The Impossible (2012)

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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4,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

2004 hatte ich, wie viele andere auch, den Fernseher an und musste miterleben, wie ein Tsunami unter anderem Khao Lak verwüstete. Ca. 230.000 Menschen mussten sterben, doch so richtig darunter vorstellen konnte man sich eigentlich nie etwas. Diverse Youtube-Videos ließen nur erahnen, was sich wirklich abspielte. „The Impossible“ geht hier meiner Meinung nach einen Schritt weiter. Selten verspürte ich derart großen Respekt vor unserer Natur.

Der Film basiert auf der wahren Begebenheit einer Familie während des Tsunamis vom 26. Dezember 2004. Um die Geschichte so glaubhaft wie möglich zu präsentieren, traf Regisseur Juan Antonio Bayona eine hervorragende Wahl mit seinen Darstellern: Naomi Watts, Tom Holland und Ewan McGregor. Gerade Ewan McGregor und Naomi Watts schätze ich als große Charakterdarsteller, die glaubhaft Emotionen vermitteln können. Und genau diese Gabe bescherte mir gestern beim Ansehen mehr als einmal feuchte Augen. Doch auch der junge Tom Holland wächst mit jeder Minute mehr in seine (Haupt-)Rolle, indem er seiner Mutter mit aller Kraft zur Seite steht. Und auch wenn nicht alle Aktionen auf den ersten Blick glaubhaft erscheinen mögen, so möchte ich das nicht beurteilen oder gar kritisieren, da man nie weiß, wie man selbst in so einer Situation reagieren würde.

Juan Antonio Bayona schuf mit „The Impossible“ ein Meisterwerk, wenn man es so sagen darf. Schlussendlich handelt es sich beim Film zwar um ein Familiendrama, aber natürlich in erster Linie auch um genau die Katastrophe aus dem Jahr 2004, die er mit packenden, dramatischen und äußerst realistischen Bildern vermittelt. Denn wenn Naomi Watts durch die Wucht des Wassers mit ihren Rippen in scharfe Äste getrieben wird, möchte man am liebsten mit ihr schreien.

Einen halben Stern Abzug gibt es, da zum Ende hin, mehrere Szenen im Krankenhaus äußerst konstruiert wirken und so gar nicht zum Rest passen mögen. Da befinden sich alle an ein und demselben Ort, verpassen sich aber mehrmals um wenige Sekunden. Das erinnert mehr an Slapstick als Drama, was ich dem Film aber dennoch verzeihen mag.

„The Impossible“ hat mich beeindruckt, gerührt und mir weitaus mehr die Augen geöffnet, als es die Medien je gekonnt hätten. Es ist furchtbar, was passiert ist, aber man muss sich einfach immer wieder in Erinnerung rufen, dass uns dieser Planet nur geliehen ist.

Blu-ray

Bild (1920x1080p, 2.35:1)

Das Bild ist so gut wie der Film. Es ist fast immer sehr scharf und fehlerfrei. Die Farben sind gut und auch Nachtaufnahmen wirken überzeugend. Keine Kritik von meiner Seite, außer vielleicht der Hinweis auf ein immer mal wieder sichtbares Filmkorn, das in diesem Ausmaß allerdings mehr als verkraftbar ist!

Ton (Deutsch DTS-HD MA 5.1)

Bombastisch! Wenn die Wassermassen kommen, taucht man im heimischen Kino geradezu ein. Und auch sonst wurden viele Surround-Effekte eingefügt, die den immer wieder starken Subwoofer-Einsatz unterstützen. Einziges Manko: Die Abmischung. Die Stimmen wirken beständig zu leise, es sei denn, jemand schreit. Ein Griff zum Lautstärkeregler bleibt nur selten aus, außer man steht eh auf Kriegsfuß mit dem Nachbarn.

Extras

Die Extras mögen nicht besonders lange sein, aber sie lohnen sich. Das Making of ist mehr als interessant, da man einen Einblick in die Entstehung der grausamen Wassermassen bekommt. Doch auch das Darsteller-Featurette konnte mich überzeugen. So erfährt man, warum diese Darsteller ausgewählt wurden und warum sie so gut harmonierten. Die geschnittenen Szenen sind interessant und ein paar Trailer, sowie Audiokommentare dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Fazit

„The Impossible“ ist ein herausragender Film zu einer fürchterlichen Katastrophe. Die Darsteller überzeugen und der Tsunami selbst wirkt erschreckend realistisch! Die Blu-ray kann ich nur empfehlen: Das Bild ist super, der Ton gelungen und die Extras unterhaltsam!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. m00shpit sagt:

    Ich sehe es genauso wie du. Als ich aus dem Kino gekommen bin, habe ich noch den ganzen Abend gebraucht, um den Film überhaupt zu verarbeiten. Juan Antonio Bayona hat es geschafft, die Geschichte so ehrlich wie möglich zu erzählen und somit einen Film geschaffen, der dieses Unglück eben nicht ausnutzt, um Profit daraus zu schlagen, sondern den Menschen auf der ganzen Welt die Augen öffnet.

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