Mein Leben in 15 Songs

Die ERGOThek frägt mich nach den Songs meines Lebens, bzw. mein Leben in Songs. Da ich schon lange, sehr sehr lange und vor allem gerne Musik höre, freue ich mich über dieses Stöckchen. Die Reihenfolge ist – soweit möglich und meine Erinnerung mitspielt – chronologisch. Hin und wieder kann es vorkommen, dass anstelle eines Songs eine Band, ein DJ oder ein ganzes Album steht. Nehmt es mir nicht übel, aber genau so hat es sich eben zugetragen.

1. Scooter – Hyper Hyper (1994)

Lange habe ich nachgedacht, mit welchem Song ich beginnen könnte und würde, schlussendlich siegte dann aber doch etwas, worauf ich heute nicht mehr ganz so stolz bin. Noch bevor ich Scooter hörte, gab es natürlich die eine oder andere Bravo Hits, aber irgendwann im Edeka – ja, es gab früher schon CDs dort, stieß ich auf eine Band namens Scooter. Auserkoren wurde das Album „Wicked!“. Und was soll ich sagen? Meine Electro-Zeit hat damit begonnen und hält bis heute an, wenngleich ich doch nun bedeutend mehr höre, als nur nz-nz-nz. Was ich nicht benennen kann: Mein Alter zu dieser Zeit. Auch nicht be- oder geliebte Songs vor diesem einen Song, den selbst der letzte Depp kennt und meist verarscht. Eins muss man Scooter allerdings lassen. Leadsänger H.P. (Hans Peter Geerdes) Baxxter, mittlerweile knapp 50 Jahre alt, ist seit der ersten Stunde dabei und scheint dem Techno nicht müde zu werden. Und als Mitbegründer der gesamten Szene ist Scooter selbst heute nicht wegzudenken. Bemerkenswert.

2. Kai Tracid – Destiny’s Path (1999)

Nach vielen Scooter-Alben und kurzen Totalausfällen wie Dj Bobo kam ein junger talentierter Mann namens Kai Tracid in mein Leben und sollte lange darin verweilen. „Destiny’s Path“ hörte ich zum ersten Mal in der Sendung GIGA und fand sofort Gefallen daran. Danach habe ich viel Zeit und Geld aufgebracht, sämtliche Alben und Maxis des DJs zu erwerben. Seine Mischung aus Trance und Acid begeistert mich eigentlich auch heute noch, wenngleich ich diese nun doch seltener über mich ergehen lasse.

3. Pulsedriver – I Dominate U (1999)

Ein Track wie eine Granate. Schlägt auch heute noch bei mir ein. Als ich diesen damals hörte, ich vermute es war auf VIVA, musste ich die Maxi haben. Es ist schon verrückt, wie viele Maxis ich damals noch kaufte. MP3s oder so waren erst langsam im Kommen. Und irgendwie war ich versessen auf CDs mit 3-4 Songs darauf. Verrückt, verrückt, verrückt…

4. Blink 182 – Mutt (1999)

Noch bin ich nicht zum Punkrock übergelaufen, aber ich war knapp davor. Nach dem coolen Film „American Pie“ – der Meinung bin ich heute auch noch – musste der Soundtrack her. Genial! Dennoch konnte ich mich nicht dazu überwinden, mehr in diese Richtung zu gehen. Es blieb beim Soundtrack, der allerdings hoch und runter lief. Und das Highlight daraus: „Mutt“ von Blink 182.

5. Daft Punk – One more time (2000)

Jeder kennt es, die meisten lieben es. „One more time“ läuft heute noch im Radio. Und wenn es so ist, summt selbst der größte Musikbanause mit. Mit diesem Song habe ich zu Daft Punk gefunden, denen ich bis heute die Treue halte.

6. Robbie Williams – It’s only us (1999)

Das ist doch DER Song aus FIFA 2000?! Ja, ganz genau. Und ein verdammt guter dazu. Wenn nicht sogar der beste in einem FIFA-Game ever (neben Blur – „Song 2“)!

7. BT – The Fast and The Furious Theme (2001)

Es mag vielleicht nicht mein Einstieg in die Film-Score-Welt gewesen sein, doch dieses Theme ist und bleibt fantastisch. Und ja, es ist nicht von Hans Zimmer & Co. Wer hätte je gedacht, dass jemand wie BT so etwas tolles schaffen kann?

8. Yello – Oh Yeah (1985)

Ja, ich kenne den Song aus „K9 – Mein Partner mit der kalten Schnauze“. Macht aber nichts, denn genial wäre er auch ohne den Film. Der Song wurde übrigens auch in unzähligen anderen Filmen verwendet, sowie bei den Simpsons. Das aber nur am Rande.

9. Eric Prydz – Call on me (2004)

Ganz sicher ging es mir nicht um das Aerobikvideo, sondern vielmehr um das Lied an sich und ein klein wenig um das Aerobikvideo. Der Song – ein Ohrwurm, der bis heute seinesgleichen sucht. Kein Wunder, da das Original von Steve Winwood („Valerie“) nicht minder in die Ohren geht. Toll gemacht, auch wenn man 3 Minuten immerzu dasselbe hört. Manchmal ist weniger eben mehr.

10. Mychael Danna & Jeff Danna – The Blood of Cuchulainn (1999)

Wann genau habe ich eigentlich „Boondock Saints“ gesehen? Es ist eine Weile her. Doch seither bekomme ich die Filmmusik nicht mehr aus dem Kopf. Der Song war übrigens maßgeblich daran beteiligt, dass ich auch andere Folk-Songs gerne höre.

