Before Watchmen: Minutemen Comic Review

Before Watchmen: Minutemen
Filmherum:
4/5
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Alles beginnt hier mit den Minutemen. Alan Moore schuf 1986/87 mit “Watchmen” ein Meisterwerk. Jetzt sitzt Darwyn Cooke am Steuer und sorgt neben den passenden Textzeilen auch für eine ansprechende Optik. Ob er allerdings eine würdige Vorgeschichte ablieferte – dem gehen wir heute auf den Grund!

“Before Watchmen” ist eine große und weitgreifende Reihe, die den Leser noch tiefer in die brisante Welt der “Watchmen” eintauchen lassen soll. Lücken sollen geschlossen und auf die Beweggründe der beliebten Superhelden soll noch weiter eingegangen werden. So beginnt alles da, wo es am sinnvollsten erscheint: Am Anfang. Bei den Minutemen handelt es sich um die erste Superheldenvereinigung überhaupt. In den 40er-Jahren schließen sich unter anderem (die alte) Silk Spectre, der Comedian und (der alte) Nite Owl zusammen, um gegen das Verbrechen anzukämpfen. Man erfährt mehr über die Verbindung zwischen Hooded Justice, den Comedian und Silk Spectre und lernt neue (bzw. alte) Superhelden kennen.

Ein Vergleich bleibt nicht aus

“Before Watchmen: Minutemen” ist äußerst interessant und gut geschrieben, erreicht aber zu keiner Zeit die Brillanz von Alan Moores Meisterwerk “Watchmen”, was schon daran liegt, dass die Geschichte trotz rotem Faden nicht annähernd auf ein derart brisantes Thema, bzw. Finale, hinarbeitet. Der alternde Hollis Mason aka Nite Owl möchte die wahre Geschichte über die Minutemen veröffentlichen und alle Helden- und Schandtaten offen legen, was seinen ehemaligen Kameraden aber (verständlicherweise) gar nicht gefällt. Ihm persönlich wäre das aber wichtig, da er es nicht mit sich selbst vereinbaren kann, dass diese Helden als solche gefeiert werden, obwohl vieles nicht so war, wie von der Presse dargestellt. Dazu ergänzend gibt es die erhoffte Vorgeschichte rund um Silk Spectre und den Comedian, sowie eine interessante Verschwörung, die erst ganz am Ende aufgelöst wird. “Before Watchmen: Minutemen” ist ein toller Band, daran gibt es nichts zu rütteln. Dennoch vermisste ich die nötige Härte und Präzision eines Alan Moore zu jeder Zeit. Dieser ständige Druck, sowie die Ungewissheit über die Zukunft war es, was “Watchmen” von zahlreichen Superhelden-Geschichten abhebte, mal ganz abgesehen von den hervorragend ausgearbeiteten Figuren. Doch andererseits: Eine ähnliche Krise konnte man bei dieser Vorgeschichte, die man im Ansatz bereits erahnen konnte, nicht wirklich erwarten.

Die Minutemen habe ich schnell ins Herz geschlossen. Jeder Charakter hat seine eigene Geschichte zu erzählen und dennoch funktionieren sie zusammen als großes Ganzes. So er- und durchlebt man zahlreiche Einzelschicksale, findet Gefallen an den, zu “Watchmen” bewusst ähnlich aufgebauten, Panels und weiß zahlreiche Anspielungen auf das große Vorbild stets zu schätzen.

Als eigenständiger Comic ohne Zugehörigkeit hätte “Before Watchmen: Minutemen” sicherlich eine bessere Wertung abgegriffen, aber als – scheinbar erzwungene – Vorgeschichte müssen 4/5 Sterne ausreichen, die allerdings immer noch für eine Empfehlung stehen!

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Comic-Infos

  • Zeichnungen: Darwyn Cooke
  • Erschienen am: 18.06.2013
  • Seiten: 176

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