Jack Reacher (2012)

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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4,50 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Jack Reacher ist eigentlich eine Romanfigur, entsprungen den Gedanken von Lee Child, der mit „One Shot“, oder hier besser bekannt als „Sniper“, die Vorlage für diese Verfilmung schuf. Jack Reacher selbst ist mal hier, mal da, löst Fälle und durchlebt auch die eine oder andere Schlägerei und Schießerei. Entgegen vielen anderen Figuren erfährt er allerdings keinerlei Charakterentwicklung, da er zum einen schon alles kann und zum anderen auch schon alles weiß. Und so komisch das jetzt auch klingen mag, genau dieser Umstand macht diese Person, über die wir eigentlich nichts wissen, so interessant.

Tom Cruise durfte in die Rolle dieses Mannes schlüpfen und hilft einen Fall zu lösen, in dem 5 scheinbar frei gewählte Leute auf offener Straße von einem Scharfschützen niedergestreckt wurden. Die Anwältin denkt allerdings, dass der falsche Mann vor Gericht steht, sodass Jack Reacher auf den Plan kommt und gemeinsam mit ihr den wahren Mörder sucht. Hinter all dem versteckt sich natürlich mehr als erst gedacht. Und so überrascht es irgendwie auch gar nicht, dass man von Anfang an weiß, dass ein Unschuldiger verdächtigt wird. Denn letztendlich geht es darum, warum der wahre Killer dieses Verbrechen begangen hat und es einem anderen in die Schuhe steckte.

Erwartet habe ich mit „Jack Reacher“ einen reinrassigen Actionfilm. Fragt mich nicht wieso, vielleicht hat es ja (wie so oft) der Trailer suggeriert. Bekommen habe ich dann allerdings einen guten Thriller mit absolut sehenswerten Actioneinlagen und perfekten One-Linern aus Jack Reacher’s Mund. Der Film ist zudem auch weniger lustig als erst gedacht und bewegt erst zum Ende hin das eine oder andere Mal zum Schmunzeln.

Tom Cruise spielt einmal nicht sich selbst und überzeugt so in der Rolle des wortkargen Ermittlers. Sein Zusammenspiel mit Rosamund Pike ist herausragend, da zudem keine Romanze entsteht, sondern die Zusammenarbeit so lange im Vordergrund steht, bis er wieder seinen eigenen Weg gehen kann. Jack Reacher ist ein Einzelgänger, das wird einem schnell bewusst. Wenig überraschend ist, dass er kampferprobt ist, aber auch das eine oder andere Mal kräftig einstecken muss. Umso kräftiger teilt er dann allerdings immer wieder aus. Für die wenigen Schlägereien hat man Tom Cruise die Kampfsportart Keysi (bekannt aus der Batman-Trilogie) angelernt, die für präzise, schnelle und harte Schläge steht. Die perfekte Kampfchoreographie, sowie gute Kameraeinstellungen tun dazu ihr übriges. Und dazu passend noch ein großes Dankeschön meinerseits: Sehenswerte Action geht auch ohne allzu blutige Szenen!

„Jack Reacher“ ist zweifelsohne ein mehr als sehenswerter Film, den man allerdings nicht als reinrassigen Actionfilm oder Thriller deklarieren kann. Er ist irgendwie eine Mischung aus beiden, sodass leider auch die Spannung etwas leidet. Dem Filmvergnügen tut das allerdings zu keiner Zeit einen Abbruch. Bitte mehr davon!

Blu-ray

Bild (1920x1080p | 2.35:1)

Am Bild kann ich absolut nichts aussetzen. Es ist zu jeder Zeit scharf und auch in den zahlreichen dunkleren Szenen stimmt sowohl der Schwarzwert als auch der Kontrast. Hier wurde ganze Arbeit geleistet!

Ton (Getestet: Deutsch DD 5.1)

Sobald Jack Reacher im Chevelle SS Platz nimmt, zeigt der Subwoofer im heimischen Wohnzimmer, wozu er im Stande ist. Dazu gesellen sich zwar wenige, dafür aber präzise eingesetzte Surround-Effekte, sowie der zu jeder Zeit räumliche Soundtrack. Der Ton ist allgemein sehr gut, die Verständlichkeit zu jeder Zeit hervorragend.

Extras

Die Blu-ray bietet einige sehr sehenswerte Extras. So zum ein 10-minütiges Featurette über die Actionszenen, in dem man noch einmal viel über die Entstehung, sowie die Hintergründe erfährt. Mehr als sehenswert ist auch das Making of, das mit über 30 Minuten sehr ausführlich ausgefallen ist. Sehr interessant darin fand ich die Erklärung, warum Jack Reacher im Film kleiner ist als im Buch und Lee Child absolut für Tom Cruise war. Beide Boni sind somit eine sinnvolle Ergänzung zum Film. Toll und empfehlenswert ist auch das Featurette über die Figur Jack Reacher.

Fazit

„Jack Reacher“ ist so gut, dass ich weitere Lee Child-Bände rund um diesen geheimnisvollen Mann lesen werde. Soviel steht fest. Die Blu-ray ist absolut empfehlenswert. Ein super Bild, ein starker Ton und zudem noch absolut sehenswertes Bonusmaterial – so wünsche ich mir das!

PS: Jack Reacher gibt es seit heute auf Blu-ray und DVD!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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5 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Ich wollte den ja im Kino sehen, dann haben aber irgendwie zu viele Leute gesagt, der ist doof und ich habe es gelassen. Jetzt, wo mein Kino-Experte des Vertrauens doch sagt, dass der gut ist, muss ich den dringend nachholen 😉

    • Owley sagt:

      Ich hab den von Berufs wegen schon zu viel gesehen, als dass ich meine Meinung, dass der Mist ist, revidieren könnte… Obwohl ich das gerne würde 😛

      Aber das ist jetzt so ein Film bei dem mir die DVD locker reicht…

    • @ don: Ich fand den richtig toll, aber vll. auch nur weil ich Cruise so gern mag? Keine Ahnung. Man kann vermutlich sehr drüber streiten, aber schau ihn dir ruhig einmal an. Die 2/10 bei Owley drüben passen jedenfalls nicht. 😉 (nix für ungut)

      @ Owley: Das ist dann wohl mein „Battleship“, hm? 😀

  2. Owley sagt:

    Naja, ich mein weniger der Qualität wegen, als dass das Bild und allfällige Effekte nicht nach BluRay schreien. 🙂

    • Die Blu-ray wird man sicherlich nicht benötigen, das stimmt schon. Andererseits – warum nicht?! Also vor allem wenn man den Film haben will. Die Preise gleichen sich doch binnen wenigen Wochen zumeist um 2-3 EUR an. Dann doch lieber das bessere Medium. 🙂

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