Your Name. – Gestern, heute und für immer (2016) Filmkritik

5/55 von 5 Sterne von Dominik

Ich muss gestehen, dass ich großer Fan von Körpertausch-Filmen bin. Ob nun ein Tom Hanks 12 Jahre alt ist („Big“) oder ein Mann als Frau wiedergeboren wird („Switch“), ein jedes Werk dieser Kategorie hat etwas besonderes an sich. Sei es nun im Genre Komödie, Drama oder auch Horror – diese Art Film gefällt mir. Und so fieberte ich nun schon seit Monaten auf die Heimkino-Veröffentlichung des Animes „Your Name. – Gestern, heute und für immer“ hin, den ich vor kurzem endlich in meinem Blu-ray-Player (PS4) rotieren lassen konnte.

Vorweg: Ja, diverse Klischees (Mann freut sich über Brüste) werden auch hier abgearbeitet und Anime-typisch mit einem Augenzwinkern in Szene gesetzt. Doch tief im Herzen des Films steht der Körpertausch an sich nicht im Mittelpunkt. Vielmehr ist „Your Name. – Gestern, heute und für immer“ eine dramatische Liebesgeschichte mit einer Portion Mystery.

Der Film handelt von einem Mädchen (wohnt auf dem Land, möchte gerne in die große Stadt Tokyo) und einem Jungen (wohnt in der großen Stadt Tokyo und hätte nichts gegen mehr Ruhe einzuwenden). Beide im (beinahe) heiratsfähigen Alter, so wie es uns ein Zitat aus dem Film lehrt. Mitsuha und Taki tauschen über Nacht hin und wieder die Körper, können sich am nächsten Morgen allerdings an fast nichts mehr erinnern. Dies hat zweierlei Konsequenzen: Zum Einen sind Freunde und Familie der Jugendlichen mehr als verwirrt, wenn diese urplötzlich nicht mehr wissen, wie der Weg zur Schule aussieht oder man sich als Mädchen zu verhalten hat. Zum Anderen bleiben immer mehr Brocken hängen. Mit kleinen Textnachrichten, handgeschriebenen Notizen oder auch bekritzelten Körperteilen verstehen beide langsam aber sicher, was vor sich geht. Außerdem wüssten sie auf diese Weise gerne, wer der jeweils andere ist, vor allem aber dessen Namen (daher auch der Filmtitel), der kurz nach dem Aufstehen schon wieder entfallen ist.

Ich habe mich nun dazu hinreißen lassen, ein wenig vom Körpertausch-Part zu erzählen. Sehr viel interessanter wird es dann allerdings, wenn Taki erfährt, mit wem er da tatsächlich den Körper getauscht hat. Wer Mitsuha ist, bzw. war. An dieser Stelle möchte ich nicht mehr verraten, doch genau hier setzt der Mystery-Part ein, der diesem Film das gewisse Etwas verleiht.

Und dieses gewisse Etwas ist es, was „Your Name. – Gestern, heute und für immer“ hervorhebt. Es ist eine dramatische Geschichte, die mich nachdenken ließ und emotional sehr berührte.

Der Film ist ein künstlerisches Meisterstück, seien es nun die Geschichte, die Musik oder auch die famose Optik – es gibt eigentlich nichts, was man an „Your Name. – Gestern, heute und für immer“ nicht lieben könnte, es sei denn, man nimmt bereits bei dem Wort Anime Reißaus.

Fazit: Ein Meisterwerk.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. donpozuelo sagt:

    Oh ja, das ist wirklich ein Meisterwerk – ich find’s nur echt schade, dass Hollywood direkt angebissen hat und daraus jetzt gleich einen Live-Action-Film machen will. Zwar mit J.J. Abrams als Regisseur, aber trotzdem… das muss doch nicht sein.

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