Lockout (2012)

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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(1 votes, average: 5,00 out of 5)

Weltraum, Guy Pearce, coole Sprüche, Gefängnisausbruch, Action, Action, Action. Was kann da schon schief gehen?

Story

In einer Umlaufbahn um der Erde schwebt das ausbruchssicherste Gefängnis der Zukunft: Die MS: One. Hier fristen die 500 gefährlichsten Verbrecher der Welt ihr Dasein im künstlichen Tiefschlaf. Als US-Präsidententochter Emilie (Maggie Grace) in das High-Tech-Gebäude reist, gerät sie in Lebensgefahr: Während eines Komplottes werden die Insassen aus ihren Gefängnis-Kapseln befreit und bringen die MS: One unter ihre Kontrolle. Undercover-Agent Snow (Guy Pearce), der einst zu Unrecht für einen Mord verurteilt wurde, bekommt auf der Erde ein Ultimatum gestellt: Stoppt er die feindliche Übernahme, bietet ihm die US-Regierung seine Freilassung an. In einer gnadenlosen One-Man-Show stellt sich Snow den unberechenbaren Gegnern – für ihn und Emilie beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit.

Filmkritik

Ich muss ehrlich sein, der Film fängt verdammt stark an. Extrem lockere Sprüche, ein mehr als sympathischer Hauptdarsteller und eine coole Optik. Was zu Beginn nach dem wohl größten Fun-Actioner der letzten Zeit aussieht, flacht dann leider nach bereits einer halben Stunde ab. Denn sobald der Gefängnisausbruch im vollen Gange ist, bekommt man nur noch Actioneinheitsbrei geboten. Auch Guy Pearce hat anscheinend nichts mehr zu sagen und verkommt somit zum 08/15-Überhelden ohne Tiefenwirkung, der urplötzlich nicht mehr mit guten Sprüchen punkten kann, dafür aber zumeist unfreiwillig komisch wirkt. Maggie Grace als Präsidententochter spielt die kleine, störrische Schnepfe, die sich – wie sollte es anders sein – in den Helden verliebt. Lediglich der abgedrehte Bösewicht alias Joseph Gilgun trumpft mit seinem Irrsinn, hebt sich damit aber nicht von vergleichbaren Charakteren ab.

Butter bei die Fische, „Lockout“ ist kein Überflieger. Und wie bereits erwähnt, ist das enorm schade, da er vor allem am Anfang unglaublich viel Potential hatte. Wenigstens wissen die guten Effekte und einige Actioneinlagen im Zwischenpart definitiv zu gefallen. Und auch am Ende bemühte man sich sichtlich um eine unglaubliche Wendung, die vielleicht nicht unglaublich ist, aber im Vergleich zum Rest des Filmes ziemlich beeindruckend.

Man merkt es, ich bin leicht enttäuscht, obwohl ich bis zum Ende durchaus meinen Spaß hatte. Das Problem ist nur, dass der Film einfach nichts besonderes ist. Ein Hirn-aus-Actioner der sich perfekt (oder leider) zu unzähligen Filmkollegen gestellt. „Lockout“ erfindet das Rad nicht neu, ist aber immerhin wunderbar kurzweilig.

Bild

Spitze! Klasse Schärfe, starke Farben und ein genialer Schwarzwert. Lediglich in manchen grün-bläulich wirkenden Raumstation-Szenen ist ein etwas ausgeprägteres Filmkorn zu erkennen, das aber wirklich zu keiner Zeit stört.

Ton

Der Weltraum, in dem man ja bekanntermaßen eigentlich nichts hört, eignet sich – wie so oft – hervorragend für zahlreiche Surround-Effekte, die auch in diesem Film zum Vorschein kommen. Insgesamt ist der Ton wunderbar räumlich und klar. Hin und wieder vermisste ich etwas die Wuchtigkeit, die andere Filme zu bieten haben, aber sonst kann ich nichts weiter aussetzen.

Extras

Die Making of-Schnipsel sind sehr ausführlich und wirklich sehenswert. Ebenso kann man sich das alternative Ende und die deleted Scene einmal ansehen. Denn wenn erledigt, dann erledigt. Viel verpassen tut man außer dem Making of nicht. Dafür ist aber das Menü schön futuristisch gestaltet und ein Wendecover ist (natürlich) auch dabei.

Fazit

„Lockout“ lässt so stark und schnell nach, wie er beginnt. Irgendwie schade. Dennoch bekam dieser kurzweilige Actioner eine sehr gute Blu-ray spendiert, die auf technischer Seite sehr zu begeistern weiß.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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2 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Klingt auch ein wenig sehr nach „Die Klapperschlange“ – nur halt im Weltall 😉 Naja, sollte er mir mal über den Weg laufen, werde ich trotzdem nicht „Nein“ sagen. Hin und wieder muss auch mal Hirn-Aus sein 😀

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