Half Past Danger – Damen. Draufgänger. Dinosaurier. Comic Review

Filmherum:5/55 von 5 Sterne von Dominik
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Wie lange habe ich auf diesen Comicband gewartet..! Vor etwa einem Jahr hatte ich vor, diese damals noch englischsprachige Comicreihe beim Händler meines Vertrauens zu erwerben, vergebens. Dank Hakenkreuzen und der Nazithematik war es extrem schwierig an diese außergewöhnliche Geschichte zu gelangen. Ich ließ es nach langem Suchen dann irgendwann bleiben. Zum Glück hat sich danibooks erbarmt, uns mit diesem Kunstwerk zu verzücken!

Es ist schwer zu beschreiben, um was es in diesem Band geht, deshalb umschreibe ich es einfach: Eine Art Indiana Jones irischer Abstammung mit dem Hang zur Flasche, eine undurchschaubare Spionin im hautengen Lederdress, ein scheinbar übermächtiger US-Marine, ein Ninja und… Nazis und… Dinosaurier! Damit ist „Half Past Danger“ die eierlegende Wollmilchsau in Sachen Abgedrehtheit. Und obwohl die Story etwas aufgesetzt wirken mag, überzeugt sie im späteren Verlauf mit überraschenden Wendungen und großartigen Einfällen.

„Half Past Danger“ ist Klischee pur – und das ist auch gut so! Da haben wir den übermächtigen Soldaten ala Captain America, den trinkenden und oftmals schusseligen Helden mit großer Klappe, das weibliche Sexsymbol, Nazis, die einmal mehr die Weltherrschaft anstreben und natürlich Dinosaurier, die komischerweise doch noch nicht ausgestorben sind. Ach ja, den ewig fröhlichen und dennoch brutalen Ninja darf man nicht vergessen. Autor und Zeichner Stephen Mooney hat mit seinem Wunschprojekt voll ins Schwarze getroffen. Hier heißt es schlichtweg Fun im Stile alter 80s-Filme mit den Zeichnungen einer andere Dekade. Alles wirkt vertraut und irgendwie alt, aber zu jeder Zeit auch frisch. Und wenn man sich gerne auf eine schier unendliche Aneinanderreihung des Außergewöhnlichen einlässt, liegt man mit „Half Past Danger“ mehr als nur richtig.

Nicht erwarten darf man Realismus, geschichtliche Korrektheit oder gar das Einhalten von Naturgesetzen. „Half Past Danger“ ist genau das, was es sein soll: Fun! Und es kommt noch besser: Hat man das Ende erst einmal gelesen, kommt man zu der Überzeugung, dass eine Fortsetzung definitiv nicht ausgeschlossen ist. Ich würde mich darüber freuen!

Ich mochte „Half Past Danger“ wirklich sehr. Ja, Hakenkreuze sind nicht mehr zu sehen, aber wen kümmert das schon. Jeder weiß, welcher Gruppierung beispielsweise der böse Herr „Toht“ (geiler Name) angehört. (Wir kennen das ja aus angepassten Videospielen.) Der Band ist sexy, amüsant, actionreich und auch brutal. So ist es keine Seltenheit, dass ein Dino hier und da halbe-halbe macht – mit einem Menschen. Das Blut spritzt, aber dennoch wird die Gewalt nicht verherrlicht. Und so spreche ich es gerne wieder an: Der Held hätte eigentlich nur noch Indiana Jones heißen müssen. Die Anleihen sind klar ersichtlich und spürbar, obgleich „Half Past Danger“ zu jeder Zeit mehr als nur eigenständig ist. Stephen Mooney ließ sich offensichtlich gerne inspirieren, brachte aber dennoch sein vollends eigenständiges Werk zu Papier.

Vor dem Fazit möchte ich noch auf das großzügige Bonusmaterial hinweisen, bestehend aus einem lesenswerten Nachwort, Konzeptzeichnungen und Kommentaren des Autors. Und ja, zwecks der Fortsetzung erhält man einen weiteren Hint… 😉

„Half Past Danger“ ist genau das, was sich seit der ersten Ankündigung Ende 2011 bereits herauslesen ließ: Außergewöhnlich (und) gut!

Beeinflussung: Kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen, kaufen!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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