Injustice: Götter unter uns (PS3)

Filmherum:4.5/54.5 von 5 Sterne von Dominik
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5,00 von 5 Sterne (1 Bewertung(en))

Wie sähe die Welt wohl aus, würde Superman die Macht an sich reißen? Was wäre, wenn einer der Besten auf Erden dafür sorgt, dass es keine Kriege mehr gibt? In „Injustice“ kommt es soweit, nachdem der Joker durch eine List Lois Lane von Superman höchstpersönlich töten lässt. (Soviel darf verraten werden.)

Ein Tod in der Familie?

Im Storymodus kämpft man sich mit unterschiedlichen Helden und Schurken vor zur Wahrheit. Nach und nach erfährt man, was hinter all dem steckt und wie es überhaupt soweit kam. Die Story ist überraschend ausgebufft, gespickt mit Anspielungen auf zahllose Comics und zudem äußerst amüsant. Die Eigenheiten der Charaktere wurden perfekt eingefangen und in Spielgrafik nahtlos zwischen den Fights wiedergegeben. Dabei bereist man unzählige Schauplätze, die allesamt halbwegs zerstörbar sind, mehrere Ebenen bieten und vor allem Fanboy-tastisch gestaltet sind. Demnach handelt es sich um alles andere als einen „Tod in der Familie“, sprich keine Gurke im Kampfspielbereich, sowie im DC-Universum. „Injustice: Götter unter uns“ ist so gut geworden, wie ich es seit der Ankündigung erwartet habe.

Das Herzstück des Spiels stellt für mich die Story dar. Man hat sich wirklich sehr bemüht, die Atmosphäre unzähliger Comics einzufangen, ohne dabei den Prügelspaß eines „Mortal Kombat“ außer Acht zu lassen. Es macht wahnsinnig viel Spaß als Batman, Superman, Green Lantern, Cyborg, Wonder Woman,… usw. auf die Nuss zu geben. Mit dabei: Ein paar Blutspritzer, die im Endeffekt aber nie etwas zu bedeuten haben. Hier mussten die bluterfahrenen Entwickler der NetherRealm Studios wohl ein wenig zurückstecken. Stören tut das allerdings nicht im geringsten. Denn im Gegensatz zum lauen „Mortal Kombat vs. DC Universe“ geht es hier schon ein wenig härter zur Sache. So ist es keine Seltenheit, dass man die Recken mit Schwertern durchbohren kann oder ihnen aus nächster Nähe in den Kopf schießt. Natürlich alles ohne Folgeschäden, dafür aber optisch toll in Szene gesetzt.

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Wenn der auserkorene Held oder Schurke eine seiner Spezialattacken loslässt, läuft einem automatisch das Wasser im Mund zusammen. Batman beispielsweise darf Fledermäuse herbeibeschwören, Baterangs werfen oder mit den 2 Schultertasten und der damit verbundenen, härtesten Spezialattacke sein Batmobil auf den Feind loslassen. Fraglich ist nur, wie oft man sich das ohne Ermüdungserscheinungen ansehen kann. Nichts desto trotz ist es fantastisch zu sehen, was sich die Entwickler in Zusammenarbeit mit DC so alles haben einfallen lassen. Ich entdecke nach mehreren Stunden Spielzeit immer noch irgendwelche Combos oder Spezialattacken, die mir ein freudiges Lachen entlocken. Doch nicht nur die hervorragend animierten Figuren überzeugen, sondern auch die Interaktionsmöglichkeiten mit den Arenen. Schnell mal eine Rakete abfeuern? Auf Knopfdruck. Jemandem die Hölle heiß machen? Ab ins Feuer mit ihm. Cool, nein – supercool! Und dazu noch die Möglichkeit, den Gegenspieler in eine andere Ebene zu kicken. Von Eintönigkeit also keine Spur. Mal sehen, wie das nach 2 Wochen oder 1 Monat aussieht. Aber selbst da denke ich, dass noch Luft nach oben ist, Stichwort Downloadcontent. (Mir persönlich fehlt da noch der eine oder andere Held, der nachgereicht werden könnte…)

Schnell wie der Blitz

„Injustice: Götter unter uns“ ist einer der besseren Prügler. Die Kämpfer reagieren flott auf Tastenkommandos, bewegen sich flüssig und treffen im Ziel und nicht ein paar Zentimeter davor. Kombos oder Spezialattacken startet man so, wie man es von zahlreichen anderen Prügelspielen kennt. Unten, Links, Schlagtaste oder Unten, Rechts, Schlagtaste, oder… kommt euch das bekannt vor? Fast jeder Kämpfer reagiert auf diese Eingaben und vollführt zumeist auch eine ähnliche Aktion, nur in einem anderen Gewand. Doch der beste Freund des Kämpfers ist und bleibt..? Richtig, der Uppercut. Dieser fehlt selbstverständlich nicht und hilft in so manch einer brenzligen Situation. Doch so oft wird es gar nicht brenzlig. Selbst ohne die gelungene Einführung ins Spiel konnte ich problemlos auf Stufe „Mittel“ den Storymodus durchspielen. Jahrelange „Mortal Kombat“- und „Street Fighter“-Erfahrung natürlich vorausgesetzt. Einziger Haken an der Geschichte? Geblockt wird durch Zurückgehen. Warum nicht einfach eine Taste mit dieser wichtigen Funktion belegen?

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Neben dem Storymodus gibt es natürlich noch den Trainingsmodus, die Möglichkeit online gegen Spieler anzutreten (noch nicht getestet), arcademäßig einfach irgendeinen Gegner platt zu machen oder diverse (abwechslungsreiche) Aufgaben in den sog. S.T.A.R.-Labs zu erledigen, die euch gleichzeitig Tastenkombis zu diversen Charakteren nahelegen. Einziges Problem: Die gelungene Sprachausgabe aus dem Storymodus fehlt vollständig. Hier hat man sich auf Untertitel beschränkt.

SHAZAM!

Grafisch macht das Spiel echt was her. Ich hatte ja bereits über die gelungenen und geschmeidigen Animationen geschwärmt, sowie die detailverliebte Spielwelt gelobt. Doch Donnerlittchen, warum sehen die Zwischensequenzen in Spielgrafik schlechter aus als die Kämpfe? Selbst das simpel gestrickte, aber fantastisch anzusehende Menü weiß mehr zu begeistern, als die Zwischensequenzen auf Sparflamme. Seltsam das Ganze, aber einen Wermutstropfen muss es wohl geben, mal abgesehen vom eher dürftigen Belohnungssystem, mit dem man sich u. a. „tolle“ Bildchen freischalten kann. Ja, dieses wird auch hier seine Fans finden, ich konnte mich seit jeher nicht für diese Ersatzbefriedigung begeistern.

Wenn wir schon bei Ersatzbefriedigungen sind. Abseits dieses gelungenen Beat’em Ups gibt es noch die gleichnamige Comicserie die ebenfalls sehr zu empfehlen ist. Dazu habe ich auch die iOS-App zum Spiel ausprobiert, die sehr gut aussieht und viel Spaß macht. Wie man also sieht, ist „Injustice: Götter unter uns“ ein gelungenes Gesamtpaket weit über den Fernseher hinaus!

Fazit

Das beste Spiel für (DC-)Comic-Fans, das aktuell ansprechendste Spiel für Prügelspielfans – einfach Spaß ohne Ende. Das ist „Injustice: Götter unter uns“. Trotz einiger, kleinerer Schwächen bei der Grafik und dem Gameplay möchte ich das Spiel jedem Superhelden-Fan ans Herz legen!

© Warner Bros. Interactive Entertainment

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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