Soldiers of Fortune (2012)

Filmherum:2.5/52.5 von 5 Sterne von Dominik
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Große Namen wie Christian Slater, Sean Bean oder Ving Rhames verkaufen scheinbar ihre Seele für diesen Action-B-Movie, der leider nur ansatzweise überzeugen kann. Doch was tut man nicht alles für Geld, oder?

Story

Eine Gruppe von Millionären will gegen Bezahlung Krieg spielen und wird dazu auf eine Insel geflogen, auf der Rebellen versuchen einen skrupellosen Diktator zu stürzen. Ex-Elitesoldat Craig McCenzie (Christian Slater) bekommt den Auftrag, den reichen Söldnern das Kämpfen beizubringen. Auf sich allein gestellt müssen die egoistischen Geldsäcke lernen als Team zu funktionieren. Denn Diktator Lupo und seine Truppen um Geheimdienstchef Mason (Colm Meaney) haben sie längst im Visier.

Filmkritik

„Soldiers of Fortune“ ist so,… 08/15! Ja, 08/15 trifft es irgendwie gut. Auf der einen Seite gibt es das annähernd gut eingefangene Kriegsszenario, auf der anderen ungewollt dämliche Dialoge und völlig überzogene, bzw. unrealistische Action. Dabei wäre die Grundidee des Films eigentlich richtig gut. Ein paar reiche Säcke wollen Krieg spielen, ihre Beschützer werden abgeschossen und sie sind auf sich allein gestellt. Hieraus hätte man einen kurzweiligen und unterhaltsamen Film im Stil von „The Expendables“ schaffen können (oder sogar wollen), hat man aber nicht.

Ich finde es unglaublich schade, dass sich Christian Slater („Broken Arrow„) und Sean Bean („Game of Thrones“) derart unter Wert verkaufen. Vom Rest der Kasperl-Söldner, allen voran B-Movie-König Ving Rhames, habe ich allerdings nichts anderes erwartet.

Der Film ist stellenweise unfreiwillig komisch, billig gemacht und enttäuscht mit völlig überzogener und unrealistischer Action. Von Trash kann man dann allerdings leider nicht sprechen, da dafür sowohl die Einführung, als auch das Trainingscamp zu gelungen sind. Ebenso wenig rettet die 18er-Freigabe den Film, womit man vermutlich die Gorefreaks anlocken wollte. Leider gibt es auch hier wenig positives zu berichten. Viele FSK 16-Filme bieten stellenweise härtere Inhalte. Was bleibt ist ein 08/15-Film, den man nicht gesehen haben muss.

PS: Mit dem beinahe gleichnamigen Videospiel hat der Film nichts zu tun. Schade irgendwie.

Bild

Ein leichtes Bildrauschen zieht sich durch den ganzen Film, wirkt aber nur selten störend. Die Bildschärfe bewegt sich irgendwo zwischen gut und sehr gut, erreicht aber nie Referenzwerte. Auch der Schwarzwert bekleckert sich nicht immer mit Ruhm. So bleibt ein lediglich gutes Bild für eine Blu-ray, das zwar sicher besser ist, als das der DVD, aber mit keiner Referenzscheibe (Bsp. „Oben„) mithalten kann.

Ton

Bei Schießereien werden alle Boxen im Raum mit einbezogen. Auch bei diversen anderen Actionszenen legt man Wert auf einen guten Surround-Klang. Dennoch scheint es so, als hätte man das volle Potential nicht ausgenutzt. Hin und wieder vermisste ich einschlagende Kugeln hinter mir. Auch der Soundtrack hätte gerne etwas räumlicher ausfallen können. Abseits davon sind die Stimmen zu jeder Zeit klar verständlich und der Subwoofer darf auch bei diversen Explosionen zeigen, was in ihm steckt, wenn auch nicht mit gewohnter Stärke.

Extras

Eigentlich wäre da nur das Wendecover erwähnenswert. Behind the Scenes geht ja mal gar nicht. Man erlebt erträgt 5 Minuten lang den Film aus anderen Perspektiven. Warum?? Die Interviews sind eben Interviews und die Trailer, naja gut, sind eben Trailer. Sehenswert oder interessant ist vieles, nur nicht das.

Fazit

„Soldiers of Fortune“ ist einer der Filme, den man einfach nicht gesehen haben muss. Er ist jetzt nicht grottenschlecht, aber um ehrlich zu sein, einfach nicht gut. Die Blu-ray ist völlig in Ordnung für ein Direct-to-Video-Release. Das Bild und der Ton sind gut, die Extras in der Form wie sie sind unnötig.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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