End of Watch (2012) Filmkritik

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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(6 votes, average: 3,50 out of 5)

Officer Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) und sein Partner Mike Zavala (Michael Peña) sind Streifen-Cops im Hexenkessel von South Central Los Angeles. Bandenkriege, Verfolgungsjagden und Schießereien gehören für sie zum Alltag. Jede neue Schicht könnte auch die letzte sein. Als sie eher zufällig einen Drogenkurier festnehmen und dadurch ein größeres Depot ausheben, kommen sie einem mexikanischen Kartell in die Quere. Die Drogenbosse wollen Taylor und Zavala so schnell wie möglich loswerden und alles läuft auf eine blutige Konfrontation hinaus…

Wer hätte je gedacht, dass Jake Gyllenhaal und Michael Peña als knallharte Cops, bzw. überhaupt als Gespann, überzeugen könnten? Ich nicht. Zumindest solange nicht, bis ich den Film gesehen hatte. Danach stand für mich fest, dass die Jungs gut sind. Sehr gut sogar. Sehr gut darin, ein paar überhebliche Kindsköpfe darzustellen. Helden, die irgendwann feststellen müssen, dass aus ein bisschen Cop-Spielen ganz schnell bitterer Ernst wird.

Jake Gyllenhaal verpasste sich mitsamt der Glatze das passende Image des scheinbar furchtlosen Adrenalinjunkies. Michael Peñas Figur hingegen wirkt etwas reifer, wenngleich genauso unbesiegbar. In „End of Watch“ ist es dem Cop-Film-Fan vergönnt, hautnah beim Polizistenalltag dabei zu sein. Packende Kameraperspektiven, Erzählungen aus der Ich-Perspektive und das authentische Auftreten beider Darsteller macht das möglich. Und hat man den sehr atmosphärischen und dichten Film bis zum überragenden Ende verfolgt, bleibt keine Möglichkeit zu behaupten, dass auch nur eine Szene erfunden sein könnte. Sämtliche Fälle scheinen direkt aus dem Leben gegriffen und wirken dadurch real und bedrohlich.

„End of Watch“ ist trotz – oder gerade wegen – eines gewissen Fun-Faktors die wohl beste Cop-Doku in Spielfilmform, die ich seit langem sehen durfte. Der Film ist emotional, dramatisch, packend und actionreich. Einige gut inszenierte Schießereien und Handgreiflichkeiten enden nicht selten sehr blutig, womit man dem teils erschreckenden Realismus noch mehr Rückenwind bietet.

Ich kann und will an diesem Film nichts aussetzen. Denn bereits ab der ersten Minute, wenn Officer Brian Taylor (Jake Gyllenhaal) während einer Verfolgungsjagd erzählt, warum und wie er diesen Job macht, hat mich der Film in seinen Bann gezogen. Und ob er nun GTA-Fantasien befriedigt oder Amerikas Polizistenalltag beängstigend realistisch darstellt, „End of Watch“ ist einer der großartigsten Buddy-Cop-Filme DIESER Zeit.

Fazit

Der Cop-Film.

Die Blu-ray & die DVD erscheinen am 11. April 2013!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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