Yamaha YAS-101

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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5,00 von 5 Sterne (2 Bewertung(en))

Heute einmal etwas ganz anderes und damit eine neue Rubrik auf Filmherum: Technik. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als mir zuletzt angeboten wurde, eine sog. Soundbar zu testen. Kurz bejaht, schon im Wohnzimmer.

Bevor wir nun zum Test der Yamaha YAS-101 kommen, möchte ich noch anmerken, dass ich kein voll ausgestattetes Testlabor zuhause habe. Ja, ich habe einen guten Fernseher und ja, daran hängt bereits eine außerordentlich gute Surround-Anlage. Deshalb bin ich durchaus in der Lage, diese Soundbar auf Klang- und Optikebene realistisch zu beurteilen. Wenn es dann um die Anzahl diverser Anschlüsse oder Einstellmöglichkeiten geht, halte ich mich dezent im Hintergrund. Ich werde auf Makel hinweisen, aber bestimmt nicht zu sehr ins Detail gehen. Für mich zählt im Endeffekt nur der Klang, und der ist außerordentlich gut.

Um die Yamaha YAS-101 auszureizen, habe ich diese mit meiner PS3 und einem optischen Kabel verbunden. Im ersten Test startete ich das Spiel Call of Duty: Ghosts und drückte hier und da immer einmal wieder auf ein Knöpfchen. Was ich nicht getan habe: Die Anleitung durchgelesen, vorerst. Ich bin der Meinung, dass so eine Soundbar idiotensicher sein sollte. Anstecken und loslegen. Und genau das war hier auch der Fall.

Soundtest Game: Call of Duty: Ghosts

Die Yamaha YAS-101 lässt Lautstärke und Subwoofer getrennt regeln, was in der Regel auch sehr gut funktioniert. Etwas schade fand ich von Anfang an, dass beim Klick auf den Lautstärkeregler ein kurzer (wenn auch sehr kurzer) Aussetzer des Tons zu vernehmen ist. Als Voreinstellung hatte ich Clear Voice, Uni Volume und Surround. Ersteres sorgt für verständlicheren Sound – so die Anleitung, Uni Volume für eine durchgängig gleichbleibende Lautstärke und Surround emuliert über die 2 Boxen Surround-Sound. Letzteres funktioniert sogar ziemlich gut. Im Spiel ging ich an einem bellenden Hund vorbei, den ich irgendwann hinter mir zu hören begann. Die Emulation des Surround-Sounds fand ich in diesem einen Falle wirklich gelungen, aber das war es dann auch schon. Scheinbar klappt die Emulation nicht immer so gut, aber sie funktioniert.

Der Ton ist klar, der Subwoofer liefert je nach Einstellung beeindruckende Tiefen. Call of Duty: Ghosts machte mir mit der Yamaha YAS-101 beinahe soviel Spaß wie mit meiner Surround-Anlage. Beinahe deshalb, weil der Surround-Sound mit der Soundbar nicht gar so gelungen war – logischerweise. Aber bereits beim Spielen würde ich zu dieser Lösung greifen, hätte ich noch keine im Wohnzimmer. Der Klang des virtuellen Krieges war brachial, wobei die Stimmen nie im Getümmel untergingen. Alles war stets gut verständlich und der durchweg gelungene Soundtrack ging auch zu keiner Zeit verloren.

Soundtest Blu-ray: World Invasion: Battle Los Angeles

Danach war World Invasion: Battle Los Angeles, ein Film der sowohl auf Gespräche als auch auf Surround-Effekte in Form von Explosionen und Schüssen setzt. Hier geht es schlichtweg voll zur Sache und manchmal eben auch nicht. Die stellenweise schnellen Wechsel hin zu Actionszenen reißen mich permanent vom Hocker, wenn ich mit meiner Surround-Anlage gucke/höre. Die Soundbar hingegen ließ ich vorerst auf Uni Volume stehen, und siehe da, die durchgängig gleichbleibende Lautstärke war eine Wohltat. Kein ungewolltes Zusammenzucken, keine bösen Nachbarn. Die Soundbar regelt die Lautstärke außerordentlich gut, wenngleich das Drosseln sich auch auf etwas anderes auswirkt. Stellt man Uni Volume im Geschehen aus, wird schnell deutlich, dass unzählige Höhen von der Drosselung geschluckt werden. Hat man Uni Volume deaktiviert, ergibt sich ein hochwertigeres Klangbild, das ich danach nicht mehr missen mochte. Vielen mag es egal sein, dass Höhen verloren gehen, aber gerade bei hochwertigem Blu-ray-Sound sind es diese Höhen und Details, auf die ich persönlich nicht verzichten will.

