😀

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