Before Watchmen: Comedian Comic Review

Filmherum:3/53 von 5 Sterne von Dominik
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2,00 von 5 Sterne (4 Bewertung(en))

Ein hämisch grinsender Mann in SM-Maske auf dem Cover – das kann nur der Comedian sein,… oder? Zumindest steht der Name vorne drauf, aber steckt er auch wirklich drin? Nach dem Lesen bin ich mir da gar nicht mal so sicher, zumal ich überhaupt nicht kapiert habe worum es geht, obwohl ich es kapiert habe. Verstanden?

Vor dem Krieg ist nach dem Krieg

Eddie Blake alias der Comedian ist zweifelsohne einer der interessantesten Charaktere aus dem Watchmen-Universum. Und vor allem im grandiosen Band „Watchmen“ von Alan Moore zeigt er, wie ein intelligentes Arschloch auszusehen hat. In seiner eigenen Vorgeschichte ist er allerdings nur selten er selbst. Das liegt allerdings nicht daran, dass wir hier einen gänzlich anderen Charakter vorfinden, sondern die Geschichte schlichtweg nicht gut erzählt ist. Zu viele, ungenaue Sprünge ohne Mehrwert. Zwar mag es äußerst interessant sein, welche Zusammenhänge zwischen ihm und beispielsweise John F. Kennedy hergestellt werden, aber insgesamt – ich sage es wie es ist – stinkt der Band im Gegensatz zu „Minutemen“ und „Rorschach“ gewaltig ab.

Eddie begleiten wir in diesem Sammelband auf seinem Weg durch feindliches und heimisches Kriegsgebiet, stets mit einem besserwisserischem Spruch auf den Lippen. Und dank diesen mag hin und wieder sogar richtiges Comedian-Feeling aufkommen, wäre der Rest nicht derart erzwungen. Mir schien es so, als hätte Brian Azzarello etwas großartiges schaffen wollen, wusste aber nicht, worauf er sich einlässt. Ich als Watchmen-Fan, bin da vermutlich anderes, vor allem aber besseres gewohnt. „Before Watchmen: Comedian“ hat allerdings auch seine Vorzüge: Die Zeichnungen von J.G. Jones mitsamt den tollen Farben wissen zu gefallen und Eddie Blake’s Aussehen erinnert stark an das in den Filmen. Und neben den passenden Gesichtszügen, wissen auch die gut getroffenen ehemaligen Präsidenten zu gefallen, sowie einige Kriegsschauplätze.

„Before Watchmen: Comedian“ bietet ein paar aberwitzige Panels mit knackigen Sprüchen und markanten Stellen, so beispielsweise einem beherzten Sprung aus einem Helikopter. Ebenso nett ist der Übergang zu „Watchmen“ am Ende, wenngleich dieser nicht gänzlich befriedigt.

Fazit

Es ist nicht „Watchmen“ und auch nicht wirklich gut, aber immerhin lesenswert und zumindest ansatzweise wie das große Vorbild. So what? Als Vorgeschichte unnötig und schwierig zugleich. Als harmloser Actionband allerdings einen Blick wert.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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