Battlefield 3 (PS3)

Filmherum:4/54 von 5 Sterne von Dominik
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4,67 von 5 Sterne (3 Bewertung(en))

Im Test für euch: Die Singleplayer-Kampagne!

„Battlefield 3“ ist das nachmacherische Antimodernwarfare. Das Spiel zielt mehr auf Realismus ab und verzichtet dadurch auf übertriebene Hollywoodaction ala Modern Warfare. Zwar gibt es hier und da mal wieder gescriptete Ereignisse, diese sind aber relativ glaubwürdig in Szene gesetzt. Böse Zungen behaupten sogar, dass die Entwickler von „Battlefield 3“ vom modernen Vorgänger abgeschaut haben. Mag sein. Aber um ehrlich zu sein hat Modern Warfare dann aus X Filmen vorher geklaut…

Machen wir mit der, zumindest am Anfang, flachen Story weiter. Während der Erzählungen des gefangen genommenen Marine Blackburn springt man in der Zeit hin und her, bereist verschiedene Orte und Länder und steuert dabei unterschiedliche Soldaten. Die Missionen und Zusammenhänge werden nach und nach besser und klarer. Zu Beginn war ich noch relativ gelangweilt von dem allzu bekannten Setting aus anderen modernen Kriegsspielen. Doch mit jedem neuen Zeitsprung gibt es ein klitzekleines Stück Eigenständigkeit mehr. Was also zu Beginn noch relativ langweilig und – in Anführungsstrichen – harmlos beginnt, pusht sich nach und nach hoch zum gelungenen Showdown. Nach geleisteten Dienst bleibt ein befriedigendes Gefühl zurück.

Licht…

Das Spiel ist hervorragend in Szene gesetzt durch die Frostbite 2 Engine. Ich war beeindruckt von den starken Lichteffekten, den scharfen Texturen, den tollen Animationen und den vielen kleinen Details, die das Spiel zu einer wahren Augenweide machen. Dazu sollte gesagt werden, dass die PS3 Version insgesamt schwächer ist als die XBox 360 Version und selbstverständlich auch die extrem starke PC Version. Umwerfend ist es aber trotzdem!

Zu den vielen kleinen (und manchmal auch größeren) Details zählen die abwechslungsreichen Schauplätze, realistischer Rauch, von Kugeln abspringende Mauerstücke und und und. Schade, dass man aufgrund der chronischen Hetzerei kaum etwas davon mitbekommt.

Apropos abspringende Mauerstücke. Gäbe es nicht die gelungenen Soundeffekte, den treibenden Soundtrack oder die guten deutschen Sprecher, wäre das Spiel nur halb so gut. Und ich muss bestimmt nicht erwähnen, dass sich eine 5.1 Anlage für den virtuellen Krieg mehr als lohnt!

… und Schatten

Und nun zu den – so leid es mir tut – Schattenseiten des Spiels. So gut die Grafik auch ist, so sehr stören mich einige gravierende Fehler. Ein Soldat lief einmal schnurstracks durch eine Wand. Dabei überwindete er die Gesetze der Physik sogar gleich 2x, als er auf einer nahe gelegenen Treppe weiter oben wieder auftauchte. Auch meine anderen Kameraden stecken nur zu gerne Kopf, Bein oder Waffe in Wände und Gegenstände. Tarnung deluxe!

Das Spiel ist übrigens uncut, enttäuscht aber trotzdem irgendwie. Sowas wie Schusswunden gibt es nicht. Gegner fallen um, bluten ein bisschen und lösen sich nach kurzer Zeit in Luft auf. Nicht, dass das nicht realistisch wäre oder ich es gerne haben möchte, aber… ach, vergessen wir das.

Dann wäre da noch der Sound. Erinnert ihr euch an die guten deutschen Sprecher? Schade, dass die Texte nie mit den Lippenanimationen überein stimmen. Zudem werden Soundeffekte oftmals zur falschen Zeit oder in einer falschen Lautstärke eingesetzt. Beispiel: Ein Kamerad tritt die Tür auf. Der Knall ist aber erst danach zu hören. Liebe Entwickler, mir ist das schon klar mit Licht- und Schallgeschwindigkeit. Das gilt aber nicht bei einer Entfernung von 1 Meter…

Ganz schön schwierig

Das Spiel ist nicht ganz einfach. Bereits auf „Normal“ tat ich mich relativ schwer und starb vielerlei Bildschirmtode. Das liegt vor allem daran, dass man nur wenige Treffer einstecken kann.

Man hat übrigens nicht nur die Möglichkeit als Fußgänger zu sterben, sondern auch in einem Panzer oder Jet. Diese 2 zusätzlichen Elemente waren zwar klasse in Szene gesetzt, aber irgendwie doch nervig. Sie wollten nicht so recht zum Spielverlauf passen. Zum Glück rettet einen die gelungene Steuerung aus so manch brenzliger Situation. Eine Vielzahl an Einstellmöglichkeiten lässt den eigenen Soldaten perfekt auf Eingaben jeglicher Art reagieren.

Fazit

„Battlefield 3“ bietet eine tolle Singleplayer-Kampagne für Fans des Genres. Eine derart hollywoodreife Inszenierung wie bei den Modern Warfare Spielen wird zu keiner Zeit erreicht. Dafür aber bleibt das Spiel auf dem Boden und versucht so realistisch wie möglich zu sein. Sowohl bei der Grafik, als auch beim Sound, gibt es nur ganz wenig zu bemängeln. „Battlefield 3“ hat mir sehr viel Spaß gemacht, wird mir aber nicht derart in Erinnerung bleiben wie die Modern Warfare Teile.

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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3 Responses

  1. los3r sagt:

    Ich spiel das Game auf dem PC. Macht echt Laune.
    Interessant sowas auf einer Film Seite zu finden.
    Ich bin eher Multiplayer Fan

  2. Dominik sagt:

    Filmherum heißt nicht umsonst „Rund um den Film herum“. Und da es viele Spielverfilmungen gibt, bzw. auch Filmverspielungen (muha), denke ich, dass es gut zu Filmherum passt. 🙂

  3. los3r sagt:

    Hoffentlich wagt sich Uwe Boll nicht an Battlefield 3 ran 😉

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