Im Zuge des Soundtests mit World Invasion: Battle Los Angeles aktivierte und deaktivierte ich auch des öfteren Clear Voice und war ernüchtert. Wie bereits bei Call of Duty: Ghosts zeigte diese Einstellung nur wenig Wirkung. Ja, insgesamt klangen die Stimmen etwas verständlicher, doch nicht in dem Maße, wie ich es erwartet hatte. Im Zusammenspiel mit Uni Volume hat Clear Voice sogar noch weniger eine Chance.

Soundtest Fernsehen: Jackie Chan: Under Control

Via optischem Kabel habe ich die Soundbar auch mit dem Fernseher verbunden. Ein Glück, dass zu diesem Zeitpunkt Jackie Chan: Under Control lief. Und wie erwartet, klang das Geschehen gut, aber nicht überragend. Die Emulation des Surround-Sounds konnte man vergessen. Ein Umstellen auf Stereo brachte wie erwartet mehr Lautstärke und etwas weniger Räumlichkeit. Clear Voice und Uni Volume wirken sich wie bei der Blu-ray auch aus. Mit Uni Volume wirkt der Ton insgesamt dumpfer. Clear Voice wies erneut kaum eine Verbesserung auf.

Trotz der doch eher negativen Worte in diesem Bereich würde ich die Yamaha YAS-101 den schmächtigen Boxen des Fernsehers jederzeit vorziehen. Mit der richtigen Einstellung erwirkt man auch beim ausgestrahlten Stereo-Ton ein sehr gutes Klangbild, das vor allem dank des verbauten Subwoofers mit beeindruckenden Tiefen zu gefallen weiß.

Optik und Ré­su­mé

Hat man einen schwarzen Fernseher mit Klavierlack, gliedert sich die Yamaha YAS-101 hervorragend ins Bild ein. Ich stellte sie direkt vor meinen Fernseher und nahm sie dort eigentlich kaum wahr. Sie ist sehr schlicht und fällt kaum auf, wirkt dadurch aber auch sehr hochwertig. Ich kann nur sagen: Hätte ich noch keine Surround-Anlage, würde ich vermutlich zu dieser hier greifen.

Insgesamt konnte mich die Yamaha YAS-101 mehr als nur überzeugen. Die Tiefen des kleinen Subwoofers sind für ebendiese Größe beeindruckend. Der Klang selbst wirkt bei hochwertigen Quellen mindestens genauso hochwertig. Verzichtet man auf Uni Volume, erhält man ein glasklares Klangbild, in dem rein gar nichts vom Geschehen untergeht.

PS: Für mehr zum Thema Soundbars kann ich soundbar.org empfehlen. Hier wird noch etwas genauer auf Anschlüsse und Technik eingegangen.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. Kim sagt:

    Habe die YAS 101 nun auch schon knapp 4 Jahre, würde sie aber ohne den dazugehörigen Subwoofer, dessen Name mir gerade nicht einfällt, nicht nutzen wollen. In der Kombi mit dem Subwoofer allerdings ist das Teil ein Traum!

    • Dominik sagt:

      Das klingt interessant. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein zusätzlicher Subwoofer noch einmal enorm etwas bringt.

      Mit dem Subwoofer meiner Surround-Anlage konnte der kleine der YAS-101 natürlich nicht mithalten. Andererseits muss man vor allem aufgrund der Größe sagen, dass das „nur“ mit der Soundbar erzielte Ergebnis beeindruckend ist.

    • Robert sagt:

      Benutze die YAS 101 zum Zocken und Filme schauen. Habe den Yamaha YST FSW 150 Subwoofer dazu geholt. Der macht ordentlich Bass.

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