Die Tribute von Panem Special Edition (2012)

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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4,67 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Wenn Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 im Wald gegeneinander bis auf den Tod kämpfen, dann habe ich vermutlich „Die Tribute von Panem“ gesehen. So in etwa waren auch meine ersten Worte im März, als ich die Filmkritik zu „Die Tribute von Panem“ verfasste. Darin ist ersichtlich, dass ich den Film als sehr gelungen empfand und mit der 5-Sterne-Wertung nicht unbedingt ausdrücken wollte, dass der Film bis ins kleinste Detail perfekt, sondern einfach nur wahnsinnig unterhaltsam und damit unglaublich sehenswert ist. An meiner Meinung hat sich auch nach der mittlerweile 3. Sichtung nichts geändert. Der Film ist extrem gut und vor allem intensiv.

Eher selten schaffen es Filme bei mir, mich derart zu fesseln und mit den Darstellern, allen voran Katniss (Jennifer Lawrence), mitzufühlen. Ich möchte deshalb noch einmal kurz mein Fazit zitieren und damit die Einleitung zum Blu-ray Review der Special Edition beenden:

„Die Tribute von Panem – The Hunger Games“ ist ganz großes Kino ohne Wenn und Aber. Packend inszeniert kämpfen talentierte Jungdarsteller um ihr Leben und die Liebe.

Bild

Nach unzähligen Featurettes wurde mir klar, warum das Bild nicht immer überzeugend ist. Es liegt nicht an den zahlreichen eingesetzten Filtern, sondern vor allem an unterschiedlichen Kameras, mit denen der Film gedreht wurde. So sagte der Regisseur selbst, dass oft Handkameras eingesetzt wurden, die zum einen die wackeligen Kämpfe erklären und zum anderen das teils sehr grobkörnige und damit leider auch etwas unschärfere Bild. Vor allem in den Actionszenen oder wenn Jennifer Lawrence in den Vordergrund rückt, ist das Bild nicht perfekt. In den dunkleren Szenen, wovon es nicht gerade wenige gibt, ist das Filmkorn oftmals sehr stark sichtbar, manchmal aber auch gar nicht. Dazu gesellt sich ein teils heftiges Rauschen, das ebenfalls für Unschärfen und Detailverluste sorgt.

Da das jetzt negativer klingt, als es eigentlich ist, komme ich gerne zum positiven Teil: Bei ca. 90% des Filmmaterials kann man von einer sehr hochwertigen Bildqualität mit sehr guter Bildschärfe sprechen. Das führt zudem zu einer gelungenen Plastizität des Bildes, die einen ganz ohne 3D-Brille schnell in die Tiefen des Waldes eintauchen lassen. Die eingesetzten Filter lassen das Bild allgemein etwas bläulich wirken, was allerdings nicht weiter stört, sondern den rauen Ton des Films unterstreicht.

Zusammenfassend kann man sagen, dass sicherlich mehr drin gewesen wäre, sich die Blu-ray aber dennoch zweifellos lohnt.

Ton

Der Ton ist großartig. Eigentlich wollte ich nur diesen ersten Satz schreiben, aber seien wir uns ehrlich – so würde es irgendwie lächerlich aussehen. Deshalb merke ich gerne an, dass meine Surround-Anlage Freudensprünge ohne Ende gemacht hat. Der Bass ist in manchen Actionszenen unglaublich wuchtig, untergräbt aber nie die dazugehörigen Höhen. Der Soundtrack klingt immer aus allen Boxen, übertönt dabei aber zu keiner Zeit die gesprochenen Texte. Die Surround-Effekte, vor allem im Wald, sind grandios. Wie bei „Avatar“ ist ständig etwas los. Hinten ein Vogel, rechts knirscht ein Ast und plötzlich rauscht einmal quer durch den Raum ein Feuerball. Diese Dynamik,… eine Wucht!

Extras

Ich dachte fast, ich werde nicht mehr fertig. Das Bonusmaterial, das sich aus zahlreichen kleinen Featurettes und einem großen Making of zusammensetzt, ist derart ausführlich und schön anzusehen, dass ich zwischendurch einfach nicht ausschalten konnte. Die Einblicke in die Stunts, die Dreharbeiten, die Kostüme und so weiter machen Spaß und bringen einem den Film noch viel näher. Ich könnte wirklich nicht behaupten, dass auch nur ein Extra unnötig gewesen wäre, soviel Spaß hatte ich. Natürlich gibt es neben den Einblicken auch noch Trailer, Biografien und – super! – ein Wendecover inkl. darumliegenden Schuber ohne FSK-Flatschen. Das Menü der Blu-ray ist sehenswert und begeistert vor allem durch die eingängige Titelmelodie, die im Hintergrund läuft. Eine Kleinigkeit, die mich etwas gestört hat: Während man sich ein Extra ansieht, hat man keine Möglichkeit die Extras-Übersicht zu öffnen. Man muss zurück ins Hauptmenü.

Fazit

Die Blu-ray-Umsetzung zu „Die Tribute von Panem“ ist definitiv gelungen. Die Extras sind mindestens so sehenswert wie der Film und der Sound ist umwerfend. Lediglich beim Bild wäre etwas mehr Feinschliff gut gewesen, sodass ich der sonst grandiosen Umsetzung nur hier 1 Stern abziehen muss.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. Politischandersdenkender sagt:

    Wollte mir die DVD von dem Film kaufen aber auf die abgespeckte deutsche Version habe ich keine Lust!

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