Edge Of Tomorrow (2014) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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(2 votes, average: 4,50 out of 5)

Und täglich grüßt Tom Cruise. Edge Of Tomorrow macht auf „Und täglich grüßt das Murmeltier“, nur mit etwas mehr Action und grandiosen Effekten.

In einer nicht allzu fernen Zukunft besetzen einmal mehr Aliens die Erde. Und wie so oft ist London der einzige noch freie Zufluchtsort, an dem sich eine technisch aufgerüstete Armee zum Gegenschlag bereit macht. Tom Cruise aka Cage landet ohne Kampfausbildung in Einheit „J“, begleitet diese unfreiwillig an den französischen Strand und damit mitten ins Gefecht, nur um kurz darauf zu sterben. Er stirbt allerdings nicht wirklich, sondern wacht immer wieder im Camp vor dem großen Angriff auf. So stirbt er zwar jedes Mal wieder, kommt aber immer ein Stück weiter, lernt dazu und erfährt natürlich mehr darüber, wieso er jedes Mal aufs Neue lebt.

Wie bereits erwähnt, sind sich „Und täglich grüßt das Murmeltier“ und „Edge of Tomorrow“ nicht ganz unähnlich, so seltsam das auch klingen mag. Der sich immer und immer wieder wiederholende Tag, einiges an Slapstick, die kurze Verzweiflung seitens Cage und letztendlich seine Hingabe zum Geschehen – Parallelen sind deutlich erkennbar. Und doch ist „Edge of Tomorrow“ mehr als nur eigenständig, nicht nur der aufregenden Aliens wegen. Die sogenannten Mimics sind eine Mischung aus Tintenfisch und Technodroge. Seltsam, warum man immer wieder auf das Tintenfischprinzip bei Aliens baut, findet ihr nicht auch? Aber wie auch immer, die Effektschmiede setzte die bösartigen Tierchen wirklich großartig in Szene. Dazu kommen die gut bewaffneten Kampfanzüge, mit denen sich im späteren Verlauf Mimics nicht nur abballern, sondern auch mühelos erschlagen lassen.

Tom Cruise ist einmal mehr Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, wird durch Emily Blunt als knallharte Kriegerbraut allerdings bestens unter- und gestützt. Das Pärchen harmoniert anständig, wobei man zu jeder Zeit merkt, dass der Fokus nicht auf einer Art Beziehungskiste liegt. Vielmehr geht es um den Lehrer (Blunt), der schon bald von seinem Schüler (Cruise) gerettet wird. Seine Wandlung vom bemitleidenswerten Würstchen hin zur Kampfmaschine ist aufgrund der ewigen Wiederholungen so nachvollziehbar wie vorhersehbar.

Die Zeitreisekomponente bringt zahlreiche amüsante Szenen mit sich, die ich bereits in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ zu schätzen wusste. So nutzt Cage Bekanntes auch gerne mal um es schlichtweg auszunutzen. Und ein beim ersten Mal noch misslungener Stunt lässt sich beim zweiten oder dritten Mal doch gleich präziser und weniger tödlich ausführen. So gibt es einiges zu lachen, vor allem aber auch vieles zu staunen. Weiterer Pluspunkt: Zum Ende hin zieht die Spannung bis zu einem gewissen Punkt noch einmal gehörig an. Doch gerade diesen einen Punkt möchte ich als Kritiker noch ankreiden. Es handelt sich um ein für Hollywood typisches Ende, ohne das der normale Kinobesucher wohl enttäuscht den Saal verlassen hätte.

Fazit

„Edge of Tomorrow“ ist amüsant, actionreich und extrem gut gemacht. Auch dieser „Zeitreisefilm“ bringt einige Logiklöcher mit sich, macht diese allerdings durch beste Unterhaltung spielend wieder wett.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ich habe den gestern gesehen und fand ihn auch sehr amüsant. Hat mir wirklich gut gefallen. Und das Design der Aliens fand ich auch mal ganz erfrischend. Einer der Produzenten hat im Interview erzählt, dass die sich für die Viecher angeguckt haben, wie sich Kristalle bilden und formen. Daran haben sie sich dann wohl irgendwie orientiert und die Viecher kreiert.

    Auf jeden Fall schöne Sci-Fi-Kost.

  2. Friendly sagt:

    Das war mal wieder ein richtig schöner Hardcore-Science-Fiction-Film! Hier wumsen die Kanonen, rattern die Maschinengewehre! Eine zarte Liebesgeschichte zu einer wehrhaften Heldin (Ich will auch einen Totenkopf auf dem Helm!) ist auch dabei, heldenhafter Einsatz der Sidekicks (die dann auch zuverlässig sterben… alles drin. Am Schönsten ist es aber (und da wiederhole ich mich gerne) Tom Cruise so oft und so phantasievoll sterben zu sehen.

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