Codename U.N.C.L.E. (2015) Filmkritik

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Die frühen 60er, Spione, Atombedrohung… also alles wie immer. In „Codename U.N.C.L.E.“ hetzt Kultregisseur Guy Ritchie zwei Spione aufeinander, die fortan gemeinsam gegen das Böse vorgehen müssen. Daraus resultierend: Kulturübergreifender Wortwitz, sehenswerte Action und vor allem schönste 60s-Atmosphäre.

„Codename U.N.C.L.E.“ hatte es zum Kinostart nicht leicht – der Film ging an den Kassen unter. Zu Unrecht? Mir gefiel der Film ziemlich gut, auch wenn er mit der einen oder anderen (marginalen) Länge zu kämpfen hatte. Doch wie schon erwähnt, die Optik machte vieles wieder wett. Auch das Dauergestichel zwischen dem amerikanischen Spion Napoleon Solo (Henry Cavill) und dem russischen Genossen Illya Kuryakin (Armie Hammer) sorgte für beste Unterhaltung.

Cowboy vs. Genosse

„Codename U.N.C.L.E.“ basiert auf der Serie „Solo für O.N.C.E.L.“, die zwischen 1964 und 1968 im Fernsehen lief. Soviel nur am Rande, da ich selbst die Serie nicht kenne. Der Film scheint allerdings auch ohne Vorkenntnisse sehr gut zu funktionieren, ggf. sogar noch besser. Denn so geht man relativ unbelastet an all die Charaktere, die es scheinbar schon in der Serie zu bejubeln gab.

Überraschenderweise gibt der „Lone Ranger“ Armie Hammer den russischen Spion Illya Kuryakin besser als erst erwartet. Man kauft ihm seine Rolle bis hin zum letzten Fausthieb ab. Henry Cavill hingegen trumpft mit Gelassenheit – und das ist wunderbar anzusehen. Daraus resultiert schließlich dieses Bud Spencer/Terrence Hill Feeling, das ich bis heute so gerne mag.

Weil einfach einfach einfach ist

Die Geschichte, in die sich die beiden verstricken, ist eigentlich ziemlich simpel gestrickt. Dennoch überlädt Guy Ritchie so manch eine Szene mit Informationsüberfluss, der allerdings nur auf den ersten Blick undurchschaubar scheint.

Es geht um gut gegen böse, Russland gegen Amerika, Schurke gegen die Welt. Damit wird uns im Endeffekt ein facettenreiches James Bond Abenteuer geboten, nur eben mit zwei Hauptdarstellern anstatt einem. „Codename U.N.C.L.E.“ ist erstaunlich leicht verdaubar und damit auch erstaunlich schnell wieder vergessen. Natürlich macht der Film Spaß, doch so richtig hängen will nach dem Abstand nichts bleiben.

Fazit

„Codename U.N.C.L.E.“ ist eine äußerst unterhaltsame Spionage-Komödie inmitten der 60er mit zwei bestens aufgelegten Hauptdarstellern, einem zielsicheren Soundtrack und wenigen aber sehenswerten Actionszenen. „Codename U.N.C.L.E.“ ist allerdings auch ein Durchzugskandidat: So schnell wie sich die zwei Stunden Laufzeit in den Kopf wippen, so schnell sind sie auch wieder vergessen.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. Die Längen haben mir auch gestört. Ritchie verzettelt sich nach einem starken Start. Ab ungefähr der Hälfte verliert sich die Story in Belanglosigkeiten. Die Bombe ist plötzlich überhaupt kein Thema mehr stattdessen wird die machthungrige Klischee-Bösewicht-Blondine und ihre Pläne portraitiert ohne Neues zu verraten. Die actiongeladenen Kampfszenen, besonders gegen Filmende, sind teilweise zu schnell geschnitten.

    (Meine Kritik zum Film gibt’s beim Klick auf meinen Namen zu sehen.)

  2. Julia sagt:

    Ich fand den Film ganz gut, besonders wegen den drei Hauptcharakteren. Schade dass es höchstwahrscheinlich keine Fortsetzung geben wird.

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