Die Entdeckung der Unendlichkeit (2014) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
Besucher:1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
3,50 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Stephen Hawking, das ist doch der, der die Zeit erfunden hat? Ja, ein eher mäßiger Witz, der aber dennoch gut zum Film passt. Denn dieser handelt von eben diesem Mann und seinen Schicksalsjahren von einem kräftigen, jungen Mann hin zu dem Genie, das wir heute alle nur im Rollstuhl kennen. Ein Genie, das war Stephen Hawking schon immer. Umso trauriger also, dass diesem genialen Geist etwas derartiges widerfahren musste.

Oscar

Eddie Redmayne wurde für seine Darbietung als Hawking im Film mit einem Oscar belohnt, und das zurecht. Seine Leistung ist so großartig wie ergreifend, womit wir beim großen Punkt des Films angekommen wären: Redmayne und seine Schauspielkollegen schufen ein derart dichtes Werk, dass man aus dem Staunen, traurig und gleichermaßen verzaubert sein gar nicht mehr herauskommt. Nein, viel schlimmer noch, „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ machte mich stellenweise unglaublich depressiv und ist damit keine leichte Kost für vergnügliche Stunden, obgleich er auch einige gut sitzende Lacher zu bieten hat.

Familiendrama

In erster Linie konzentriert sich der Film natürlich auf das Schicksal Hawkings, das eng mit seiner ersten Frau verbunden ist, die ihm anfangs noch stark zur Seite steht. Doch ihre Kraft gerät nach und nach ins Wanken, sodass auch sie kaum mehr Halt für Hawking bieten kann, der währenddessen aber mit all seiner Kraft in die Weiten seines Geistes zu entfliehen versucht.

Diese Familiengeschichte nimmt einen derart hohen Stellenwert im Film ein, sodass seine Ideen, Forschungen und Gedanken für mich persönlich zu sehr in den Hintergrund gerückt wurden. Das war für mich besonders schade und eigentlich möchte ich euch hiermit nur schnell vorwarnen, nicht, dass eure Erwartungen letztendlich auch nicht erfüllt werden können.

Fazit

„Die Entdeckung der Unendlichkeit“ trägt sich selbst durch die darstellerischen Leistungen, allen voran die Eddie Redmaynes. Und dieser junge Mann ist es, der gleichermaßen zu verzaubern und bedrücken weiß, sodass man am Ende des Films mit hängendem Kopf noch immer vergebens auf eine gute Portion Wissenschaft wartet.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Nein.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

Jetzt bei Amazon einkaufen und sparen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.