Das Bourne Vermächtnis (2012) Filmkritik

Das Bourne Vermächtnis
Filmherum:
3.5/5
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    5 Bewertung(en)

Jason Bourne mach(t) Platz, hier kommt Aaron Cross! So zumindest sieht es die Produktionsfirma. Doch wie sieht es mit dem Bourne-Feeling aus? Ist das überhaupt noch möglich ohne Matt Damon? Ich für meinen Teil habe ich mich äußerst schwer getan, war letztendlich aber doch zufrieden.

“Das Bourne Vermächtnis” setzt da an, wo die Trilogie mit Matt Damon endete. Das Nachfolgeprogramm, genannt Outcome, soll nach dem Bourne-Debakel kurzerhand beendet werden. Dumm nur, dass CIA-Agent Byer (Edward Norton) nicht mit Aaron Cross (Jeremy Renner) gerechnet hat, der zu einem zweiten Bourne heranwächst. Frisch aus der Ausbildung, ist er der letzte Überlebende dieses Programms und hat scheinbar nur eines im Sinn: Rache!

Die Bourne-Filme lebten geradezu von Matt Damon. Ich erinnere mich noch genau, als ich 2002 “Die Bourne Identität” im Kino sah. Was vorher nach Bond-Abklatsch roch, manifestierte sich schnell als äußerst eigenständig. Die Story war gut, Matt Damon großartig und die Action, mit Ausnahme der Wackelkamera, mehr als nur gelungen. Heute beweist ein anderer sein Talent für harte und schnelle Kämpfe: Jeremy Renner, ein Actionheld der jüngsten Generation. Doch anders als in “The Avengers” gibt er hier die alles hinterfragenden Kampfmaschine mit Gewissen. Genau wie Jason Bourne ist auch Aaron Cross der sogenannte Fehler in der Matrix. Schlecht für das Programm und die Ziele, gut für den Zuschauer. Denn so erhält man einen ansatzweise würdigen Damon-Ersatz, dem es allerdings leicht an Individualität fehlt.

Der Bezug zu den Vorgänger-Filmen ist gelungen, wirkt aber dennoch leicht erzwungen und damit konstruiert. Alles sieht nach Geldmacherei aus, da man mit dem Wörtchen “Bourne” im Titel ja immer noch genug Leute ins Kino locken kann. Die Rechnung ging auf, allerdings nicht auf Kosten der Qualität. “Das Bourne Vermächtnis” ist nämlich ein grundsolider Actionfilm mit einem Hauch – nein, einem etwas stärkeren Lüftchen – an Bourne-Feeling. Jeremy Renner spielt toll und stellt einmal mehr sein Können als Actionheld unter Beweis. Und auch alle anderen Darsteller wissen zu gefallen, wenngleich ihre Charaktere doch äußerst flach bleiben. Und der Film an sich? Etwas sinnfrei, stellenweise unlogisch und eigentlich unnötig, aber immerhin sehenswert.

Fazit

Nach längerem Nachdenken gefiel mir “Das Bourne Vermächtnis”. Man sollte ihn allerdings als relativ eigenständigen Film betrachten und nicht als Sequel zu den deutlich sehenswerteren Filmen mit Matt Damon. Was bleibt ist ein Actioner mit fragwürdiger Geschichte und einem – wieder mal – verdammt coolen Jeremy Renner.

PS: Ein 2. Teil mit Jeremy Renner kommt!

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Preis: EUR 7,99

Filminfos:

  • Regisseur: Tony Gilroy
  • Genre: Action | Adventure | Mystery | Thriller
  • Premierendatum: 13.09.2013
  • Altersfreigabe: ab 12
  • Laufzeit: 135 Minuten
  • Deutscher Titel: Das Bourne Vermächtnis
  • Originaltitel: he Bourne Legacy

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1 Kommentar

  1. Jack 31. August 2013

    Also ich weiß ja nicht. Mir hat die Bourne-Reihe gefallen auch wenn ich mittlerweile feststellen musste, dass die Story in den Büchern um einiges besser ist, aber Das Bourne Vermächtnis fand ich geradezu langweilig.
    Sie sollen lieber wieder einen Teil mit Matt Damon machen. Oder die Serie auch einfach ruhen lassen, immerhin hätte sie kein Sequel gebraucht.

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