Steep – Test der PS4 Betaversion

Über das Wochenende durfte ich mich zur Garde der „Steep“-Betatester zählen, die das Winter-Extremsport-Spiel auf Herz und Nieren testen durften. Meine Eindrücke möchte ich nun mit euch teilen, seien es nun Wow’s – und davon gibt es einige – oder Oh je’s – und davon gibt es auch ein paar. (Bei letzteren gehe ich selbstverständlich davon aus, dass diese im Gold-Release nicht mehr aufzufinden sind.) 🙂

Wintermärchen

Was zuerst auffällt ist die zum Teil fantastische Optik. Ob nun Berge, Schnee oder auch Figuren – das macht wirklich verdammt viel her. Oftmals bestaunte ich beim Boarden einfach nur die Gegend und küsste dabei den einen oder anderen Felsen oder Baum, der nur auf mich wartete. „Steep“ ist ein regelrechter Augenschmaus – kein Winterspiel zuvor war so schön. (Aber so etwas erwarte ich einfach auch bei einem aktuellen Spiel.) Abseits der tollen Lichteffekte, den Spuren im Schnee oder den allseits scharfen Texturen überzeugen auch die Animationen meines Recken, bzw. die der anderen Wintersportler, die sich da in diesem scheinbar unüberschaubar großen Areal tummeln.

Natürlich sind nicht alle Animationen perfekt, soviel muss gesagt sein. Zumeist sind die Bewegungen absolut geschmeidig und realistisch, doch manchmal etwas zu ruppig und damit eher unglaubwürdig. Ein Sturz beispielsweise hat eher etwas von einer mit dem Katapult geschossenen Gummipuppe. Und wenn ich – wie soeben schon angedeutet – einen Baum auf ein kleines Stelldichein treffe, färbt sich der Bildschirm Schwarzweiß, während der oder die Winterheld(in) sich auch gerne einmal ungesund mit dem hölzernen Gesellen vereint. Mal abgesehen davon, dass ich dann mehrere Sekunden nicht vom Fleck kam, sah es so bemitleidenswert wie lustig aus.

Open World

„Steep“ gibt keinen Weg vor. So zoome ich aus dem Geschehen gerne heraus, erforsche die Berge von oben und suche neue Startpunkte. Einen solchen ausgewählt, zoomt die Kamera wieder hinein und siehe da, mein Wintersportler steht auf dem Kopf eines anderen. Nanu? Ganz offensichtlich können mehrere Spieler auf haargenau dem gleichen Fleck abgesetzt werden. Uiui, ein bisschen muss da noch an der Kollisionsabfrage gefeilt werden. Und wenn wir schon bei dieser sind: Warum kann ich im Wingsuit nur in einem begrenzten Bereich von einer Plattform abspringen? Wenn ich nach vorne springe, beginnt der Spaß sofort. Bewege ich mich allerdings nach rechts, springt meine Figur und landet auf der Nase anstatt dass sie noch 2 Schritte macht. Hä?

Nun gut, ich sage es sind Beta-Fehler! Es gibt hie und da noch ein paar Glitches und Unschönheiten, doch das Gesamtpaket kann sich mehr als nur sehen lassen. Wie gesagt ist das Spiel optisch eine Wucht und auch die Steuerung weiß zu gefallen. Zudem liebe ich die Freiheiten, die mir dieses Spiel lässt. Steige ich jetzt um auf Ski oder lege den Wingsuit an? Ich entscheide wo es lang geht!

Wettbewerbe motivieren, ob nun Punktezählen mit Tricks oder Geschwindigkeitswettbewerbe – auch hier sorgte man für Abwechslung. Einzig eine „durchgängige Story“ konnte ich nicht so recht ausmachen. Ich denke zu glauben, dass es etwas in diese Richtung gibt, aber vielleicht war das auch nur Wunschdenken.

Ist das Spiel nun das lange erwartete Paradies für Wintersportfans?

Das kann ich zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen, doch eines steht fest: „Steep“ ist eines der besseren Spiele in diesem Segment. Ich als Snowboardfahrer und -zocker liebte allen voran „ESPN X-Games Pro Boarder“ für seine Unkompliziertheit, den fetzigen Soundtrack und den Fokus auf Tricks. „Steep“ bietet hier mehr, scheint allerdings auch deutlich komplexer und simulationslastiger zu sein. Wer also mehr einen „Arcade-Racer“ sucht, muss wohl noch weiter suchen. „Stoked“ lässt hier in gewissem Maße grüßen, für die einen Segen, für die anderen Fluch.

Ich für meinen Teil freue mich auf die Endfassung, die mit Sicherheit noch den einen oder anderen Bug beseitigt haben wird.

PS: Kostüme, Mützen, Boards, Wingsuits – alles kann konfiguriert werden. Das gibt doch zum Grund zum Anlass für optionale Ingame-Buys. Soweit ich das gesehen habe, kann man allerdings auch alles freispielen. Gadgets für die Fanbase. 🙂 Außerdem ging ich nicht auf die Aufnahme-, bzw. Wiederholungsfunktion ein, mit der man sich seine Abfahrt noch einmal ansehen kann. Für mich eher uninteressant, ich brauche Action.

Release: 02.12.2016

© Copyright der Screens und des Videos: Ubisoft 2016

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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