Bodyguard (1992) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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3,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Muss ich mich jetzt schämen? Gestern habe ich mir mal wieder einen meiner Lieblingsfilme angesehen. „Bodyguard“ mit Kevin Costner und Whitney Houston. (Natürlich ganz ohne Hintergedanken, die Besucherzahlen in astronomische Höhen schnellen zu lassen aufgrund des kürzlichen Todes von Whitney Houston.)

20 Jahre ist dieser Schinken nun alt, 129 Überlänge-Minuten schwer und von Kuschelatmosphäre nur so geprägt. Warum also mag ich diesen Film? Zuerst einmal finde ich, dass „Bodyguard“ auch heute noch absolut sehenswert ist. Die Kameraeinstellungen passen und es kommt nur selten Retrofeeling auf, sodass der Film auch gut in der jetzigen Zeit spielen könnte. Costner und Houston geben schauspielerisch alles. Vor allem Costners Leistung als geprägter Bodyguard ist hervorragend. Der Soundtrack ist eine Bombe. Die Songs von Whitney Houston sind zeitlos und der Score ist einprägsam und unvergesslich. Die Liebesgeschichte zwischen dem Beschützer und seiner Klientin wirkt nicht aufgesetzt. Natürlich weichen Actionszenen viel Gefühlstrara, überzeugen dann aber trotz ihres spärlichen Einsatzes. Dabei denke ich an den Kampf zwischen dem Bodyguard und Tony in der Küche oder dem Hechtsprung aus dem Fenster. Einfach, aber genial.

Trotz aller Lobgesänge ist der Film natürlich nicht perfekt. Viele werden ihn gerade wegen der ausufernden Liebesgeschichte hassen. Man muss mit dem Wissen an den Film herangehen, dass es sich um eine Romanze mit einem Hauch Thriller und einer Prise Action handelt. Alles andere wäre gelogen.

Und ein letztes Mal zurück zum Positiven. „Bodyguard“ beinhaltet unzählige Oneliner, die sich sofort einbrennen und zudem im Filmbusiness ständig wieder aufgegriffen werden. Ein gutes Beispiel ist folgende Konversation zwischen einer Frau und dem Bodyguard:

Frau: „Ich beobachte Sie schon den ganzen Abend von da drüben.“
Bodyguard: „Dann gehen Sie wieder da rüber und beobachten weiter.“

Fazit

„Bodyguard“ hat eigentlich alles, was einen guten Film ausmacht. Eine interessante (Liebes-)Geschichte, großartige Hauptdarsteller, einen unvergesslichen Soundtrack, Witz, Action, coole Sprüche und eine mitreißende Atmosphäre. Ich verstehe nicht, warum er international so schlecht wegkommt.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. Tina sagt:

    Hey,

    ich liebe diesen Film. Sicherlich ist er mit ein wenig Kitsch verbunden, aber was soll´s. Er ist immer wieder sehenswert und die Story ist, auch nach unzähligem Sehen, immer noch sehenswert. Außerdem ist die Stimme von Whitney Houston unschlagbar.

  2. donpozuelo sagt:

    Ich habe den Film auch schon rezensiert, aber ziemlich schnell eine „Ausrede“ gefunden. Bodyguard Costner zitiert so gerne aus einem meiner Lieblingsfilme – Kurosawas „Yojimbo“. Von daher konnte ich den Film ohne Sorgen gucken. Aber er ist auch so noch recht sehenswert.

  3. Marco sagt:

    Ich verstehe auch die ganze Aufregung nicht! Gestern erst habe ich mit Schrecken feststellen müssen, dass der Film für 7(!) Goldene Himbeeren nominiert war, unter anderem für Kevin Costner als bestem Hauptdarsteller. Ich finde, da gab es in dem Jahr wirklich schlechtere Leistungen 😉 Und es ist auch kein Grund, sich zu schämen: Ich fand den Film auch gut, in meiner Jugend habe ich ihn sogar mehrfach gesehen und habe auch noch die VHS im Keller 😉

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