Die zwei Gesichter des Januars (2014) Filmkritik

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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Titel vs. Story. Erst nach längerem Forschen ergab sich die Erkenntnis, dass der Titel indirekt tatsächlich etwas mit dem Geschehen des Films zu tun hat. Januar soll sich demnach auf Janus, den doppelköpfigen römischen Gott beziehen. Was genau der dann allerdings mit unseren Protagonisten zu tun hat,…

Im Film beherrschen Viggo Mortensen, Kirsten Dunst und Oscar Isaac die altgriechische Szenerie. Das Schauspiel ist in diesem kleinen Verschwörungsdrama durchaus ansehnlich, wäre der Film an sich nicht zu langatmig ausgefallen. Die Geschichte um das flüchtende Ehepaar und einen schuldbeladenen Lakaien, der keiner sein möchte, basiert auf einem Roman aus dem Jahre 1962. Gleichermaßen verzückt und entsetzt merkt man dem Film seine staubbehaftete Vorlage an.

Die zwei Gesichter des Januars möchte so vieles sein, ist allerdings deutlich weniger als erwartet. Das Schauspiel wird zu beinahe jedem Wimpernschlag ausgebremst. Das Drehbuch ist merklich daran schuld. Selten kommt Fahrt auf, wenngleich dies auch gar nicht gewünscht ist. Andererseits hätte etwas mehr „drive“ dem (Film-)Geschehen zu keiner Sekunde geschadet. Denn richtig spannend wird es erst, wenn ein jeder vor den Verfolgern flüchten möchte und sich, der Paranoia verfallen, im Sekundentakt über die Schulter schaut. Schade, dass ich mich hiermit auf die letzten 15 Minuten beziehen musste.

Die Schauspieler sind gut gewählt, übertreiben in ihrem Wirken aber hin und wieder, allen voran der eigentlich großartige Viggo Mortensen. Die Szenerie ist schön, aber selten ausladend eingefangen. Die Kostüme überzeugen und der Streicher-Soundtrack fügt sich stimmig ins Geschehen ein. Doch ein paar positive Punkte ergeben noch keinen guten Film. Es krankt an allen Ecken und Enden, wenngleich die Langatmigkeit doch der größte Kritikpunkt ist, gestützt von unüberwindbaren Pfeilern, die sich da nennen, Vorhersehbarkeit und fehlende Harmonie. Ich wurde tatsächlich das Gefühl nicht los, dass jeder Darsteller für sich weitestgehend zu überzeugen wusste, aber im Zusammenspiel dann eine Harmonie beinahe gänzlich ausblieb. Und so verwundert es dann auch nicht, dass Mitgefühl meinerseits nur selten aufkam.

Die zwei Gesichter des Januars konnte mich leider in keinster Weise vollends überzeugen. Gute Ansätze waren stets zu finden, entwickelten sich aber selten bis nie zu einem überzeugenden Gesamtwerk. Und so tristet Die zwei Gesichter des Januars ein geselliges Dasein inmitten des mittlerweile unüberschaubaren Film-Mittelmaßes.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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