Ein Monster in Paris (2011)

Filmherum:3.5/53.5 von 5 Sterne von Dominik
Besucher:1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
4,67 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Schmackhaftes Animationsfutter muss nicht immer von Pixar oder Dreamworks stammen. „Ein Monster in Paris“ beweist, dass die Franzosen nicht nur mit aktuellen Chartbreakern wie „Ziemlich beste Freunde“ ein Händchen für gute Filme haben.

1910 in Paris dreht sich alles um das Hochwasser, einen schüchternen Filmvorführer, eine wundervolle Sängerin, die verrückte Knallerbse Raoul, einen raffinierten Affen und… ein Monster! „Ein Monster in Paris“ ist ein herzerwärmender, witziger und hervorragend animierter Film, der nicht nur durch seine romantische Kulisse zu überzeugen weiß. Denn Paris ist nicht nur die Stadt der Liebe, sondern auch eine Stadt der Musik. Die wunderschöne Sängerin Lucille hat ein traumhaftes Stimmchen und sorgt damit für einen einzigartigen Soundtrack, der durch die Ohren direkt in die Beine geht. Vor allem das Hauptthema des Films hat mir unglaublich gut gefallen. Selten waren Ohrwürmer so schön.

„Ein Monster in Paris“ ist ein liebevoller, aber irgendwie auch vertrauter Film. Die Geschichte um ein talentiertes Monster ist nicht neu, aber zumindest schön in Szene gesetzt. Die Altersfreigabe von 0 Jahren ist in Ordnung, auch wenn es hin und wieder ein paar dunklere Szenen gibt. Vermutlich haben wir es der Altersfreigabe zu verdanken, dass ein paar Gags zuviel hauptsächlich für Kinder gemacht sind. Dennoch hatte man ein Herz für die Erwachsenen, sodass man mit einigen bissigen Gags und Einlagen nahezu vollständig entschädigt wird.

Ich fand „Ein Monster in Paris“ vor allem des Soundtracks und der einwandfreien Animationen wegen richtig gut. Die Geschichte mag vielleicht vertraut sein, beweist aber durchaus Eigenständigkeit und weiß durch die abgedrehten Charaktere sehr zu gefallen. Hier wurde viel Wert aufs Detail gelegt, sodass ich Animationsfans den Film sehr ans Herz legen kann.

Bild

Ausgezeichnet sind die kräftigen Farben, sowie die Schärfe. Hin und wieder hatte ich das Gefühl, dass einige wenige Hintergründe entweder einfach nicht schön gezeichnet, oder durch die Blu-ray nicht korrekt dargestellt wurden. Insgesamt kann man aber sagen, dass es sich um ein hervorragendes (2D-)Bild handelt. (Die 3D-Fassung habe ich nicht gesichtet.)

Ton

Auch hier gibt es nichts zu meckern, zumal meine heißgeliebte Surround-Anlage auch immer mal wieder geschickt eingesetzte Effekte aus den verschiedensten Richtungen in sehr hoher Qualität von sich geben durfte. Besonders stark sind auch die Szenen, in denen gesungen wird. Der Sound ist wunderbar räumlich und kristallklar. Absolut nichts auszusetzen, ma chérie!

Extras

Irgendwo gibt es immer einen Haken, nicht wahr? Die Extras sind nicht nur antihochauflösend, sondern auch extrem schmal ausgefallen. Mit den 2 französischen Featurettes und Interviews lockt man kein Baguette aus dem Ofen. Zwar ist es ganz nett zu sehen, wie die Tanzszenen choreographiert und einige Soundeffekte eingespielt wurden, aber eben NUR ganz nett. Wenigstens ist das Menü hübsch und ein Wendecover ist im Preis mit drin.

Fazit

„Ein Monster in Paris“ ist ein liebevoller Animationsfilm mit hervorragendem Soundtrack und einer vertraut guten Geschichte. Die Blu-ray spielt technisch ganz weit vorne mit. Sowohl beim Bild, als auch beim Ton gibt es nichts auszusetzen. Lediglich die mauen Extras sorgen für einen leicht froschschenkligen Nachgeschmack.

2012 Universum Film

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

Jetzt bei Amazon einkaufen und sparen

Das könnte dir auch gefallen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.