A Scanner Darkly Filmkritik

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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(2 votes, average: 3,00 out of 5)

Das etwas verspätete Review für einen doch sehr guten Film. Wie schön, dass es DVDs gibt 🙂 A Scanner Darkly erzählt die konfuse Drogenstory eines Mannes, der irgendwann selbst nicht mehr weiß, was er glauben soll.

Optikkracher

Zu allererst fällt natürlich die außergewöhnliche Optik des Filmes auf. Hier wurde tief in die Computerkiste gegriffen und ähnliches wie beim Spiel XIII erreicht. Cell Shading soweit das Auge reicht. Besonders fantastisch fallen dabei natürlich Kamerafahrten auf. Da sich alles um die Darsteller dreht, werden diese ständig in den Vordergrund gerückt. Da kann es schon mal sein, dass sich ein Salzstreuer oder ähnliches wie von selbst bewegt, um in den Hintergrund zu rutschen. Zu Beginn des Filmes mag das zwar noch etwas merkwürdig erscheinen, doch im weiteren Verlauf erweist sich das nur noch als cool.

Storywirrwarr

Wie oben schon beschrieben, sturt Keanu in diesem Film durch die große Welt der Drogen. Im Gegensatz zu anderen „Drogenfilmen“ ist dieser mal wieder etwas witziger aufgezogen. Es sind einige witzige Anspielungen vorhanden. Trotzdem sollte man keine Komödie erwarten. Im Gegenteil. Es wird aufgezeigt, dass ein Leben durch Drogen einfach nur zerstört wird. Einen Sinn von solchen Sachen gibt es nicht. Vor allem diese Zukunftsdroge namens Substance T hat es tierisch in sich. Es gibt quasi kein Entkommen davon. Einfach aufhören ist nicht. Laut dem Film gar nicht möglich. Man wird entführt in eine Welt von ein paar Männern. Darunter Keanu alias Fred, dem Polizisten. Dieser sollte anfangs nur verdeckt ermitteln, verfällt dann aber auch dieser Droge. Daraus ergeben sich teilweise aberwitzige Szenen, wenn die 3 Hauptdarsteller sich um ein Fahrrad streiten oder auf der Autobahn stehen und über den Motorblock diskutieren.

Bis zum Ende des Filmes hin bleibt man allerdings im Ungewissen, was da so richtig los ist. Was einer nun vom anderen will, was da gespielt wird. Und genau das ist das gute daran. Die Spannung bleibt bis zum Ende aufrecht erhalten.

Nicht erwarten darf man bei diesem Film Action. Davon gibt es nämlich gleich null. Der Film ist absolut dialoglastig, was auch absolut wichtig für diese Art von Film ist. Man wird zwar nicht darauf aufmerksam gemacht, welche Wirkung jede einzelne Droge hat, jedoch bekommt man es beim Ansehen und den Taten der Akteuere gezeigt.

DVD

Da ich den Film nun zum ersten mal auf DVD gesehen hab, hier ein paar Worte dazu. Die DVD selbst hat wie immer 8 Ecken, ist in einer Hülle eingepackt… ne, ernsthaft. Die „Erstauflage“ befindet sich noch in einem Schuber. Die Hülle ist ne normale Amaray. In der Hülle gibt es dann noch ein paar Postkarten mit den Hauptdarstellern drauf (wer’s braucht).

Die Bildqualität empfand ich als astrein. Man kann natürlich nicht allzuviel sagen, da es sich um diesen Comicstil handelt. Trotzdem gibt es gute und schlechte Veröffentlichungen heutzutage. Diese zählt bildtechnisch auf jeden Fall zu den besseren!

Ton – da gibt’s nix zu bemängeln. Rumsen tut nix, weil nix explodiert. Sämtliche Stimmen sind die deutschen Originalstimmen zu den Hauptdarstellern. Dabei ist auch ein Audiokommentar mit Keanu Reeves, Richard Linklater und mehreren.

Die Extras sind für mich ausreichend. Da ich ein Typ bin, der sich selten Extras ansieht, haben diese auf jeden Fall ihre Wirkung. Es wird ein bisschen aufgezeigt, wie die Effekte und der Look des Filmes entstanden sind. Des weiteren noch ein Making of und der Trailer.

Fazit

Ein absolut ansehnlicher Film, für alle, die mal wieder ihr Gehirn einschalten wollen. Absolut sehenswert auch für Leute, die auf außergewöhnliche Optik bei Filmen stehen. Hier seid ihr richtig. Die Spannung wird den Film durch aufrecht erhalten. Die Story ist etwas konfus – von daher diesmal Hirn an 🙂

Kleine Anmerkung noch: Den Untertitel „Alles wird nicht gut“ find ich ja zu genial.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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