Das gibt Ärger (2012) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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4,00 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Was bringt 2 beste Freunde auseinander? Natürlich eine Frau. So ergeht es auch den CIA-Agenten FDR (Chris Pine) und Tuck (Tom Hardy), die scheinbar den ganzen Tag nichts besseres zu haben, als sich gegenseitig auszuspionieren, wie es mit Lauren Scott (Reese Witherspoon) vorangeht.

„Das gibt Ärger“ ging im Kino ziemlich unter. Das mag jetzt am verrufenen Regisseur McG liegen, schlechten Marketing-Maßnahmen oder einer ungünstigen Planetenkonstellation. Ich finde es extrem schade, dass dem Film nicht mehr Beachtung geschenkt wurde, denn er hätte es wirklich verdient! Das liegt vor allem daran, dass „Das gibt Ärger“ völliger Nonsens ist, der aber unglaublich viel Spaß macht. Es gibt wahnsinnig viel zu lachen, Gags, die eigentlich immer zünden, und vor allem natürlich gut aufgelegte Hauptdarsteller. Wenn man jetzt einmal außer Acht lässt, dass der Film bewusst überzogen ist und die Gangster-Story in den hintersten Hintergrund rückt, dann, aber nur dann, wird man den Film mögen oder gar lieben. Ich vergleiche ihn gerne mit „Knight and Day„, der ebenfalls Agentenfieber, Lovestory und vor allem lächerlich überzogene Szenen bietet, dahingegen aber mit seinen sympathischen Hauptdarstellern zu begeistern weiß.

Agentastisch

Chris Pine spielt den Frauenhelden so, als wäre er das auch im echten Leben. Schwer zu glauben, mit seinen buschigen Augenbrauen und den winzigen T-Rex-Händen (Gag aus dem Film). Tom Hardy hingegen hat irgendwie die Depperl-Rolle erwischt. Klar ist er cool, ein Draufgänger und auch romantisch veranlagt. Aber im Gegensatz zu Pine muss er oft gewaltig einstecken. Reese Witherspoon hat mich überrascht. Ich bin nun wirklich kein Fan von ihr, aber diese Rolle passt wie Arsch auf Eimer. Auch ihre Freundin im Film, gespielt von Chelsea Handler, ist mit ihrer versauten Art einfach nur herrlich anzusehen. Til Schweiger als Karl Heinrich tut das, was er kann: Ein bisschen grimmig schauen und kaum auftauchen. Der zusammengewürfelte Haufen ergibt ein stimmiges Gesamtbild und trägt damit maßgeblich zu einer höheren Wertung bei.

Mal so, mal so. Was denn nun?

„Das gibt Ärger“ könnte man ankreiden, dass er sich zu sehr auf die Lovestory konzentriert und das Ende absolut vorhersehbar ist. Irgendwie möchte der Film aber nicht nur ein Kuschelabenteuer sein. Der Beinahe-Hauptplot rückt zu sehr in den Hintergrund und wird erst am Ende wieder aufgewärmt.

Man darf keinen reinrassigen Agentenfilm erwarten. Eher eine Liebes-Komödie mit Actioneinlagen. Ob jetzt beim Drehbuch geschlampt wurde, oder man bewusst nur auf die Liebeskiste setzte, darum kann man sich streiten. Wenn man aber kein Problem damit hat, steht einem vergnüglichen Filmabend nichts im Wege!

Fazit

Bestes Popcornkino mit Schauspielern, die nicht an ihre Grenzen gehen, aber den Spaß an der Arbeit in den Vordergrund stellen. „Das gibt Ärger“ ist sehr witzig und dadurch absolut sehenswert.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Freut mich, dass er dir auch so gefallen hat wie mir. Und ja, es ist wirklich schade, dass der Film nicht mehr Beachtung gefunden hat. Hätte er durchaus verdient.

    BTW: Bei mir wartet ein Stöckchen auf dich!!! 😉 (http://goingtothemovies.wordpress.com/2012/03/23/funf-fragen/)

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