24 Hours to Live (2017) Filmkritik

3/53 von 5 Sterne von Dominik

Ethan Hawke, ja, den guten Mann gibt es auch noch. Und im Actionthriller „24 Hours to Live“ musste er sterben, nur um dann für 24 Stunden wiederbelebt zu werden.

Eine brandneue, mordsgeheime Chemiekeule holt Personen zurück ins Leben, auch Stunden nach dem Ableben. Das hat allerdings einen Haken: Sie sterben danach binnen 24 Stunden, da der Körper das so gar nicht lustig findet. Er stößt die Medikamente ab. Die Folgen: Absolut realistische Halluzinationen, blutende Ohren und Augen, Black-Outs,… das ganze Sortiment.

Ethan Hawke geht es im Film ganz ähnlich. Als Auftragskiller macht er so lange eine gute Figur, bis er doch einmal versagt. Als er dann wiederbelebt wird und erfährt, dass ihn seine Leute für nicht einmal 10 Minuten am Leben lassen wollen, befreit er sich und macht fortan Jagd auf seine ehemaligen Kollegen und Freunde. Ach ja, ganz nebenbei beschützt er die, die er selbst zuvor noch töten wollte. Logisch, oder? Soviel zum Thema Ausgangslage für einen Rachethriller mit verhältnismäßig hohem Actiongehalt.

Die Grundidee…

… ist ja wirklich gut und vermutlich auch irgendwie so annähernd realistisch. Jedenfalls hatte ich Spaß dabei zu sehen, wie Ethan Hawke sowohl mit seinen Feinden als auch mit seinem verfallendem Körper zu kämpfen hatte. Seine eintönige Mimik, die er gerne unter Beweis stellt, hatte in diesem Falle tatsächlich auch einmal Sinn, zumindest so grob.

Xu Qing als Gegenspielerin und später auch „Freundin“ ist toll. Dynamisch, furchtlos und allzeit kampfbereit. Ich hatte beinahe noch mehr Spaß dabei, ihr in ihrem Tun zu folgen. Im Team ergeben Xu und Ethan allerdings leider kein gut Gespann. Da harmonisiert nichts, ganz offensichtlich unserem Tiefgefriergesicht Hawke zu verdanken.

Action

Die Actionszenen sind toll, nicht verwackelt und auch „angenehm“ brutal. So etwas lobe ich mir, auch wenn es nichts gibt, was man nicht schon einmal gesehen hätte. Und genau das ist auch der mitunter größte Haken an der Sache. Trotz der guten Idee bleibt der Film so gut wie gar nicht im Gedächtnis. Nichts, aber auch gar nichts tritt wahrlich hervor.

Das Ende nach dem Ende ist Käse und wird – schon alleine der Wertungen wegen – nicht zu einer Fortsetzung führen. Und ganz ehrlich: Auch im Kopf möchte ich die Geschichte nicht weiterspinnen. Da hat sich Regisseur Brian Smrz ganz gehörig verrechnet. Der Film bleibt was er ist: Ein B-Movie mit ein paar Momenten, aber ohne wahre Highlights. Es ist schade, da ich mir sicher bin, dass man soviel mehr daraus hätte machen können.

Na immerhin ein Pluspunkt: Die Game of Thrones Stars springen schön langsam heraus aus dem Mittelalter und hinein in die Gegenwart. So darf Liam Cunningham (aka Davos Seaworth in Game of Thrones) einen lediglich akzeptablen Schurken mimen, der zwar soviel Potential hätte wie auch der Rest des Films, es aber entweder bewusst verspielt oder dem Drehbuch nach verspielen musste. Man wird es nie erfahren, aber eines ist sicher: Der Typ ist schon eine coole Socke, blöde Rolle hin oder her.

Werde ich mir den Film nochmal ansehen? Nein.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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1 Response

  1. Sascha sagt:

    Naja für einen Filmabend wirds dann wohl reichen denke ich 😀
    Danke für diese tolle Bewertung

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