50/50 – Freunde fürs (Über)Leben (2011)

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Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
Besucher: 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4,33 von 5 Sterne bei 3 Bewertung(en)

Wenn es um behinderte oder kranke Menschen geht, nimmt man gerne ein Blatt vor den Mund. Nicht so im Film „50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“, in dem Adam Lerner (Joseph Gordon-Levitt) mit nicht einmal 30 Jahren an Krebs erkrankt. Seine Überlebenschancen? 50/50.

Ich hatte ehrlich gesagt große Zweifel, bevor ich mir den Film ansah. Wie wird man mit dem Thema Krebs umgehen? Wird man die Krankheit ins Lächerliche ziehen? Wird man keinen angemessenen Humor einsetzen? Gibt es überhaupt so etwas wie einen „angemessenen Humor“ für das Thema? „50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“ hat mich überrascht. Mit ganz viel Fingerspitzengefühl hat man es geschafft, den Spagat zwischen Drama und Komödie zu meistern. Joseph Gordon-Levitt spielt den Krebserkrankten mit großer Hingabe und wirkt seiner neuen Lebenssituation gegenüber erst gelassen. Doch nach und nach schleichen sich Zweifel ein, bis zu dem Punkt, als ihm klar wird, dass er sterben muss. Bis es aber soweit ist, reißt ihn sein Freund Kyle (Seth Rogen) mehr als einmal aus den gedankenverlorenen Stunden und sorgt mit zahlreichen amüsanten und heftigen Sprüchen für den größten Lachanteil im Film, ohne dabei geschmacklos zu werden.

„50/50″ hat mir mit feuchten Augen und einem Lachen auf dem Gesicht einmal mehr klar gemacht, wie wichtig es doch ist, das Beste aus seinem Leben zu machen. Ganz leise pocht der Film darauf, dass jede einzelne Sekunde im Leben wertvoll ist. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Machern bedanken. Es gehört viel Geschick dazu, eine solche Thematik korrekt zu verfilmen, bzw. damit wachzurütteln und gleichzeitig aufzuheitern.

Bild

Das Filmkorn ist ziemlich stark und somit ist das Bild eigentlich nie richtig scharf oder überzeugend plastisch. Dennoch kann man von einer allgemein guten Bildschärfe sprechen. Durch diverse Filter wirken die Farben leicht ausgewaschen, was vermutlich die Thematik unterstreichen soll und somit nicht negativ auffällt.

Ton

Der Soundtrack ist schön räumlich, aber sonst haben die hinteren Boxen Sendepause. Das meiste spielt sich auf dem Center ab, weiß aber zu überzeugen. So sind die Stimmen zu jeder Zeit klar verständlich und werden vom Soundtrack nicht übertönt.

Extras

Erwähnenswert wären die Featurettes und die Deleted Scenes. Vor allem die Featurettes haben es mir angetan, in denen unter anderem erklärt wird, wie es zum Film kam. Das Menü kann man als angemessen aber langweilig erachten. Eine Wendecover ist vorhanden.

Fazit

„50/50 – Freunde fürs (Über)Leben“ ist großartig, wenn man das so sagen darf. Die Darsteller sind hervorragend ausgewählt und bringen Drama und Komödie perfekt ausgewogen auf den Bildschirm. Und wenn wir schon beim Bildschirm sind,… Die Blu-ray bietet weder das beste Bild, noch den überzeugendsten Ton oder fantastische Extras, ist aber immer noch gut und damit eine Empfehlung wert.

Dominik

Genius, billionaire, playboy, philanthropist. Nearly.Mehr zu mir.

1 Response

  1. Webmovieblog sagt:

    Für mich einer der besten Filme des Jahres. Joseph Gorden-Levitt spielt unglaublich authentisch und überzeugend!

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