Under the Dome Staffel 1

Under the Dome Staffel 1
Filmherum:
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Und plötzlich war eine Kuppel über Chester’s Mill. Durchsichtig, aber undurchdringlich. Woher kommt sie? Warum ist gerade diese Stadt darin gefangen? „Under the Dome“ ist Mystery und Charakterstudie in einem. Basierend auf der Buchvorlage von Stephen King und in Zusammenarbeit mit Steven Spielberg entstanden, ist „Under the Dome“ eine Überraschung mit Anlaufschwierigkeiten.

Sieht man sich die erste Episode an, ist man erst einmal geschockt. So wird man von mehr oder weniger unnötigen Infos erschlagen und von Fragen gequält. Dennoch kommt augenblicklich eine Gewisse Stimmung auf, die nicht zwangsweise nur auf die Kuppel zurückzuführen ist. Vielmehr sind es die Menschen innerhalb dieser, deren Charaktere zum Teil äußerst interessant ausgearbeitet und vor allem auch gut besetzt sind. Dean Norris (auch bekannt aus „Breaking Bad“) gibt den hinterhältigen Stadtrat, dem die Kuppel nicht gerade ungelegen kommt. Sein Konterpart: Barbie. Nicht die Puppe, sondern ein Geldeintreiber und Ex-Soldat, gespielt von Mike Vogel. Doch nicht nur diese beiden kämpfen um Anerkennung und Aufklärung, sondern viele weitere Charaktere, darunter eine eifrige Journalistin, mysteriöse Kids und der abgedrehte Sohn des Stadtrats. All diese Menschen scheinen allerdings nur Schachfiguren in einem derben Spiel zu sein. Die Kuppel selbst führt ein Eigenleben und bestimmt in gewissem Maße, was in ihr geschehen soll.

Stephen Kings Ziel ist klar: Zeige die menschlichen Abgründe, die sich auftun, wenn sie eingesperrt sind und die Ressourcen knapp werden. Die Serie spielt geradezu mit diesen Aspekten und verlagert deshalb auch das Hauptaugenmerk darauf. Die Kuppel selbst ist sozusagen ständiger Begleiter im Hintergrund. Und so kommt es am Ende, wie es kommen muss: Ein Cliffhanger, hauptsächlich bezogen auf die Menschen.

Ich muss zugeben, „Under the Dome“ gefiel mir nicht von Anfang an. Doch von Episode zu Episode konnte ich mich mehr mit der Serie anfreunden. Langsam aber sicher lernt man die Menschen kennen und entdeckt – wider Erwarten – neue Seiten an ihnen, die sich allerdings erst im weiteren Verlauf offenbaren. Und wenn man sich erst einmal damit abgefunden hat, dass nicht die Kuppel selbst unser Hauptdarsteller ist, findet man auch Gefallen an der Entwicklung der Städter, mitsamt all den Intrigen.

Die Serie ist nicht großartig, dafür aber fesselnd. Sie ist meinen Recherchen nach nicht vergleichbar mit dem Buch, aber als eigenständige Geschichte sicherlich sehenswert für all jene, die unbefangen einsteigen oder darüber hinwegsehen können, dass die Buchvorlage nur wenig mit dieser Serie zu tun hat.

Nice to know: Als Stephen King das Ende der Serie vorgelegt wurde, meinte er nur „Wow. Ich wünschte, ich hätte daran gedacht.“. Und so warten wir dann auf Staffel 2, die im Sommer 2014 über die US-Bildschirme flimmern wird.

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