The Grey (2011)

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
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4,67 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Liam Neeson ist Actionheld, Charakterdarsteller und zudem äußerst sympathisch. Was kann der gute Mann eigentlich nicht? Zum Beispiel kann er partout nicht nein sagen zu faszinierenden Rollen. So darf er in „The Grey“ ein kleines Grüppchen Überlebender durch die Eiswüste führen und vor unzähligen Wölfen beschützen. Dass außer ihm bis zum Showdown einer nach dem anderen dahingerafft wird, dürfte dabei allerdings keine allzu große Überraschung sein.

Beim Ansehen von „The Grey“ hat es mich richtig gebeutelt. Heizung auf 5, Decke über den Beinen,… immer noch nicht besser. Der Film schafft ganz klar eine gelungen frostige Atmosphäre. Was „The Grey“ allerdings nicht schafft aber gerne schaffen möchte, ist eine sozusagen erzwungene Anspannung aufgrund der allgegenwärtigen Wölfe. Die Darsteller rund um Liam Neeson sind zwar allesamt ganz nett und trumpfen jeweils mit einem Schluck Selbstständigkeit, aber von der ersten Minute an ist klar, dass es nur einer bis zum Ende schaffen wird. So richtig schlimm ist das allerdings nicht, da man früh genug auf diesen Zustand aufmerksam gemacht wird und sich so ganz und gar auf gelungenes Schauspiel konzentrieren kann, dass das Beste aus dem eher mageren Drehbuch rausholt.

Von „The Grey“ hatte ich etwas mehr erwartet. Vor allem das „offene“ Ende enttäuschte mich dann doch sehr. Manchmal stört das überhaupt nicht, hier aber definitiv. Nett hingegen sind die zahlreichen Natur- oh, pardon, Schnee- und Waldaufnahmen, die auch tatsächlich in eisiger Kälte gemacht wurden. Zudem wissen einige Schockmomente, die wie so oft auf die übertriebene Lautstärke zurückzuführen sind, sehr zu gefallen.

„The Grey“ ist fast gut. 3,5 Sterne sind eine angemessene Wertung für diesen Abenteuer-Film, bei dem nach 1x Ansehen die Luft raus ist.

Bild

Das Filmkorn fällt in dunklen Szenen sehr auf und wirkt dort teilweise auch störend. Gute Schärfewerte werden eigentlich nur in den taghellen Szenen erreicht, die allerdings relativ selten sind. Die meiste Zeit spielt der Film bei Nacht oder im Schneegestöber, das bekanntermaßen zusätzlich für weißes Rauschen sorgt. 😉 Unter der nicht immer guten Schärfe leidet natürlich auch etwas die Plastizität. Zudem dürfte der Schwarzwert etwas satter sein.

Ton

So sehr die Winde und Schneestürme das Bild auch verrauschen mögen, so grandios klingen diese im Heimkino. Teils sehr basslastig, vor allem aber unglaublich räumlich. Das Problem dabei ist nur, dass diese oftmals die Stimmen übertönen und so ziemlich die einzig nennenswerten Surround-Effekte darstellen, abgesehen von einigen knackenden Ästen oder vorbeihuschenden Wölfen.

Extras

Die diversen Featurettes wissen zu unterhalten. Die Deleted Scenes sind sehenswert, aber nur als Ganzes abspielbar. B-Roll, Interviews mit Cast & Crew und Trailer sind Standardware. Kurz zusammengefasst ist das Bonusmaterial in Ordnung, mir aber zu wenig (ausführlich).

Fazit

„The Grey“ kann man 1x gesehen haben. Liam Neeson ist klasse wie immer und die Eiswelt wird kompromisslos ins Wohnzimmer transportiert. Dem Film fehlt allerdings trotz zahlreicher Krallen und Zähne der nötige Biss. Die Blu-ray bietet ein zufriedenstellendes Bild, gute Extras und einen überzeugenden Surround-Sound.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Die ersten Trailer fand ich noch okay, aber dann hatte ich erste Kritik gelesen, die nicht ganz so positiv waren und wurde nervös. Und das trotz dieser einen Szene, in der er diese Schlagringe aus Glasscherben trägt… sehr cool.

    Naja, ich werde erst einmal „Taken 2“ abwarten. Vielleicht brauche ich dann noch eine Dosis Neeson und gehe in den Wald….

  2. donpozuelo sagt:

    Ist doch immer das Gleiche mit diesen Trailern. Lustig find ich’s immer dann, wenn im Trailer eine Szene auftaucht, die im endgültigen Film dann geschnitten wurde. (Wird ja wohl auch der Kinoszene aus „Gangster Squad“ so ergehen… )

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