Alles steht Kopf (2015) Filmkritik

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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4,14 von 5 Sterne (7 Bewertung(en))

Was wäre wenn 5 Emotionen in Form von Figuren im Kopf eines jeden – sowohl Mensch als auch Tier – an Knöpfen und Hebeln spielen würden und dadurch das Schicksal in mehr oder weniger geregelte Bahnen lenkten? Diesem Thema nimmt sich der neue Disney/Pixar Film Alles steht Kopf an. Freude, Kummer, Angst, Wut und Ekel bestimmen seit Rileys Geburt ihr Leben. Vorwiegend mag es zwar die Aufgabe von Freude sein, alles und jeden – allen voran Riley selbst – glücklich zu stellen, doch ohne Kummer, Angst, Wut und Ekel geht es nun mal nicht – so wird es dem Kinobesucher sehr schnell klar gemacht.

Erwachsen werden

Alles steht Kopf widmet sich dem Thema Erwachsen werden, nimmt sich auf verspielte Art und Weise den Grundfunktionen des mitunter menschlichen Gehirns an und ist ein (Kinder-)Animationsspaß wie er im Buche steht. Ob nun Groß oder Klein, ein jeder sollte seine Freude am Film haben, der dem wahren Leben gar nicht mal so unähnlich sieht. So wussten die Macher genau, an welchen Hebeln sie ziehen mussten, um Emotionen in zwar animierte, zumeist aber auch nachvollziehbare Bilder zu verpacken. Allen voran die Streitigkeiten unter den Emotionen wurden hervorgehoben und führen immer wieder zu Kopfnicken, begleitet von einem Lächeln auf den Lippen. Doch auch Kummer hält beim wackeren Kinobesucher des öfteren Einzug, wenn einmal mehr auf die Tränendrüse gedrückt wird. Letzteres vielleicht nicht in einem Maße wie Oben es einst vermochte, aber immerhin.

Rileys Geschichte ist toll eingefangen, obgleich die Aktionen in ihrem Kopf einen wesentlich größeren Part im Film einnehmen. Das ist gleichermaßen gut wie schade, da auch die anderen Köpfe interessant gewesen wären, wie so manch ein Ausschnitt daraus zu zeigen wusste. Diese Appetithäppchen sind allerdings verhältnismäßig kurz ausgefallen, was vielleicht Riley zugute kam, dem Film aber nur bedingt. So ist letztendlich Freudes Rettungsaktion der große Main-Part, der das Erwachsen werden mal mehr und mal weniger stark ankratzt.

Freude

Der Film spielt so wunderbar mit den menschlichen Besonderheiten, dass Freude im Kinosessel wirklich nur selten ausbleibt. So gibt es wort- und bildreiche Anekdoten zum menschlichen Gehirn mitsamt dem Unterbewusstsein, Träumen, Deja Vus und vielem mehr, natürlich alles nachvollziehbar und zumeist sehr amüsant aufbereitet.

Für euch sicherlich von Interesse: Tränen gelacht habe ich auch. Einmal. Und das war während dem Abspann, wenn die Aktivitäten im Gehirn von so manch anderem gezeigt werden… und es ist ja alles soooo wahr!

Fazit

Alles steht Kopf ist ein wirklich schöner Film geworden. Er ist unterhaltsam, liebevoll gemacht, und vor allem ein Stück Wahrheit. Alles steht Kopf ist aber auch ein Kinderfilm, und das weit mehr als mein Animationsfavorit Oben. Ob das nun schlimm ist oder nicht, muss jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil aber wurde mit der eigentlichen Geschichte nicht wirklich warm. Vielmehr waren es die nachvollziehbar eingefangenen und wiedergegebenen Besonderheiten, die eine Persönlichkeit nun einmal ausmachen.

Würde ich mir den Film nochmal ansehen? Ja.

PS: Der Vorfilm Lava fand ich übrigens ziemlich lahm.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ja, „Lava“ war wirklich lahm…

    Und ich verstehe, was du meinst, mit dem Blick in andere Köpfe, aber ich glaube, das hätte irgendwann auch zu viel werden können. Ein Kopf und ein Set von Gefühlen reicht mir da erst einmal vollkommen aus. (Außerdem muss man sich ja immer noch was für mögliche Fortsetzungen offen halten 😀 )

  1. 29. Oktober 2015

    […] Filmherum (4/5) […]

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