Eine Frage an meine Bloggerkollegen: 5- oder 10-Sterne-Wertung?

Welche Wertung sollte eingesetzt werden, bzw. warum nutzt ihr eure 5- oder 10-Sterne-Wertung? Ggf. nutzt ihr ja auch Prozent oder amerikanische Buchstaben als Wertung. Ggf. auch einfach nur die Zahlen 1-10. Klärt mich doch einmal auf warum ihr das macht und wie ihr es eben macht.

Zu mir: Die 5-Sterne-Wertung nutze ich, weil u. a. Amazon sie auch nutzt. Das ist zwar nicht der Hauptgrund, aber es gab mir den Anreiz zu meiner Wahl. Letztendlich ist es so, dass ich mir nicht sicher bin, ob weitere Abstufungen notwendig sind.

Ein Beispiel: 5 von 5 ist eben super. Drüber geht nichts, bzw. es handelt sich um eine absolute Empfehlung, was aber nicht automatisch auch heißt, dass der Film perfekt ist. (Zumindest bei mir nicht.) Den perfekten Film gibt es eh nicht, sondern einfach nur sehr gute oder sehr schlechte. 4,5 von 5 ist immer noch sehr gut, ihm fehlt aber das gewisse etwas. Und dann geht es eben abwärts weiter…

Ich lese ja oft auch bei euch und schaue auf die Wertung. Eine 9/10 ist bei mir eine 4,5/5. Aber was ist eine 9,5/10 von euch dann bei mir? So etwas gibt es nicht. Und was unterscheidet eure 9 von einer 9,5? Warum noch genauer abstufen? Es interessiert mich einfach, klärt mich auf!

Ziel

Eventuell unerreichbar, aber vll. könnte man ja irgendwo zusammenkommen. Es gibt so viele Wertungssysteme im Web und irgendwann kennt man sich nicht mehr aus, vor allem aber die Besucher nicht. Sollte man den ganzen Spaß vereinheitlichen oder herrscht hier schlichtweg Narrenfreiheit? Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan... Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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8 Responses

  1. m00shpit sagt:

    Als ich mit dem bloggen angefangen habe, gab es bei mir nur eine 5er Wertung ohne ,5-Abstufungen. Das ist mir ehrlich gesagt auch das liebste System, denn wo ist denn bitte der Unterschied zwischen einem 9er- oder 10er-Film? Es sind beide sehr gute, die man jedem empfehlen würde. Und sogar 8er fallen für mich da noch in diese Kategorie.

    Habe mein „Beurteilungssystem“ trotzdem auf 10 umgestellt. Zum einen wegen letterboxd & IMDB, zum anderen weil ich mir für mich ein Schema ausgedacht habe, das eben auf 10 Punkten basiert.

    Ehrlich gesagt bin ich aber überhaupt kein Freund von Ratings, denn im Endeffekt stellt sich doch nur die frage, ob man einen Film empfehlen würde oder nicht. Das kann man nicht mit einer Wertung. Dafür muss man sich wirklich schon mit der anderen Person auseinandersetzen und ggf sogar mit dem Umfeld, in dem geguckt werden soll. Und das baut man eben nur über Kommunikation auf. Also entweder sucht man den Dialog mit den Lesern oder schreibt eben einen Text, der das soweit für einen abdeckt.

    Trotzdem verstehe ich, warum man auf Wertungen nicht verzichten kann. Erwische mich ja selbst oft genug dabei, wie ich als erstes oder sogar nur auf die Wertung gucke.

  2. Als erster Anhaltspunkt ist eine Wertung meines Erachtens nach auch gar nicht so blöd, auch wenn die natürlich jeder für sich auch ganz anders interpretiert oder gänzlich andere Maßstäbe setzt. Ich beobachte ja auch immer wieder, dass ich vergleichsweise euphorisch werte und recht freigiebig mit 7er und 8er-Wertungen bin, wohingegen es bei anderen schon an ein Wunder grenzt, wenn ein Film die 6er-Hürde nimmt (freilich jeweils auf ein 10-Punkte-System bezogen.)

    Ich für meinen Teil habe mich damals für 10 Punkte entschieden, da ich ursprünglich nicht vor hatte, halbe Punkte zu vergeben. Das hat sich zwar längst geändert, doch erschien mir deshalb damals ein 5-Punkte-System zu wenig differenziert.

    Mittlerweile orientiere ich mich bei der Interpretation von Punktwertungen zum Beispiel an den Moviepilot-Abstufungen, von daher bin ich a) froh über mein System und würde es b) nicht mehr wechseln wollen.

    @m00shpit: Du sagst, du hättest u. a. wegen Letterboxd auf 10 umgestellt, aber Letterboxd hat doch auch ein 5-Punkte-Schema.

    • m00shpit sagt:

      Stimmt, jetzt wo du es sagst fällt es mir auch auf 😀 Wobei ich unter einem 5-Punkte-Schema auch ein System mit nur 5 Punkten, ohne ,5er-Schritte verstehe. Daher wohl mein Vergleich. Ansonsten wäre der Unterscheid zwischen 10 und 5 ja nur ein rein optischer 😉

  3. CineKie sagt:

    Ich nutze das 10-Punkte-System, da ich dieses von den üblichen Seiten (IMDb, OFDb, moviepilot) gewohnt bin und finde, dass es sich letztlich auch bewährt hat. Außerdem muss ich dann für meine Einträge dort nicht extra umrechnen. 😉

    Ob ein Film einen Punkt mehr oder weniger bekommt, ist nicht zuletzt von meiner jeweiligen Gemütslage abhängig. So kann es durchaus vorkommen, dass ich einem Film nach dem Kinobesuch euphorisch 9 Punkte gebe, ihn beim erneuten Anschauen jedoch auf 8 oder gar 7 Punkte abwerte.

