Arielle, die Meerjungfrau (Diamond Edition) (1989)

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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(6 votes, average: 4,50 out of 5)

„Arielle, die Meerjungfrau“ ist wohl einer der Disney-Filme, die mir bis heute am besten in Erinnerung blieben. Und so habe ich mich sehr gefreut, als ich die Möglichkeit hatte, den Film auf Blu-ray erneut zu sehen.

Arielle verliebt sich in einen Menschen und tut alles dafür, um selbst ein Mensch zu werden. Der Film handelt von der ewigen Liebe und einen Prinzen gibt es natürlich auch. Das Disney-Schema, wenn man es denn so nennen will, wird hier knallhart durchgezogen, meiner Meinung nach jedoch auf eine neue Ebene katapultiert. Die Animationen sind auch heute noch großartig, die Musikstücke sind immer wieder gern gehörte Ohrwürmer und die Gags treffen zu jeder Zeit ins Schwarze. „Arielle, die Meerjungfrau“ ist damit lustig und romantisch, aber auch gruselig, was wir der bösen Seehexe zu verdanken haben. Und Papa Triton? Naja, der hat trotz unendlicher Macht nicht immer das Sagen.

Ich gebe es zu, mein Highlight ist und bleibt Sebastian die Krabbe. Und wenn diese dann mit dem Koch kämpft, kommen mir jedesmal wieder die Lachtränen. Hach ja, Erinnerungen an die Kindheit. Gibt es etwas schöneres?

Blu-ray

„Arielle, die Meerjungfrau“ erscheint wie so viele Disney-Titel in der sog. Diamond Edition in einem schönen Schuber (ohne Prägung) und mit abziehbarem FSK-Sticker. Das Bonusmaterial wurde noch einmal kräftig aufgestockt und auch sonst kann man von einem qualitativen Quantensprung sprechen.

Bild

Immer wenn ich Disney-Blu-rays reviewe, bleibt mir nur zu sagen, dass es eigentlich nicht besser geht. Denn was die Genies mit dem vorliegenden Bildmaterial treiben, ist und bleibt mir ein Rätsel. Der Film aus dem Jahr 1989(!) sah sprichwörtlich nie besser aus. Die Schärfe ist (fast) zu jeder Zeit hervorragend, Verschmutzungen oder ähnliche Fehler gibt es keine und auch bei den Farben und Kontrasten wirkt alles perfekt. Soweit perfekt, wie es die Zeichnungen von damals eben zulassen.

Ton

Getestet habe ich diesmal den englischen 7.1-Ton, den deutschen 7.1-Ton und den deutschen 2.0-Ton. Hintergrund dazu: Die unterschiedlichen Synchronfassungen. Ich wusste bis dato nicht, dass es diese überhaupt gibt, bzw. kannte bisher nur die aus dem Jahr 1989. Die deutsche 7.1-Tonspur beinhaltet die Fassung von 1998, die zwar sehr räumlich und hochwertig daher kommt, aber zum Teil unpassend wirkt. Zumindest beim ersten Mal hören.

Der englische 7.1-Ton ist natürlich eine Wucht. Glasklar und die Songs so, wie sie damals geschrieben und gesungen wurden. Allerdings möchte ich die englischen Titel nicht unbedingt den deutschen vorziehen, da auch hier sehr gute Sprecher/Sänger engagiert wurden.

Der deutsche 7.1-Ton kommt etwas leiser daher, klingt aber – wie bereits erwähnt – sehr räumlich und hochwertig. Mein Problem hier? Der Synchronsprecher der Krabbe Sebastian. Viel zu tief und mit einem störenden Dialekt. Die Wahl fand ich beim ersten Hören mehr als unangenehm und unpassend. Zierliche Krabbe und Terminator-tiefe Stimme? Geht ja mal gar nicht. Doch dann habe ich noch einmal den englischen Originalton gehört und fand die neue Synchronstimme weitaus ähnlicher, als die aus der 1989er-Fassung.

Der deutsche 2.0-Ton beinhaltet die Synchronfassung, die ich kenne und liebe. Natürlich nicht so hochwertig wie die 7.1-Fassung, aber zumindest mit den mir bekannten Stimmen. Und ja, auch heute bevorzuge ich diese Fassung. Und wenn es nur an Sebastian und einigen anders übersetzten Passagen liegen mag – das ist für mich „Arielle, die Meerjungfrau“!

Extras

Die Blu-ray beinhaltet neben zahlreichen neuen (HD-)Extras auch die klassischen DVD-Extras, die Besitzern der DVD bekannt vorkommen dürften. Deshalb beschränke ich mich hier auf die neuen Extras.

  • Musikvideo: „Part Of Your World“ von Carly Rae Jepsen
    Wie der Titel schon sagt, handelt es sich hier um die Neuinterpretation des Klassikers durch Carly Rae Jepsen. Sehr sehens- und hörenswert, wirklich!
  • @Disneyanimation
    Der Wunsch, bei Disney zu arbeiten. Für manche wird er Wirklichkeit. Ein nettes kleines Featurette ohne wirklichen Mehrwert.
  • Zusätzliche Figur: Harold the Merman
    Groß angekündigt und dann doch enttäuschend. Harold der Meermann ist schlichtweg unnötig und logischerweise nicht im Film gelandet. Ich bin im Gegensatz zu den Regisseuren nicht traurig darüber.
  • Wie echte Schauspieler…
    Vermutlich das beste Extra, in dem gezeigt wird, wie echte Schauspieler diverse Szenen vormachen, auf denen die Animationen im Film basieren. Sehr, sehr sehr schön anzusehen und vor allem äußerst interessant!
  • Howards Erzählungen
    Über die Musik in Animationsfilmen – darum geht es hier. Nett, aber etwas langatmig.
  • In ihrer Welt: Jodi Bensons Reise ins neue Fantasyland
    Die Stimme von Arielle, Jodi Benson, wird bei ihrem Besuch im Fantasyland begleitet. Mehr gibt es nicht zu sehen. Naja…

Fazit

„Arielle, die Meerjungfrau“ ist auch heute noch einer meiner Lieblings-Disney-Filme. Die Blu-ray ist herausragend, der Film so schön wie eh und je. Zugreifen? Na logisch!

© Disney

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    Für mich war dieser Film allein schon dadurch ein echtes Erlebnis, weil ich bis dahin noch nie meinen Namen bei einer Filmfigur gehört hatte. Dass die Krabbe und ich Namensvettern sind, hat mir damals echt viel bedeutet 😉

    Aber auch sonst ist es ein großartiger Film.

  2. Sebastian sagt:

    Leider hat die Bluray einen Schnittfehler. Hab davon nur gelesen. Aber wenn er einem einmal aufgefallen ist stört er schon:

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=I5vHZH-YJQA

    Arielle singt (Lippenbewegung) durch den Tausch der Sequenzen ohne Stimme…

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