This War Of Mine (PC) (Round 2)

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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Es herrscht Krieg. Eine Stadt zerfällt, die letzten Überlebenden horten sich in zerstörten Häusern, kämpfen um das nackte Überleben. Ich übernehme in This War Of Mine zu Beginn 3 Protagonisten, ein jeder mit einer anderen Spezialfähigkeit. Der eine ein guter Koch, der andere ein Dieb und der letzte ein schneller Läufer. Doch so unterschiedliche diese Charaktere auch sein mögen, eines verbindet sie: Die Furcht. This War Of Mine übt eine bedrückende Atmosphäre aus, und das von der ersten Minute an. Doch erst mehrere Spielminuten später verschafft sich der blanke Horror im Kopf seinen wohlverdienten Platz. Das Essen geht aus, Schlafplätze sind Mangelware und in der Nacht werden zwei meiner drei Leute überfallen und zum Teil auch verletzt. Die Resourcen sind allerdings knapp, genauso wie meine Staumöglichkeiten bei einem Beutezug. Nehme ich nun notwendiges Essen mit, wichtiges Holz zum Bauen, Medikamente und Bandagen oder Waffenteile zur Verteidigung? Nicht alles auf einmal ist möglich, also wähle ich den meiner Meinung nach vernünftigsten Weg, der bislang auch ohne größere Rückschläge nach vorne führte.

This War Of Mine erinnert von der Grafik und dem Spielverlauf leicht an Jagged Alliance, ist allerdings nicht rundenbasiert. In verkürzter Echtzeit versucht man den Tag zu überleben und in der Nacht dringend benötigte Güter aufzuspüren. Bei den nächtlichen Beutezügen allerdings trifft man auch des öfteren auf weitere nicht wohlgesinnte Opfer des Krieges, die ihrerseits ebenso um das nackte Überleben kämpfen, stets eine Pistole im Anschlag.

Ich liebe die Zeichen-Real-Männchen-Optik des Spiels, mag den bis dato eingängigen Soundtrack und fürchte die Bombeneinschläge im Hintergrund, wie meine Protagonisten auch. Wie es nun zum Krieg im Spiel kam, weiß ich nicht. Und wirklich Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, habe ich auch nicht wirklich. Im Augenblick versorge ich einen meiner unfreiwilligen Kämpfer mit Bandagen, Medikamenten und ganz viel Schlaf, um ihn von seinen Schusswunden genesen zu lassen. Mein Koch wird seines Amtes zweckentfremdet und gräbt sich entweder durch Trümmerhaufen oder steht in der Nacht mit einem schäbigen Messer Wache. Und dann war da noch mein schneller Läufer, den ich jede Nacht wieder auf Beutezug schicke, nur um mich selbst zu fürchten, wenn ein optisches Warnsignal auf Gefahr hinweist. Die Nerven liegen allmählich blank…

Im Augenblick spiele ich das Spiel noch, bin bei etwa Tag 8 von x angelangt. Ich bin gespannt, wie es weitergeht, bibbere aber jetzt schon, wenn ich ans Weiterspielen denke. Wie soll ich meine Figuren nur versorgen und gleichzeitig schützen? Und stimmt es wirklich, dass wenn einer von ihnen stirbt, dieser wirklich nicht wiederbelebt werden kann? Welch grausam schöne Realität die Entwickler von 11 Bit Studios bis dato schufen.

Round 2

Und wieder habe ich ein paar Tage im Kriegsgebiet verbracht, kämpfe gegen Hunger und Angst. Und als ob das nicht schon genug wäre, habe ich einen neuen Bewohner im Haus. Katia ist zumeist traurig oder deprimiert und steckt damit scheinbar auch meine anderen Figuren an. Zudem geht mir – nicht nur, weil wir jetzt einer mehr sind – das Essen aus. Auf meinen nächtlichen Beutetrips finde ich ein paar Hölzer und Waffenbauteile. Ich brauche allerdings Nahrung, und zwar so schnell wie möglich.

Der Handel mit Unbekannten an der Tür ist mir zu teuer. Für eine Bandage muss ich x Artikel eintauschen, selbst mit Katia, die das Handeln beinahe schon perfektioniert hat. Ja, die Charaktere haben besondere Fähigkeiten – wir hatten das ja schon. Nun ja, ich brauche Bandagen. Und Lebensmittel. Und Medikamente allgemein. Mein vor wenigen Tagen angeschossener Charakter läuft zwar mittlerweile wieder umher, doch die Wunden sind noch nicht verheilt. Leider fehlen mir auch die Mittel, um diese vollends ausheilen zu lassen. So kann ich ihn eigentlich nur ins Bett legen, wenngleich gerade er, mein Meisterdieb, nachts wieder umherziehen muss.

In einer der letzten Nächte schaffte es mein Meisterdieb nicht rechtzeitig, bzw. im Schutz der Dunkelheit nach Hause. So musste er am Tag zurückkehren. Sein Begrüßungsspruch zu Hause lautete dann in etwa so: „Ich bin zu Hause, in einem Stück.“ Da muss ich wohl höllisch aufpassen, dass ich immer rechtzeitig zurücklaufe…

Im Augenblick macht mich das Spiel wahnsinnig. Ja, es macht Spaß, doch es hält einem eine grausame Realität vor Augen, mit der ich im Augenblick nicht so recht umzugehen weiß. Mir fehlen unzählige Resourcen an allen Ecken und Stellen. Krieg ist nicht schön.

more to come…

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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8 Responses

  1. m00shpit sagt:

    Das schreit doch geradezu nach einem Survival-Tagebuch 😀

  2. m00shpit sagt:

    Na dann bin ich ja mal gespannt ^^

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