    Letztlich dient die Wertung nur als erste Einschätzung und ist zudem sehr subjektiv. Wie bzw. wieso ich zu der jeweiligen Wertung gekommen bin, ist viel wichtiger. Und das versuche ich dann in der dazugehörigen Review einigermaßen schlüssig zu erklären.

  4. Sebastian sagt:

    Mir geht es ähnlich wie Wulf. Ursprünglich hatte ich nicht vor, halbe Punkte zu vergeben (und bislang ist es soweit ich mich erinnere auch nur bei 2 oder 3 Titeln vorgekommen). Dazu kommt, dass ich von Anfang an nicht vorhatte, die 10 beziehungsweise 0 Punkte überhaupt zu vergeben, was daraus resultiert, dass ich selbst bei einem absolut umwerfenden Streifen von allererster Güte stets noch eine zumindest theoretische Steigerungsmöglichkeit haben möchte. Wer weiß schon ob morgen, in einem Monat oder in fünf Jahren ein Film kommt, der noch um Längen besser ist?

    Ich orientiere mich bei meinen Wertungen auch immer mehr an denen von Moviepilot, wie ich in der letzten Zeit festgestellt hatte, weshalb ich die Ratingspalte bald auch einmal ein bisschen überarbeiten muss.

    Generell denke ich aber, dass es keinen Unterschied macht, ob ich nun mit 5 oder 10 Punkten arbeite – Durchschnitt ist als solcher zu erkennen, genau so wie gute oder schlechte Titel. Wohl einfach eine Frage der persönlichen Präferenzen.

    Und ansonsten würde ich m00shpit recht geben: letztlich ist für mich persönlich das Fazit des Rezensenten meistens weitaus interessanter als die Wertung selbst. Daraus kann ich nur ablesen, dass er den Film gut oder schlecht fand. Das „Warum“ allerdings nicht. Und was manch einer als Kritikpunkt sieht, ist für mich vielleicht auch gerade interessant. Siehe Toxic Avenger 😉

  5. bullion sagt:

    Ist wohl Geschmackssache. Solange man nicht mit Prozent anfängt, wie in alten PC-Magazinen… 😉

    Ich bleibe bei 10 Punkten mit ganzen Schritten. Die halben Wertungspunkte habe ich mir bisher verweigert, obwohl „rein gefühlsmäßig“ solche Wertungen dazwischen schon manchmal nötig wäre. Aber wo hört man da auf? 7.125 Punkte? Nö, dann lieber eine Entscheidung für eine gerade Zahl. Insgesamt ist es aber völlig egal, wie bewertet wird, hauptsache die Meinung zum Film kommt aus dem Text raus. Die Punkte sind eher für den schnellen Blick und die grobe Einordnung in das Wertungsraster des Bewertenden.

  6. Super, das sind schon mal ein paar klasse Meinungen und ich sehe es ganz ähnlich. Ausschlaggebend ist selbstverständlich nur die Kritik an sich. Doch als erster Indikator ist eine Sterne-Wertung (oder ähnliches) einfach unerlässlich.

    Ich bin auch ganz froh, dass ihr den unterschiedlichen Systemen gegenüber derart aufgeschlossen seid. Es scheint also wirklich egal zu sein, solange ersichtlich ist, um welches es sich nun handelt.

    In diesem Zuge möchte ich noch das Wertungssystem von http://www.comicbookroundup.com/ anbringen, das mir die letzten Tage immer wieder ins Auge sticht und irgendwie mittlerweile am besten gefällt. Es ist so schlicht wie genial und aufgrund des Farbeinsatzes ist auch sofort ersichtlich, dass es sich um maximal 10 Punkte handeln muss. Über die Nachkommastelle kann man sich streiten, aber das ergibt sich in diesem Falle eben und ist nicht einmal so dumm. Denn in Kombination mit der Anzahl der Bewertungen sieht man „noch genauer“ wie toll in diesem Falle ein Comic ist. Das Problem allerdings haben wir ja nicht, da im Normalfall nur wir die Wertung vergeben. PS: Ja, es ist ähnlich zum System von Moviepilot, nur noch schöner.

  7. cRuEllY sagt:

    Als ich damals mit meinem Bruder unseren Blog aufgesetzt habe, hatten wir eine ähnliche Diskussion. Anfangs wollten wir komplett auf Wertungen verzichten und den Nutzer zur Bildung seiner eigenen Meinung auf Grund unserer Schilderungen in den Kritiken animieren.

    Letztendlich haben wir uns dann aber doch für ein Wertungssystem entschieden, ganz einfach aus dem Grund, um allen faulen Lesern direkt auf den ersten Blick Bewertung des Films zu ermöglichen.

    Ab und an vergeben wir keine Bewertung, wenn der Film einfach so explizit ist, dass sich ein Vergleich zu anderen Werken einfach verbietet. Denn eine Bewertung ist ja nichts anderes als ein Vergleich.

    http://myofb.de/5912-enter-the-void/

    Für das 10er System haben wir uns ganz einfach aus dem Grund entschieden, dass wir 0,5er Schritte ablehnen. Wenn man in halben Schritten geht, kann man doch gleich auf ein 10er System bauen.

    Ab und an wäre uns sogar eine noch stärkere Gliederung lieber, denn zwischen einer guten 7 und einer schlechten 7 gibt es häufig noch einen gewaltigen Unterschied. Aber dann würde das System wohl zu komplex werden.

    Bei unserer aktuellen Kritik zum Film „Der Große Gatsby“ z,B, wollte unser Autor gerne eine 8,5 vergeben, musste sich auf Grund unseres 10er Systems aber zwischen einer 8 oder 9 entscheiden.

    http://myofb.de/27106-der-grosse-gatsby/

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