11. Blink 182 – I Miss You (2004)

Meiner Meinung nach einer der schönsten Songs der Band. Ich kann ihn mittlerweile sogar ziemlich gut auf der Gitarre spielen. „I Miss You“ höre ich eigentlich immer gerne, völlig unabhängig jeglicher Stimmung. Der Song macht einfach gute Laune – zumindest bei mir.

12. Bloc Party – Banquet (2004)

Wie lange habe ich eigentlich Linerider gespielt? Kennt ihr das? Ihr malt eine Linie und darauf fährt ein Typ auf einem Schlitten. Malt ihr falsch, fällt er auf die Fresse. Das war lustig. Und im Hintergrund lief (selbst beigesteuert) ständig „Banquet“ von Bloc Party. Mein Gott, was für ein genialer Song!

13. Jimmy eat World – Sweetness (2002)

Spät gefunden, schnell geliebt. Der vermutlich heute noch beste Song der Band, der, wenn ich ihn mal starte, den ganzen Tag in Endlosschleife läuft.

14. David Guetta

Ich weiß nicht mehr genau, wann es war, aber David Guetta löste so ziemlich alle DJs, die ich bis dato mochte, binnen kürzester Zeit ab. Und so höre ich nun schon seit Jahren seine Tracks, fahre auf Konzerte oder besuche ihn im Pacha auf Ibiza. Man könnte fast meinen, ich wäre verliebt… Möge er ewig leben und noch lange Musik machen! (Der gute Mann ist mittlerweile schon 46 Jahre alt.)

15. Kavinsky – Nightcall (2010)

Ein großes Dankeschön gilt dem Film „Drive“. Er machte mich nicht nur auf diesen grandiosen Track aufmerksam, sondern generell auf eine Gruppe DJs, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alte Synthie-Sounds in der Gegenwart lebendig zu halten. Neben Kavinsky höre ich so auch Electric Youth, Desire, College, Anoraak und viele mehr.

Heute

Zum Abschluss erzähle ich euch noch, was ich aktuell gerne höre. Das wären der Soundtrack zu „Das erstaunliche Leben des Walter Mitty“, Mumford & Sons und das Album Pacha 2014. Eine wilde Mischung eben. So wild wie mein Musikgeschmack an sich. Denn eigentlich höre ich so ziemlich alles. Variiert wird durch Stimmung oder Tun. Wenn ich zum Beispiel eine Filmkritik schreibe, läuft zumeist der Score dazu im Hintergrund. Mache ich Webdesign, läuft motivierende Musik. Und will ich einfach nur feiern, macht es eben nz-nz-nz.

Es gibt sicherlich noch unzählige Lieblingssongs, die mich beinahe täglich begleiten, doch das würde den Rahmen vermutlich irgendwann sprengen. Und so bedanke ich mich einfach für das Stöckchen, hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und werfe schlussendlich weiter an Owley, der bekanntermaßen selbst sehr gerne Musik hört und maloney, auf dessen Geschmack ich sehr gespannt bin. 🙂

Dominik

Filmfan, Comicfan, Scorefan… Medienfan im Allgemeinen. Unterhaltung wird bei mir groß geschrieben, der Anspruch darf dabei allerdings nicht zu kurz kommen. Mehr zu mir

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13 Responses

  1. donpozuelo sagt:

    „Nightcall“ ist super. Könnte es vielleicht auch in meine Liste schaffen 😀

    „Call on Me“ – bei dem Video geht’s bei mir nur um das Video. Das habe ich das erste Mal gesehen, nachdem ich von einer zweiwöchigen Bundeswehr-Übung gekommen bin… da haben sich diese Bilder förmlich eingebrannt 😀 😀 😀

    • Dominik sagt:

      Ha, erinner mich nicht an die Bundeswehr-Zeit. So was schlimmes. Aber weil du das in Verbindung bringst. Unsere Bude nach der Grundausbildung hatte bereits so einige Seiten aus Praline und Co. an den Wänden hängen. Man könnte beinahe sagen, es war tapeziert damit. Kranke Zeit…

  2. ER.GO sagt:

    Es ist ein sehr schöner Bericht geworden. Bin froh dass ich dich beworfen habe. 🙂 Ich weiß nicht warum, aber irgendwie passt die sehr vielseitige Auswahl zu dir. Sogar Scooter … Ich mochte zwar seinen Musik nie, aber ich finde Hans Peter ziemlich cool. Der hat einfach was.

    Auf dem Bild sind ganz viele tolle Sachen, die sich auch in meiner Platten-Schublade befinden. Tron und Inceprtion und Rush und Drive, toll toll toll.

  3. bullion sagt:

    Eine schöne Liste! Nicht nur bei mir taucht also BLINK 182 auf 🙂 Allerdings ging es mit MUTT für mich schon mit ihnen bergab. Halte ich auch immer noch für einen ihrer schwächeren Songs und alles was neuer ist kenne ich gar nicht mehr. Damals habe ich die Jungs aber geliebt.

    • Dominik sagt:

      Ich bin erst ziemlich spät bei Blink und Co. eingestiegen. Von daher sollte Mutt einer der ersten Songs von ihnen sein, den ich kannte und damit mochte. Ich habe mir danach aber auch noch ein paar Alben gekauft, auch frühere, die mir ebenso gefallen.

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